Suchen

Definition Was ist ein Sabbatical?

Autor / Redakteur: Mandarina / Sarah Böttcher

Als Sabbatical – synonym wird häufig auch der Begriff Sabbatjahr verwendet – bezeichnet man einen Sonderurlaub, der mehrere Monate oder gar ein Jahr umfassen kann und der seinen Ursprung im amerikanischen Universitätswesen hat.

Firmen zum Thema

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Der Ursprung des Sabbatical kommt aus der Religion: In der hebräischen Bibel, der Tora, erscheint der Begriff „Sabbatjahr“, der in Israel bedeutete, dass ein Acker sich jedes sechste Jahr ausruhen sollte. Übernommen wurde die Bezeichnung dann von den US-amerikanischen Universitäten: Die geplanten Auszeiten von Professoren im Winter oder Sommer wurden als Forschungs- oder Freisemester bezeichnet. Auch die europäischen Universitäten übernahmen dies.

Praxis in der Wirtschaft

In der Wirtschaft lernte man die Praxis einer wertvollen Auszeit ebenfalls zu schätzen. Das gap year (gap = Lücke) ermöglicht es Angestellten, ein Jahr eine Auszeit zu vereinbaren oder nur in Teilzeit tätig zu sein. In Deutschland ist dies nicht nur in der freien Wirtschaft möglich, sondern auch für Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst.

Gründe für die Auszeit

Die Gründe, die ein Angestellter für ein Sabbatjahr haben kann, sind unterschiedlich. Hier sind einige davon zusammengestellt:

  • Erholung
  • Familienphase
  • vorgezogener Ruhestand
  • soziales Engagement
  • Reiseaktivitäten
  • Neumotivierung
  • Kreativitätsschub
  • Weiterbildung oder Umschulung
  • Forschung

Gute Organisation ist wichtig

Ein Sabbatical ist gut zu planen und selbstverständlich umfassend mit dem jeweiligen Arbeitgeber zu besprechen. Es bedarf einer vertraglichen Regelung dessen, wie das Sabbatjahr umgesetzt werden soll. Dazu gehören unter anderem Angaben dazu, ob weiterhin ein bezahlter Urlaub beansprucht werden kann, wie mit Krankheitsfällen umgegangen werden soll und welches Einkommen das Sabbatical begleiten wird. Ein wichtige Frage ist es natürlich auch, wie die Freizeit, die für ein Sabbatical nötig ist, aufgebaut werden soll. Der Aufbau von Überstunden ist in diesem Zusammenhang ein Klassiker, der es ermöglicht, das Sabbatjahr bedarfsgerecht vorzubereiten.

Negative Aspekte des Sabbaticals

Es gibt Nachteile, die sowohl den Arbeitnehmer als auch den Arbeitgeber betreffen. So betrifft den Arbeitgeber vor allem das organisatorische Problem, dass er eine Vertretung des Arbeitnehmers im Sabbatjahr zu organisieren hat und diese Person selbstverständlich auch adäquat einzuarbeiten ist. Dafür kann entweder jemand befristet eingestellt werden oder es wird ein interner Angestellter ausgewählt, dessen ursprüngliche Arbeit aber ebenfalls zu bewältigen ist. Auch für den Arbeitnehmer kann das Sabbatjahr einen negativen Aspekte parat haben: Viele, die eine Auszeit vom Unternehmen und der damit verbundenen Arbeit absolviert haben, haben danach Eingewöhnungsschwierigkeiten und können sich nur schwer wieder in den klassischen Arbeitsalltag integrieren.

(ID:46338756)