Herrmann Leittechnik entwickelt Extranet mit umfassender Projektunterstützung Von der Arbeitszeiterfassung bis zum Mitarbeiterportal

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS/ Dr. Andreas Bergler / Dr. Andreas Bergler

Aus Gebäuden intelligente Gebäude zu machen, so lautet die Mission der Herrmann GmbH & Co. KG aus dem schwäbischen Plüderhausen. Das hausintern entwickelte Extranet-Portal Hercon Projekt Zeit bietet hierfür umfassende Projektunterstützung. Die technologische Plattform bildet Visual WebGui, ein Open-Source-Framework von Gizmox.

Aus dem Extranet schuf Herrmann eine umfassende Mitarbeiter-Plattform.
Aus dem Extranet schuf Herrmann eine umfassende Mitarbeiter-Plattform.

Ende 2007 ging es bei Herrmann nicht viel anders zu als in den meisten mittelständischen Betrieben, erinnert sich Walter Greiner, Entwicklungs-Ingenieur bei Herrmann. „Jeder einzelne Mitarbeiter musste wochenweise einen Excel-Erfassungsbogen mit den geleisteten Arbeitsstunden ausfüllen, ausdrucken und unterschreiben und dann bei seinem Teamleiter abgeben. Der hat die Angaben dann geprüft, abgezeichnet und an die kaufmännische Abteilung weitergeben, wo die Zeiten nach erneuter Prüfung wieder abgetippt wurden, bis sie endlich in unserem ERP-System KWP landeten.“ So wurde mindestens eine halbe Arbeitsstelle nur für die Erfassung bereits elektronisch vorliegender Daten aufgewendet. Außerdem war das Vorgehen bei oft zehn oder 20 Buchungen pro Mitarbeiter und Woche ausgesprochen fehlerträchtig.

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Aus diesem Grund erhielt Greiner zum Jahreswechsel den Auftrag, eine Projektdatenerfassung für den hausinternen Einsatz zu entwickeln. Allerdings mit der Vorgabe, dass die grundlegenden Arbeitsabläufe gleich bleiben sollten: Wochenbasierte Erfassung, Prüfung durch den Teamleiter, dann die kaufmännische Prüfung, schließlich die Übergabe an die KWP-Software. Nur sollten die einzelnen Schritte nicht mehr separat erfolgen, sondern eine durchgängige Software-Unterstützung erfahren. Die Erfassungsmaske etwa musste nicht nur sicherstellen, dass alle Arbeitszeiten vollständig und lückenlos eingetragen werden, sondern durch direkten Zugriff auf die KWP-Datenbank auch dafür sorgen, dass nur die momentan aktiven Projekte zur Auswahl angeboten werden.

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Eigentlich wären diese Vorgaben für das Entwicklungsteam leicht zu realisieren gewesen – schließlich verfügten Greiner und seine Kollegen über langjährige Erfahrungen in der Windows-Programmierung. Gegenüber früheren Projekten kam hier jedoch noch die Herausforderung hinzu, dass die Mitarbeiter auch vor Ort beim Kunden, zuhause oder mobil Zugriff auf die neue Applikation haben sollten. Ohne durchgehende VPN-Anbindung an das Firmennetz kam also nur eine echte Web-Anwendung infrage. „Diese mit Visual Studio und ASP.NET in HTML zu entwickeln, war für uns allerdings kein gangbarer Weg“, berichtet Greiner. „Für jede halbwegs anspruchsvolle datenbankorientierte Aufgabenstellung wird die Komplexität damit einfach viel zu groß.“

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie die Web-Programmierung ohne HTML-Komplexität gelang.

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