Neuerungen im Partnerprogramm VMware und die disruptive Cloud-Ära

Von Dr. Stefan Riedl 3 min Lesedauer

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VMware nutzt das Partnerprogramm dafür, den Weg hin zu Subscription in der Monetarisierung und Software as a Service in der Bereitstellung, zu ebnen. „Partner Connect“ belohnt derlei Engagement und darüber hinaus Teamwork sowie vertriebliche Vorleistung – auch bei Nicht-Abschluss.

Virtualisierung ist ein wichtiges Element der Cloud-Ära.(Bild:  ArtemisDiana - stock.adobe.com)
Virtualisierung ist ein wichtiges Element der Cloud-Ära.
(Bild: ArtemisDiana - stock.adobe.com)

Virtualisierungspionier VMware hat am Partnerprogramm „Partner Connect“ gefeilt. Nun bildet ein Punktesystem den Status der Partner ab. Hierbei spielen auch Anreize eine Rolle, mit denen ­VMware die Partnerlandschaft weiterentwickeln und „zukunftssicher aufstellen“ will, wie es Brigitte Orth, Channel Director, VMware Deutschland, formuliert. Relevant sind hierfür klassischerweise die abgelegten Zertifizierungen.

Proof-of-Concept-Arbeit wird belohnt

Es winken aber auch Punkte für Projekte aus dem Subscription-, SaaS- und Multicloud-Umfeld – eben jenes Segment, das VMware zu fördern gedenkt. „Die Deployments pro Jahr spielen rein, aber auch Proof-of-Concept-Arbeit (PoC) wird im Rahmen des Partnerprogrammes belohnt. Mit dem Partnerprogramm unterstützen wir die Umsetzung des Customer Lifecycles durch unsere Partner“, sagt Orth. Mit Belohnungen für erstellte PoCs vergütet VMware Vertriebsarbeit, auch wenn es zu keinem Abschluss kam.

Das angepasste Partnerprogramm ‚Partner Connect‘ bildet das Business von VMware ab und nimmt die Partner mit auf den Weg hin zu Subscription und SaaS, also allgemein gesagt, auf den Weg in die Cloud.

Brigitte Orth, Channel Director, VMware Deutschland

Teamwork wird gefordert

Auch Teamwork wird belohnt: „Wir fördern aktiv die Zusammenarbeit und Vernetzung innerhalb unseres Partner-Ökosystems, denn dies ermöglicht Spezialisierung.“ ­Angenommen, Partner A ist sehr erfahren in der Lizenzoptimierung und arbeitet mit Partner B eng zusammen, der technische Expertise aufweist, so wird das im Rahmen des Partnerprogramms gefördert. Im Zweifel hilft aber auch VMware bei Bedarf in technischen Fragestellungen in Projekten mit SE-Unterstützung (Software Engineering) aus.

Fünf Partnerstufen

Partner Connect ist in fünf Layer, beziehungsweise Partnerstufen, gegliedert: Neue Partner starten in der Kategorie „Community“. Wurden bereits erste Projekte absolviert, steht die „Select“-Stufe ­offen. Mehr technische Expertise und eigene Projekterfolge eröffnen den Weg zur Stufe „Advanced“. Sehr versierte Partner mit tiefem technischen Knowhow, die eigenständig auch komplexe Projekte vorantreiben, können „Principal“-Partner werden. VMware-Partner, die darüber hinaus auch europaweit oder allgemein gesprochen international aufgestellt sind, können den Pinnacle-Status annehmen. Hier gibt es spezielle Teams, die aus den USA heraus im Tagesgeschäft helfen. Hierzulande gibt es derzeit nur drei solcher Partner: Bechtle, SoftwareOne und SVA.

Kein Vertrags-Addendum mehr

Brigitte Orth, Channel Director, VMware Deutschland(Bild:  VMware)
Brigitte Orth, Channel Director, VMware Deutschland
(Bild: VMware)

Die wichtigsten Neuerungen sind aus Sicht von Orth, „dass nun ein Programm alle Partnertypen abdeckt, was wir früher ­jeweils mit einem Vertrags-Addendum geregelt haben.“ Das Punktesystem bewerte ­darüber hinaus im Vergleich mit einem rein tabellarischen Vorgehen stärker nach Leistung und gibt VMware bessere Steuerungsmöglichkeiten. „Das gilt auch für die neuen Incentives und Benefits, mit denen VMware mehr Möglichkeiten hat, die Leistung der Partner zu fördern“, ergänzt die Channel-Chefin. Zu den unterstützten Geschäftsmodellen gehören jetzt:

  • Solution Reseller (Wiederverkauf von VMware-Software und -Service)
  • Solution Services Provider (Services vor und nach dem Verkauf mit Schwerpunkt auf Beratung)
  • Cloud Services Provider (Cloud- und Managed Services)
  • Solution Builder (VMware-Technologie in das eigene Softwareangebot implementieren)

Dashboard für das Tagesgeschäft

Über das Partnerportal haben VMware-Partner nun zudem die Möglichkeit, auf ein tagesaktuelles Dashboard zuzugreifen, das einen schnellen Überblick darüber liefert, wo er steht – was erwirtschafteten Umsatz angeht, aber beispielsweise auch mit Blick auf den aktuellen Status bei laufenden ­Incentives.

Die Cloud-Ära stößt auch in der Struktur der Partnerlandschaft Änderungen an. MSPs spielen bei VMware eine zunehmend wichtige Rolle. „Wir verzeichnen in diesem Segment ein großes Umsatzwachstum“, ­bestätigt die Managerin.

Multi-Cloud-Beobachtungslösung

Auch das Produktportfolio geht in diese Richtung. Mit „VMware Aria Operations“, einer Multi-Cloud-Beobachtungslösung) können IT-Teams und Dienstleister die Infrastruktur, Kubernetes-Umgebungen und Anwendungen im Auge behalten. Ziel ist es, den Dschungel an Tools in diesem Umfeld im Sinne einer einheitlichen Plattformansicht zu lichten.

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