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Business Continuity Disaster Recovery

Virtual Standby für den Notfall

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Im Notfall muss schnell wieder ein lauffähiges Produktivsystem aufgebaut werden.
Im Notfall muss schnell wieder ein lauffähiges Produktivsystem aufgebaut werden. (Bild: Free1970 - stock.adobe.com)

„Du musst den Brunnen graben, bevor du Durst hast“, heißt es so schön. Übertragen auf das „Business Continuity Disaster Recovery“ lässt sich formulieren: Du musst boot-bereiten Ersatz für Produktivsysteme vor dem Notfall einrichten.

Die Ansprüche an die Datenverfügbarkeit im digitalen Zeitalter sind gestiegen. So ­waren in den 90er-Jahren Disaster-Recovery-Strategien auf Wiederherstellungszeiten in Tagen und Wochen ausgelegt. In den 2000ern ging es dann um Tage oder Stunden. Und inzwischen zählen Minuten und Sekunden. So beschreibt Rüdiger Frank, Partner Account Manager und Distribution Manager Germany bei Arcserve, den Lauf der Dinge. Sein Arbeitgeber ist jetzt bei UDP 7 angekommen, der neuesten Version der Disaster-Recovery-Lösung, die als Software wie auch mit einer Hardware-­Appliance geordert werden kann. Wenn man so will, schlägt die neue Version Brücken zwischen IT-Welten, denn „sie unterstützt dabei sowohl On-Premises- als auch Public-Cloud-, Private-Cloud- und hybride Cloud-Ansätze“, so Frank. „Mit einer ­Erweiterung ist es zudem möglich, Cloud-Speicher zu nutzen.“ Diesen Cloud-Space. beziehungsweise Speicherplatz in Disaster-Recovery-Rechenzentren, muss der Kunde entweder von Arcserve oder bei ­einem Cloud-Provider dazukaufen.

Produktivsysteme im „Virtual Standby“

Rüdiger Frank ist Partner Account Manager und Distribution Manager Germany bei Arcserve
Rüdiger Frank ist Partner Account Manager und Distribution Manager Germany bei Arcserve (Bild: Arcserve)

Frank erläutert: „Wir haben 759 Arcserve-Kunden aus Deutschland, UK und USA ­befragt. Dabei kam unter anderem heraus, dass 45 Prozent der IT-Ausfälle auf Hardware-Fehlern beruhen. 74 Prozent sind sich nicht sicher, dass sie bei einem Ausfall das System sofort wieder hochfahren können. Und 56 Prozent der IT-Teams in den ­befragten Unternehmen setzen zwei oder mehr Backup-Lösungen ein.“ Hier will das Unternehmen ansetzen: Eine Business-Continuity-Disaster-Recovery-Lösung, kurz BCDR, wie UDP 7, habe den Anspruch ganze Produktivsysteme für den Notfall auch auf „Virtual Standby“ zu halten. „Wenn Sie so wollen, geht es also auch ­darum, beispielsweise in VMware oder ­HyperV-Umgebungen, in einem AWS- oder Azure-Umfeld Backup-Systeme in einem nicht-gebooteten Zustand boot-bereit zu halten, damit im Notfall das Geschäft ­zügig wieder aufgenommen werden kann“, so der Arcserve-Manager.

Agentenlos über Proxy-Server

Aus Disaster-Recovery-Sicht kann zwischen On-Premises-Workloads, unstrukturierten Daten auf NAS oder SAN oder allgemeinen Datenbanken, Cloud Workloads und Cloud-SaaS-Systemen unterschieden werden. Arcserve bietet nun für alle möglichen Elemente eine einheitliche Lösung aus einem Dashboard heraus an. Dabei arbeitet UDP 7 auf Snapshot-Basis. Neu an Version 7 ist unter anderem, dass auch Daten aus Office-365-Umgebungen (also Sharepoint, MS Exchange, Outlook und OneDrive for Business) sowie aus Nutanix-Umgebungen heraus gesichert und wiederhergestellt werden können. „Nutanix, im Hardware-Bereich als Nummer zwei im Bereich ­hyperconverged Infrastructure nach Dell und als Nummer eins im Software-Bereich, ist wegen der Bedeutung im Markt ein strategisch wichtiger Kopperationspartner für uns“, verrät Frank. Arcserve arbeitet auch ohne zu installierende Agenten. Dahinter steht eine Technologie, die entweder über einen Proxyserver oder direkt über die Storage-APIs – beispielsweise von VMware – den Backup/Restore-Prozess steuert. Eine herkömmliche, agentenbasierte Sicherung von VMs oder physischen Servern ist ebenfalls in der Lösung enthalten, falls der Kunde es wünscht. „Das Feature ‚Assured ­Recovery´ sorgt dafür, dass im Hintergrund automatisiert getestet wird, ob die Daten konsistent sind, so dass ein Backup für den Fall der Fälle auch wirklich wieder hergestellt werden kann.“

Der Channel gewinnt für Arcserve an ­Bedeutung. Vor diesem Hintergrund wird gerade personell aufstockt, um das Partnernetz mit etwa 500 Partnern in Deutschland weiter auszubauen.

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