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IT-Zeitmaschine Von 3,5-Zoll-Disketten zu Terabytes in der Cloud

Autor: Dr. Stefan Riedl

Vor 26 Jahren hat Dr. Michael Berger, Geschäftsführer bei DocuWare, Linux mit 100 3,5-Zoll-Disketten installiert. Für die Zukunft schwebt Berger ein hoher Automatisierungsgrad vor und geht davon aus, dass Terabyte eine vergleichsweise kleine Speichereinheit sein wird.

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Dr. Michael Berger, Geschäftsführer bei DocuWare
Dr. Michael Berger, Geschäftsführer bei DocuWare
(Bild: DocuWare)

Was kommt Ihnen spontan in den Sinn, wenn Sie an die IT in den letzten 25 Jahren denken?

Berger: Dass ich 1993 meine erste E-Mail-Adresse bekommen habe und wahnsinnig stolz darauf war. Kurz darauf erhielt ich meinen ersten Laptop – dieser war riesig und schwer im Verhältnis zu den heutigen Notebooks, mit spärlichem Innenleben versehen und kleinem Bildschirm, doch damals etwas Besonderes. Ein Mobiltelefon komplettierte in den 90er meine „moderne“ IT-Ausrüstung bei Siemens Corporate Technology. Ziemlich wuchtig, nur Zahlen konnten angezeigt werden, ohne Kamera und 64 KByte Speicherplatz für Applikationen. Heute ist es für mich fast unfassbar, dass ich vor 26 Jahren Linux mit 100 3,5-Zoll-Disketten mit je 1,4 MByte installiert habe. Inzwischen speichern wir Terabytes an Daten in der Cloud.

Welche Zukunftsvision schwebt Ihnen für die IT in 10 Jahren vor?

Berger: Ich bin davon überzeugt, dass Anwendungen immer einfacher zu implementieren und zu integrieren sein werden. Der Anwender muss sich keine Gedanken mehr machen, da das System mitdenkt. Heute sprechen wir davon, dass Prozesse einfach zu automatisieren sind, in 10 Jahren laufen sie automatisiert ab und agieren situationsbedingt, ohne dass manuelle Eingriffe erforderlich sind. Noch haben viele Unternehmen Zweifel an der Cloud, in einem Jahrzehnt wird es kaum noch On-Premises-Systeme geben. Und Terabyte wird eine kleine Speichereinheit sein.

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Über den Autor

Dr. Stefan Riedl

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Leitender Redakteur