Die vielen Facetten von Unified Communications Was Cisco und Co. so alles können – und was der Fachhandel braucht

Redakteur: Sylvia Lösel

Offen und flexibel, einfach zu implementieren und umfassend in der Leistung — wenn es um UC-Lösungen geht, sind die Ansprüche so vielfältig wie die Firmen unterschiedlich. Hier ein Überblick.

Anbieter zum Thema

Zu Zeiten knapper finanzieller Ressourcen lautet ein Zauberwort der Branche »All-in-One«. Siemens hat seine neue Version von Open-Scape-Xpressions fit für Multivendor-Umgebungen gemacht. Das heißt, die Lösung kann in bereits vorhandene Telefonie-Infrastrukturen eingebunden werden, ein teures Umrüsten der Hardware entfällt. In der Box sind Voicemail, Unified Messaging, Instant Messaging, Präsenzanzeige, Erreichbarkeits-Management sowie Audio- und Web-Conferencing integriert.

Avaya setzt auf eine offene Architektur. Die neue Lösung »Aura« basiert auf dem weitgehend standardisierten SIP-Protokoll und kann ebenfalls die bestehenden Systeme beliebiger Hersteller integrieren. Dies funktioniert auch über unterschiedliche Standorte der Mitarbeiter hinweg.

Die freie Wahl des Arbeitsplatzes ist auch ein Anliegen von Tobit. Das Ahauser Unternehmen hat mit David.fx eine neue Software-Generation im Rennen. Der David-Server integriert eMails, Faxe, Sprachnachrichten, Fotos und Videos, und bietet den Zugriff von jedem Standort aus. Seit dem 8. April wird der auf der CeBIT vorgestellte David.fx ausgeliefert.

UC als SaaS-Modell

Eine Alternative zur Anschaffung eigener Software bietet Damovo: Der Systemintegrator hat »Unified Communications as a Service« im Portfolio. Unternehmen können damit alle Kommunikationsfunktionen als Dienstleistung beziehen und sie monatlich pro User ohne feste Laufzeit abrechnen. Damovo wendet sich an Unternehmen mit einem ausgeprägten Filialnetz, mit einer großen Zahl von Außendienstmitarbeitern und vielen Home Offices. Das Rundum-Sorglos-Paket beinhaltet unter anderem Voicemail, Faxserver, Anrufbeantworter, Telefonkonferenzen und die Integration von Handys.

Bei den Spezial-Lösungen oder Nischenprodukten liegt Ferrari sehr gut im Rennen. Das Unternehmen hat mit seinem »Office Master Gate UC« ein heißes Eisen im Feuer, das ISDN-Telefonie mit UC-Plattformen von Microsoft verbindet. Das Media-Gateway kann über ein Upgrade für Faxversand und -empfang, SMS und Voicemail fit gemacht werden. Denn im Mittelstand sind Arbeitsabläufe oft noch Fax-zentriert.

Bundles entlasten Fachhandel

Das Kommunikationsunternehmen Swyx macht dem Fachhandel jetzt den Vertrieb seiner Software Swyx-Ware leichter. Statt es dem Händler zu überlassen, die Software an die Gegebenheiten im Unternehmen anzupassen, gibt es sie jetzt im Bundle mit einem Server. Darauf ist Swyx-Ware vorinstalliert, Lizenzen können entsprechend nachgeordert werden. Das Bundle gibt es in zwei Varianten, einmal für maximal 20, einmal für maximal 100 User.

Ganz groß im Markt mischen natürlich auch die Groupware-Hersteller wie IBM mit Lotus Notes und Sametime mit. Und auch Microsoft hat erst vor kurzem das Release 2 des Office Communication Servers vorgestellt. Neue Telefonkonferenz-Möglichkeiten und verbesserte Sprachfunktionen sollen Unternehmen anregen, ihre TK-Plattformen gänzlich auf Lösungen aus Redmond umzustellen.

Von der Routing-Seite her hat sich Cisco dem Thema »UC« genähert, bietet aber auch Telepresence-Systeme und hat seit der Übernahme von Webex eine Web-Konferenz-Lösung im Portfolio.

Im Telepresence-Markt spielen neben dem Platzhirsch und High-End-Anbieter Cisco auch Unternehmen wie Tandberg, Lifesize und Polycom mit, deren Lösungen für den Mittelstand erschwinglich sind.

(ID:2020593)