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Definition Was ist die Generation Y?

| Autor / Redakteur: Laimingas / Dr. Andreas Bergler

Die Generation Y entstammt den Jahrgängen der frühen 1980er bis gegen Ende der 1990er Jahre. Geprägt wurde der Begriff, angewendet auf Europäer und Nordamerikaner, zum ersten Mal im Jahr 1993 in der Marketingpublikation „Advertising Age“.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Generation „Why?“: Der Name ist Programm. Das „Y“ in „Generation Y“ wird im Englischen wie das Fragewort „Why“ (Dt.: Warum) ausgesprochen und ist nicht unbedingt ein Zufall. Denn ein Merkmal ihrer Mitglieder ist, dass sie bestehende Strukturen ständig hinterfragen und zum Beispiel in Bezug auf den Beruf starre Arbeitsmodelle, vorgegebene Karriereschritte und vertikale Hierarchiegefüge nicht mehr als Selbstverständlichkeit hinnehmen. In Deutschland machen sie aktuell etwa 22 Prozent der Gesamtbevölkerung und 20 Prozent der Arbeitskräfte aus.

Arbeit ist nicht das Wichtigste

Die Generation Y ist davon überzeugt, dass Beruf und Arbeit nicht die wichtigsten Aspekte im Leben sind, sondern auch mit anderen Bereichen wie Freizeit und Familie vereinbart werden können und sollten. Das mag sich für ältere Menschen, für die hauptsächlich berufliche Leistungen eine Rolle spielen, wie eine Utopie klingen, für die Generation Y ist es Teil ihrer Realität.

Parallel dazu ist das Streben nach Autonomie zu nennen. Die Generation Y will nicht jede Tätigkeit genau vorgeschrieben bekommen, wie es in vielen Unternehmen immer noch gang und gäbe ist, sondern eigenverantwortlich handeln können. Mittlerweile hat in den Führungsebenen ein Umdenken in diese Richtung eingesetzt, was angesichts der oben genannten Zahl (20 Prozent der Arbeitskräfte in Deutschland) auch durchaus angebracht ist.

Der Beruf ist nicht nur dazu da, um effizient und produktiv zu arbeiten, sondern auch, um glücklich zu sein. Die Generation Y will Individualität, Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung statt nur Karriere, Geld und finanzielle Sicherheit. Nine-to Five-Jobs im Großraumbüro sind nicht ihr Ziel. Stattdessen möchte sie im Home Office arbeiten und auch mal ein Sabbatical einlegen.

Vorwurf der Faulheit

Häufig wird den Angehörigen der Generation Y vorgeworfen, sie seien faul und zeigten keine Bereitschaft, Führungsrollen und somit Verantwortung zu übernehmen. Das wird ihrem Ansinnen aber nicht gerecht. Im Gegenteil wollen sie das herkömmliche Berufsleben umkrempeln und statt möglichst hohe Positionen einzunehmen lieber nach individueller Verwirklichung streben. Es geht um eine gesunde Work-Life-Balance, die Ausgewogenheit verspricht und auf überzogenes Profitdenken verzichten kann.

Großes Potenzial

Insgesamt zeichnet sich die Generation Y durch ein hohes Bildungsniveau, ein starkes Selbstbewusstsein, Flexibilität und den Anspruch nach freiheitlicher Gestaltung ihres (Arbeits-)Lebens aus. Arbeitgeber kommen gerade in den Zeiten des um sich greifenden Fachkräftemangels gar nicht darum herum, sich diesen Vorstellungen anzupassen, wenn sie nicht ein riesiges Potenzial brach liegen lassen wollen.

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