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4. Berliner Digital Dialog Vier Maßnahmen für mehr Cybersicherheit

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Der Allianz-Konzern versichert gegen Cyberbedrohungen und hilft im Falle des Falles mit Experten in der Not. Auf dem „Berliner Digital Dialog“ stellt das Allianz Global Corporate & Specialty Untersuchungen zur Cyber-Bedrohungslage vor. Das Problem ist ernst, dabei gibt es Lösungen.

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Das Thema „Cyber“ ist laut Allianz Risk Barometer 2020 eines der größten Geschäftsrisiken weltweit und in Deutschland.
Das Thema „Cyber“ ist laut Allianz Risk Barometer 2020 eines der größten Geschäftsrisiken weltweit und in Deutschland.
(Bild: Seventyfour - stock.adobe.com)

Der „Berliner Digital Dialog“ (BDD), der aus der Versicherungswirtschaft heraus organisiert wird, hat sich auf die Fahne geschrieben, Chancen und Risiken der Digitalisierung zu besprechen. Der vierte BDD wurde von Berlin nach München verlegt – wegen der aktuellen Einschränkungen im Corona-Kontext in Berlin.

Vor dem Hintergrund der gestiegenen Anzahl an Hackerangriffen in Deutschland, die laut Bundeskriminalamt in den vergangenen Monaten einen Höchststand erreichte, schaffe die Coronakrise mit dem einhergehenden Trend zum Homeoffice einen perfekten Nährboden für Cyberkriminalität. „Dabei würden oftmals einfachste Maßnahmen ausreichen, um Cyberangriffe auf deutsche Unternehmen abzuwehren“, sagte Bettina Dietsche, Vorstandsmitglied der Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS).

Allianz Risk Barometer 2020

„Cyber-Szenarien“ sind laut Allianz Risk Barometer 2020 eines der größten Geschäftsrisiken weltweit, so auch in Deutschland. Den Vormarsch der Cyberkriminalität registriert die AGCS auch als Versicherer: Zu jeder vierten Cyberpolice, die in Deutschland verkauft werde, gibt es im Schnitt einen gemeldeten Schaden. Vor zwei Jahren war es noch jede zehnte Police.­

In der Praxis könnten aber gerade einmal zehn Prozent aller deutschen Unternehmen einen Haken hinter die vier wichtigsten Maßnahmen machen, die Schlimmeres verhindern, lautete eines der Resümees auf der Veranstaltung.

Vier Punkte

Die Cybersicherheitslage in der deutschen Wirtschaft ließe sich deutlich erhöhen, würden IT-Verantwortliche in deutschen Unternehmen folgende vier Punkte abhaken können:

  • die Existenz eines umfassenden und nicht modifizierbaren Backups,
  • das zeitnahe Einspielen von Sicherheitsupdates,
  • regelmäßiges IT-Sicherheitstraining für alle Mitarbeiter und die
  • umfassende Vorbereitung auf den Ernstfall.

Letztere kann beispielsweise in Form eines Cyber-Reaktionsplanes hergestellt werden. „Diese Maßnahmen sind nicht einmal sonderlich kompliziert oder teuer“, betont Dietsche. „egelmäßige Schulungsmaßnahmen der Mitarbeiter sind beispielsweise recht einfach aufzusetzen und bringen einen deutlich positiven Effekt.“

Zahlreiche Schäden im Millionenbereich

Durch die Brille eines Versicherers gesehen, liegen zahlreiche Schäden in Deutschland mittlerweile im Millionenbereich. Einige Unternehmen in Deutschland beklagen gleich mehrere Cyber-Schadenfälle mit unterschiedlichen Ursachen pro Jahr.

Auf dem BDD ging Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), auf die Bedrohungslage in Deutschland ein. AGCS-Schaden-Vorstand Thomas Sepp und Thomas Fetten, CEO Deutsche Telekom Security, erklärten, wie Technologie und Versicherungsschutz bei Cyber-Angriffen zusammenwirken können. Jürgen Hahn, ehemaliger CFO der Marc O'Polo AG, beschrieb den Ablauf eines Cyberangriff aus der Perspektive eines Betroffenen.

Interessierte können sich die Veranstaltung auf Youtube ansehen:

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Über den Autor

Dr. Stefan Riedl

Dr. Stefan Riedl

Leitender Redakteur