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IT-Security-Studie von Eco

Vorbereitungen für den IT-Notfall laufen

| Autor: Heidemarie Schuster

Für die stetig wachsende Bedrohungslage wappnet sich die Branche mit IT-Notfallplänen.
Für die stetig wachsende Bedrohungslage wappnet sich die Branche mit IT-Notfallplänen. (Bild: © fotomek - stock.adobe.com)

Die Häufigkeit von Cyber-Angriffen auf Unternehmen steigt weiter an. Davon ist jedenfalls der Großteil der Sicherheitsexperten, die an der Studie IT-Sicherheit 2019 des Eco Verbands teilgenommen haben, überzeugt. Die Unternehmen in Deutschland reagieren auf die Bedrohungslage mit Notfallplänen.

Der Eco Verband hat für die StudieIT-Sicherheit 2019“ 242 Experten aus der IT-Branche befragt, von denen 90 Prozent überzeugt sind, dass die Bedrohungslage bei der Internet-Sicherheit weiter ansteigt. 57 Prozent der IT-Sicherheitsexperten geben an, interne Prozesse beziehungsweise einen Notfallplan für den Fall eines Cybercrime-Vorfalls festgelegt zu haben. Weitere 27 Prozent sind grade noch damit beschäftigt, solch einen Notfallplan für sich zu entwickeln. Eine deutliche Steigerung: Im Jahr 2018 hatten nur 32 Prozent der Unternehmen einen Notfallplan.

„Die Verantwortlichen im Mittelstand sind sich der großen Gefahr durch Cyberkriminelle immer stärker bewusst und suchen nach Wegen, sich auf einen möglichen Fall der Fälle vorzubereiten“, sagt Oliver Dehning, Leiter der Kompetenzgruppe Sicherheit bei Eco. Das wachsende Gefahrenbewusstsein führt zu einer steigenden Bereitschaft der Unternehmen, in Schulungen der Mitarbeiter zu investieren. 41 Prozent schulen und sensibilisieren die eigenen Mitarbeiter regelmäßig zu Cyber-Gefahren, 38 Prozent tun dies zumindest unregelmäßig. Nur 14 Prozent schulen und sensibilisieren ihre Mitarbeiter nicht.

Die Top-Sicherheitsthemen

Die Notfallplanung gehört für die befragten Unternehmen damit aktuell zu den Top-Sicherheitsthemen. 80 Prozent bewerten dieses Thema als wichtig oder sogar sehr wichtig. Bedeutender in der Bewertung sind nur die Mitarbeitersensibilisierung (für 81 Prozent wichtig) die Verschlüsselung von Daten (für 82 Prozent wichtig), und der Datenschutz (für 89 Prozent wichtig).

Trotz der steigenden Bemühungen um diese Sicherheitsthemen, schätzen nur 46 Prozent der Befragten die Absicherung des eigenen Unternehmens als sehr gut (11 Prozent) oder gut (35 Prozent) ein. Weitere 35 Prozent glauben, sie sind nur ausreichend abgesichert und 19 Prozent sogar als unzureichend. In jedem vierten Unternehmen gab es im vergangenen Jahr tatsächlich mindestens einen gravierenden Sicherheitsvorfall. Ransomware, DDos-Attacken und CEO Fraud führen die Liste der Attacken vor Website-Hacking und Datendiebstahl an.

Wie reagieren Unternehmen auf Vorfälle?

Von den befragten Unternehmen, die bereits mit einem Sicherheitsvorfall konfrontiert wurden, konnten 43 Prozent das Problem intern lösen. 13 Prozent holten sich externe Hilfe, 12 Prozent haben eine Strafverfolgung eingeschaltet, was eine Steigerung um 70 Prozent darstellt und 2 Prozent haben tatsächlich Lösegeld bezahlt. 7 Prozent der Befragten Unternehmen reagierten auf Sicherheitsvorfälle mit einer Kundeninformation.

Warum ändert sich die IT-Sicherheit?

Die stärksten Treiber für die höheren Anforderungen an die IT-Sicherheit sehen 49 Prozent im Anstieg der Cyberkriminalität, gefolgt von Cloud Computing (47 %). Außerdem sind für 44 Prozent das Internet der Dinge (IoT) und für 44 Prozent der Schutz von personenbezogenen Daten für die Veränderungen verantwortlich. Weitere Treiber sind den Befragten zufolge vernetzte kritische Infrastrukturen (43 %), Mobile Computing (22 %), Big Data (17 %) und die Überwachung durch Geheimdienste (12 %).

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