TA Triumph-Adler Von der Schreibmaschine zum Cloud-ECM

Von Dr. Stefan Riedl 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

„Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“, lautet ein nachdenkenswürdiger Spruch. Triumph-Adler hat sich in der über 125-jährigen Firmen­geschichte mehr als einmal selbst neu erfunden: Fahrräder, Schreibmaschinen, Autos. Jetzt folgt ein Cloud-ECM.

Mit einem Cloud-ECM entwickelt sich Triumph-Adler im Dokumenten-Kontext weiter.(Bild:  Suelzengenappel - stock.adobe.com)
Mit einem Cloud-ECM entwickelt sich Triumph-Adler im Dokumenten-Kontext weiter.
(Bild: Suelzengenappel - stock.adobe.com)

Hardware und Software rund um Bearbeitungsprozesse von Dokumenten“ – so könnte man das ECM-Portfolio des ­Triumph-Adler-Konzerns zusammenfassen. Mit der ECM-Lösung „Yuuvis RAD“ hat das Unternehmen nun ein Eigengewächs aus dem Konzernumfeld auf den Markt gebracht. Es stammt von Optimal Systems, einem Unternehmen, das wie Triumph-Adler zur Kyocera-Gruppe gehört. Yuuvis RAD ergänzt das bestehendes ECM-Portfolio um das erste ECM-System aus der Cloud.

Organisationsarbeit in der Cloud

Christopher Rheidt, Geschäftsführer, Triumph-Adler(Bild:  Dominik Butzmann)
Christopher Rheidt, Geschäftsführer, Triumph-Adler
(Bild: Dominik Butzmann)

Firmen können damit ihre Dokumente, Informationen und Prozesse in der Cloud organisieren. „Es ist ein Werkzeug zum ­Aufbau von umfassenden Content Management-, Geschäftsmanagement- und Archivierungssystemen“, sagt Christopher Rheidt, Geschäftsführer TA Triumph-­Adler. Durch den Einsatz der Cloud sind Informationen von überall und zu ­jeder Zeit abrufbar sowie schnell auffindbar. Über die offene Architektur können Schnittstellen zu Systemen von externen Anbietern wie SAP, Datev oder Microsoft hergestellt werden. Darüber ­hinaus sind Zusatzlösungen, wie die elektronische Unterschrift via ­DocuSign oder Klassifizierungssoftware für die automatische Erkennung von Inhalten hinzubuchbar.

In der Bürokommunikation hat TA jede Epoche mitgestaltet und bewältigte auch den raschen technologischen Wandel von der Mechanik zur Elektronik.

Christopher Rheidt, Geschäftsführer, Triumph-Adler

Vertriebswege und -strategien

„Yuuvis RAD vervollständigt unser bestehendes ECM-Portfolio um das erste ECM-System aus der Cloud“, sagt Rheindt.

Bei TA Triumph-Adler wird eine duale Vertriebsstrategie verfolgt, bei der indirekte Vertrieb nachgelagert zum Zuge kommt. Die Fachhandelsmarke UTAX wird über ein Netz aus Vertragshändlern vertrieben. Neue Produkte werden meist zuerst direkt vermarktet. Danach wird das Angebot für den Channel justiert, erläutert der TA-Geschäftsführer. Etwas zeitversetzt erscheinen also Fachhandelsproduktversionen über den UTAX-Kanal. Zuletzt wurde so „UTAX Cloud Print and Scan“ für den Channel eingeführt. Ähnlich sei es auch für das erste Cloud-ECM von Triumph-Adler geplant.

1957 erwarb Max Grundig die Aktienmehrheit der Triumph- sowie der Adlerwerke und fügt die Unternehmen schrittweise zusammen.

Reseller-Plattform in Planung

IT-Reseller werden dann mit Yuuvis RAD as a Service die ECM-Cloud aus deutschen oder europäischen Rechenzentren unkompliziert im Mittelstand anbieten können, ohne selbst größere Investitionen tätigen. „Die Umsetzung des SaaS-Angebots bleibt zwar in der Hand von UTAX“, erläutert der Manager. Das Pricing im Channel bestimme aber der Partner, sagt Rheindt und konkretisiert: „Er definiert die Marge. Genauso wie weitere Services, die er möglicherweise zusätzlich anbieten möchte.“ In Zukunft wolle man bei TA die Partner aber noch mehr dazu befähigen, diese digitalen Produkte unabhängiger und flexibler bereitzustellen. Hierfür arbeite man bereits an einer entsprechenden Plattform.

Hintergrund

Historisch zusammengewachsen

1898 produzieren die Adlerwerke als erste Fabrik in Deutschland Schreibmaschinen. Im Jahr 1909 stiegt Triumph dann ebenfalls in das Schreibmaschinengeschäft ein und löst sich wenige Jahre danach vom englischen Mutterunternehmen. Bis in die 1950er stellte Triumph neben Schreibmaschinen unter anderem auch Fahrräder, Motorräder und Autos her. Trotz der Größe zeigte sich der Konzern wendig und flink, wenn es darum geht, neue, lukrative Märkte anzugehen. Die IT rückte vor rund einem Vierteljahrhundert in den Fokus: 1999 wurde UTAX gekauft und das Unternehmen umgebaut, mit der Marschroute Büro: Imaging, Drucken, Faxen und Archivieren gewann an Bedeutung. Der japanische Kyocera-Mita-Konzern kaufte sich ein (heute Kyocera Document Solutions) und agiert fortan als Großaktionär und strategischer Partner. Über die Marke UTAX adressiert TA den Fachhandel. Das TA-Produktportfolio umfasst Hardware-, Software- sowie IT-Service-Lösungen rund um Dokumente.

(ID:49326261)

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung