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Die richtige Technologie
Der Markt für Big-Data-Lösungen wächst und entwickelt sich zu einem Milliardengeschäft. Dementsprechend vielfältig ist das Angebot an entsprechenden Technologien. Welche Lösung die richtige ist, hängt jedoch maßgeblich von den individuellen Einsatzbereichen im Unternehmen ab – ein Patentrezept existiert nicht. Denn: Big-Data-Konzepte wie Hadoop-Cluster oder In-Memory-Computing bieten jeweils unterschiedliche Funktionen, die sich für verschiedene Anwendungsgebiete und Branchen eignen.
So ermöglichen Hadoop-basierte Lösungen neben der Erfassung strukturierter Daten aus Business-Anwendungen auch die Verarbeitung unstrukturierter Informationen aus Social Media, mobilen Anwendungen oder M2M-Kommunikation. Indem Hadoop Muster innerhalb der vorliegenden Datensätze identifiziert, kann das Unternehmen vorausschauende Analysen durchführen. Anbieter in der Energiebranche nutzen diese Predictive Analytics beispielsweise, um aus einem Abgleich von Verbrauchsdaten und Wetterprognosen mögliche Engpässe oder eine erhöhte Nachfrage abzuleiten.
Die Stärke von In-Memory hingegen liegt in der Verarbeitungsgeschwindigkeit: nahezu in Echtzeit werden Massendaten ausgewertet und verknüpft. SAP HANA bewältigt diese Aufgabe beispielsweise bis zu 3.600 Mal schneller als herkömmliche Datenbanken. Damit eignet sich In-Memory-Computing für Anwendungsfelder, in denen Datensätze starken Schwankungen unterliegen und eine schnellstmögliche Reaktion auf aktuelle Veränderungen maßgeblich ist, etwa bei der Überwachung von Transaktionsdaten sowie aktuellen Marktentwicklungen.
Folglich steht die Wahl der Big-Data-Technologie in engem Zusammenhang mit strategischen Überlegungen. Gegebenenfalls ist sogar eine Erweiterung bestehender BI-Systeme ausreichend. Umso wichtiger ist es, zunächst erfolgversprechende Einsatzbereiche und die damit verbundenen Anforderungen und Ziele zu identifizieren. Für eine planvolle Integration von Big-Data-Lösungen muss das Unternehmen zusammen mit dem IT-Service-Provider nicht nur die IT-Infrastruktur und alle IT-Prozesse überprüfen und beurteilen, sondern darauf aufbauend auch eine Big-Data-Strategie erarbeiten, die sich an den übergeordneten Unternehmenszielen orientiert und relevante Daten und Einsatzbereiche definiert.
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