Expertenrunde bei IT-BUSINESS deckt Chancen und Probleme auf Virtualisierung – ein Wachstums-Markt sucht Spezialisten

Redakteur: Heidemarie Schuster

Welche Chancen bieten Virtualisierung und Cloud Computing mittelständischen Resellern? Wo liegen die Probleme und Risiken? Darüber diskutierten Branchen-Kenner mit IT-BUSINESS.

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Zehn Experten diskutierten mit IT-BUSINESS beim Virtualisierungs-Roundtable.
Zehn Experten diskutierten mit IT-BUSINESS beim Virtualisierungs-Roundtable.
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Virtualisierungsmarkt verändert sich kontinuierlich. Momentan scheint es, als habe sich die Server-Virtualisierung bereits etabliert und nun sei die Zeit für Desktop-Virtualisierung gekommen. Doch wo steht die Entwicklung heute beim mittelständischen Endkunden und wofür ist er bereit zu investieren? Mit dieser Frage eröffnet Diskussionsleiterin Regina Böckle den Virtualisierungs-Roudtable von IT-BUSINESS.

Christian Hauck, Geschäftsführer bei EDV-Hauck, betreut Kunden mit bis zu 50 Mitarbeitern: „Keiner meiner Kunden denkt über das Thema Virtualisierung als eigenständiges Thema nach. Der Kunde hat ein Problem, das zu lösen ist, und wir als Systemhaus sind dazu da, ein Konzept vorzulegen. Dieses Konzept kann Virtualisierung beinhalten, muss es aber nicht. Durch Einsparung von Hardware-Investitionen können wir die Virtualisierung beim Kunden relativ gut platzieren.“

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Dass Einsparungen eine wichtige Rolle spielen und Virtualisierung rechtfertigen, darüber sind sich die Experten einig. Norbert Günther, Director VMware Competence Center beim Systemhaus AddOn, führt ein weiteres Argument zugunsten der Virtualisierung an: „Wir sind heute in der Lage, damit Enterprise-Applikationen zu hosten. Denn wo schmerzt es den Kunden am meisten? Wenn die Groupware oder das SAP-System nicht laufen. Für Power-Anwendungen wie diese waren früher große Server notwendig. Heute lassen sich diese virtualisieren, auch die Hardware ist schneller geworden“, so Günther weiter. „Da sich selbst Anwendungen wie SAP in eine virtuelle Maschine packen lassen, erkennt dann der Kunde, dass sich Virtualisierung auch für Enterprise-Applikationen eignet.“ Udo Schillings, Marketing Manager bei ADN ist überzeugt: „Wer noch nicht eingestiegen ist in den Virtualisierungs-Markt, sollte dies dringend tun.“

Alexander Pickert, Account Manager bei Magirus, sieht die Hochverfügbarkeit als Verkaufsargument, die dazu noch zu einem günstigen Preis realisierbar ist: „Natürlich ist ein Clustering bei klassischen Applikationen möglich. Aber mit Virtualisierungs-Technologien ist es sehr leicht umsetzbar und somit ist die Hochverfügbarkeit auch für kleine Unternehmen finanzierbar.“ Hauck hält hier dagegen, dass in kleinen Unternehmen Hochverfügbarkeit keinen hohen Stellenwert genießt: „Kleine Unternehmen haben andere Bedürfnisse.“

Wo es Probleme bei der Umsetzung der Virtualisierungs-Projekte gibt, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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