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Was ist DLNA?

| Autor / Redakteur: zeroshope / Michael Hase

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Bei DLNA handelt es sich um einen Standard für die Heimvernetzung. Er soll dabei helfen, dass sich Multimediadateien über Geräte unterschiedlicher Hersteller hinweg problemlos übertragen lassen.

Im Heimnetzwerk laufen zumeist Geräte unterschiedlicher Hersteller. Der Standard DLNA soll dabei helfen, dass Foto-, Video-, Musik- und andere Multimediadateien trotzdem problemlos übertragen werden können. Die Abkürzung steht für die Digital Living Network Alliance. Dabei handelt es sich um einen Verbund von Herstellern, der 2003 von Intel und Sony mit dem Ziel gegründet wurde, einen allgemeinen Vernetzungsstandard zu entwickeln. Zu Spitzenzeiten gehörten der Organisation rund 250 Firmen aus den Segmenten IT, Unterhaltungselektronik und Telekommunikation an, darunter Branchengrößen wie Cisco, HP, Intel, Microsoft, Nokia, Samsung und Sony.

Über DLNA lassen sich Geräte wie Computer, Fernseher, Konsolen, Smartphones, Digitalkameras oder AV-Receiver verbinden. Der Standard setzt eine spezielle Software voraus, die aus der Hardware einen Server macht. Die einfachste Lösung dafür ist die Installation eines entsprechenden Programms auf einem PC, der mit einem Router verbunden ist. Aber auch ein Smartphone kann eingesetzt werden, das als mobiler Hotspot dient. Ein DLNA-Server stellt multimediale Dateien im Netzwerk bereit. Ein DLNA-Player spielt sie ab. Diese Rollen sind flexibel zwischen den Geräten wählbar. Sowohl Hardware-Hersteller als auch Software-Anbieter können ihre Produkte für den Standard zertifizieren lassen.

Nach der Auflösung

Die DLNA-Organisation löste sich Anfang 2017 mit der Begründung auf, die wesentlichen Ziele der Standardisierung seien nach 15 Jahren erreicht worden. Zu dem Zeitpunkt trugen mehr als vier Milliarden Geräte ein entsprechendes Zertifikat. Der Standard liegt seither in den Händen der Gesellschaft SpireSpark International, die von ehemaligen DLNA-Führungskräften in Portland, Oregon, gegründet wurde. Das Unternehmen nimmt die kostenpflichtigen Zertifizierungen vor, bietet Dienstleistungen wie etwa Kompatibilitätstests an und betreibt die Website www.dlna.org.

Die Verbreitung von DLNA als Vernetzungsstandard ist tatsächlich weit fortgeschritten. Nichtsdestotrotz gibt es Kritik an dem Standard, die sich im wesentlichen auf zwei Punkte richtet:

  • Die Anforderungen, ein DLNA-Zertifikat zu erwerben, sind zu niedrig. So reicht dafür beispielsweise schon aus, dass ein Player JPEG-, LPCM- und MPEG-2-Dateien ausführen kann. Die Fähigkeit, weit verbreitete Formate wie DivX, WMA oder MP3 abzuspielen, ist dagegen keine zwingende Anforderung. In der Praxis lassen sich deshalb längst nicht alle Video-, Musik- und Bilddateien problemlos übertragen und abspielen.
  • Apple ist nicht dabei: Die Kalifornier haben mit AirPlay einen konkurrierenden Standard entwickelt. Wer ein iPhone, iPad oder einen Mac nutzt, hat daher ein Problem, Dateien mit DLNA-fähigen Geräten auszutauschen. Allerdings gibt es Apps, die zwischen AirPlay und DLNA vermitteln können. Der Aspekt der Einfachheit geht dabei aber verloren.

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