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Gartner-Prognose zu Wearables

Wachstum mit Wearables

| Autor / Redakteur: Dr. Andreas Bergler / Katrin Hofmann

Wearables wie Fitnesstracker erfahren im kommenden Jahr starke Nachfrage.
Wearables wie Fitnesstracker erfahren im kommenden Jahr starke Nachfrage. (Bild: Kaspars Grinvalds_stock.adobe.com)

Dem Geschäft mit Wearables bescheinigt Gartner kräftige Wachstumsraten. Weltweit werden dieses Jahr in Summe etwa 225 Millionen Einheiten über die Ladentische gewandert sein. Das Segment der Smartwatches soll relativ stabil bleiben.

Etwa jeder dritte Deutsche nutzt derzeit einen Fitnesstracker, um seine Gesundheitsdaten aufzuzeichnen. Im Prinzip gibt es also noch viel Luft nach oben für den Verkauf der smarten Armbänder. Die Analysten von Gartner prognostizieren aber auch den anderen Wearable-Kategorien steiles Wachstum. Neben den Fitnesstrackern in Sportuhren und -armbändern, von denen dieses Jahr zusammen weltweit 58 Millionen Einheiten verkauft werden, zählt Gartner zu den Wearables auch so genannte „Ear-Worn Devices”, wie Apple AirPods oder Samsungs IconX, „Head-mounted Displays“ für Augmented- oder Virtual-Reality-Einsätze in Unternehmen, smarte Kleidung und Smartwatches.

Smartwatches am Zenit

Während dieses Jahr weltweit noch knapp 179 Millionen Wearables ausgeliefert werden, sollen es kommendes Jahr bereits 225 Millionen sein. Das entspräche einem Anstieg von 25,8 Prozent. 42 Milliarden US-Dollar werden die Konsumenten voraussichtlich dafür hinblättern. Allein auf die Smartwatches entfallen hierbei rund 16,2 Milliarden US-Dollar. Im Smartwatch-Markt sehen die Analysten einen unterstützenden Effekt durch die Apple-Strategie, den durchschnittlichen Verkaufspreis relativ lange auf hohem Niveau zu halten. Alan Antin, Senior Director bei Gartner: „Preiswertere Wettbewerber und höhere Stückzahlen könnten zu einer Senkung der Herstellungs- und Komponentenkosten führen. Starke Marken wie Apple und traditionelle Uhrenmarken werden allerdings versuchen, die Preise stabil zu halten.“

Bei einer für 2019 erwarteten Stückzahl von rund 74 Millionen verkaufter Geräte bilden Smartwatches damit das Top-Marktsegment unter den Wearables. Diesen Rang werden ihnen aber in den nächsten Jahren anderen Gerätekategorien abgelaufen haben. So wird sich laut Gartner der Absatz in Stückzahlen bei den „Ear-Worn Devices” in den kommenden drei Jahren mehr als verdreifachen und damit den der Smartwatches deutlich überflügeln. Auf der Ausgabenseite wird das den „Head-mounted Displays“ bereits zwei Jahre früher gelingen: Von knapp sieben Millionen US-Dollar im Jahr 2017 wird sich ihr Umsatz bis 2020 auf rund 29 Millionen US-Dollar mehr als vervierfachen.

Wearables in Deutschland

In fünf Jahren, so die Marktbeobachter von Satista, wird das Umsatzvolumen etwa 421 Millionen Euro erreicht haben, was dann einem jährlichen Umsatzwachstum von 2,7 Prozent entspräche. Nutzen dieses Jahr insgesamt 6,2 Millionen Menschen in Deutschland Wearables, so wird ihr Anteil in fünf Jahren moderat ansteigen, nämlich auf 6,6 Millionen. Den Löwenanteil der ­Anwender machen mit knapp einem Drittel die 25- bis 30-Jährigen. Mit einer Nutzerpenetration von 7,5 Prozent liegt Deutschland noch weit hinter den USA oder Großbritannien mit 11,7 beziehungsweise 9,5 Prozent.

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