Server vorgaukeln Vor- und Nachteile von Virtualisierungsarchitekturen

Redakteur: Tim Wolfinger

Grid Computing, Blade Server, Multi Threading, Multi Core, Application Virtualisation und Desktop-Virtualisierung à la Citrix, Speicher- oder Netzwerkvirtualisierung – all dies sind Technologien, die mit dem Prinzip der Virtualisierung arbeiten. Am meisten wird derzeit jedoch über das Mo-dell der Servervirtualisierung diskutiert.

Firmen zum Thema

Nicht ganz real, aber präsent: Virtuelle Server erhöhen die Flexibilität
Nicht ganz real, aber präsent: Virtuelle Server erhöhen die Flexibilität
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Ansätze

Grob gesagt existieren zwei Methoden der x86-Server-Virtualisierung. Die Host-basierte Architektur, wie sie mit VMware Workstation, Microsoft Virtual PC oder Parallels zum Einsatz kommt, repräsentiert die Anfangszeit der Virtualisierung. Sie eignet sich hervorragend für die PC-Virtualisierung und auch dann, falls die Performance der Applikationen nur eine geringe Rolle spielt. Dem Unix-Konzept entspricht dagegen die modernere Variante der Hypervisor-basierten Virtualisierung, die vor allem für Serverkonsolidierung eingesetzt wird. Beispiel: VMware mit ESX-Server sowie die für 2008 angekündigte Microsoft-Lösung »Windows Server Virtualization«.

Host-basiert

Der so genannte Virtual Machine Monitor (VMM), der über dem Host-Betriebssystem liegt, virtualisiert den Zugang zur Hardware, indem er eine standardisierte virtuelle Hardware simuliert. Der VMM löst die Zugriffskonflikte auf die Hardwareressourcen wie CPU, Speicher und I/O-Devices wie Netzwerk- und Festplatten-Schnittstellen. Alle virtuellen Betriebssysteme sind in ihrer originalen Fassung im Einsatz. Das Prinzip nutzen VMwares GSX-Server und Workstation, Microsoft Virtual Server sowie Parallels.

Vorteil: Da der Virtualisierungslayer bei dieser Methode die Treiber des Betriebs-systems (OS) für die Geräte-anbindung nutzt, ist eine breitere Unterstützung von I/O-Devices möglich (das OS enthält normalerweise eine größere Auswahl von Treibern). Die Inbetriebnahme geht leicht von der Hand.

Nachteil: Der Management-Aufwand ist kaum geringer als mit physischen Servern, weil beispielsweise jeder Treiber in jeder virtuellen Maschine aufgespielt werden muss. Dazu kommt ein hoher Overhead.

(ID:2002117)