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Github Sponsors Viele Entwickler und ein offener Quellcode

| Autor: Dr. Stefan Riedl

In der Welt der offenen Quellcodes ist Github eine feste Größe. Ein Manager der Plattform erläutert die verschiedenen Versionen der Plattform und wie man sich über „Github-Sponsors“ langfristig auch als Open-Source-Finanzierungsplattform etablieren will.

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Weltweit arbeiten rund 50 Millionen Entwickler mehr oder weniger intensiv mit der Github-Plattform.
Weltweit arbeiten rund 50 Millionen Entwickler mehr oder weniger intensiv mit der Github-Plattform.
(Bild: profit_image - stock.adobe.com)

Wenn viele Köche den Brei verderben würden, wie es ein Sprichwort nahe legt, dann würden in Großküchen keine essbaren Speisen entstehen – zumindest kein ­genießbarer Brei. Der wahre Kern dieser Aussage liegt wohl darin, dass sich zu viele Akteure gerne im Kleinklein verlieren und Projekte zum scheitern bringen, wenn nicht koordiniert zusammengearbeitet wird (was in Großküchen aber wiederum der Fall ist).

Koordination

Wenn man so will, leistet Github Koordinationsarbeit, wenn viele Entwickler an ­gemeinsamen, offenem Quellcode arbeiten. Vieles dreht sich hier um Repositorys, die es unter anderem zur Versionsverwaltung und als Speicherort für Software­pakete samt zugehöriger Metadaten (Software-Repository) gibt. Die 2018 von Microsoft übernommene Github stellt Entwicklern Werkzeuge zur Verfügung, die ­eine Infrastruktur für Repositorys für die Projektarbeit an Open-Source-Software bilden. Marko Berković ist Regional Director South EMEA bei Github und gibt einen Überblick über die kostenfreien und kostenpflichtigen Angebote der Plattform.

Die vier Versionen

Wie der Manager ausführt, umfasst „Github Free“ seit April diesen Jahres alle Kernfunktionen von Github für Einzelpersonen und Teams kostenlos, „einschließlich der Möglichkeit, unbegrenzt öffentliche und private Repositories zu erstellen und diese mit einer beliebigen Anzahl von Personen zu teilen“. Zu den kostenpflichtigen Angeboten zählen „Github Team“, „Github Enterprise“ und „Github One“. Das Team-Angebot enthält alle Funktionen von Github Free, bietet aber mehr Sicherheits- und Kollaborationsfunktionen. Die Enterprise-Version „ist in der Cloud oder vor Ort verfügbar und bietet Unternehmen erweiterte Compliance-, Sicherheits- und Automatisierungsfunktionen“. Und „Github One“ schließlich sei „unsere umfassendste Lösung für Unternehmen mit leistungsstarker Analytik, Workflow-Automatisierung, unvergleichlicher Sicherheit und kontinuierlichem Lernen“, führt Berković aus.

Finanzierung

„Die Github-Community und Organisationen profitieren von dem kollektiven Wissen und der Innovation durch Open Source. Es wird jedoch leicht vergessen, dass es Arbeit erfordert, dieses Wissen zu koordinieren, zu pflegen und zu teilen“, so der ­Regional Director. Zudem hätten in den meisten Fällen Open-Source-Maintainer – also Projektbetreuer – nicht alle Werkzeuge und Unterstützung, die sie für den ­Erfolg benötigen. „Deshalb haben wir letztes Jahr Github-Sponsors ins Leben gerufen“, sagt Berković. So sei es möglicht die Personen und Organisationen, die die Open-Source-Projekte, direkt auf GitHub entwerfen, bauen und pflegen, finanziell zu unterstützen, beispielsweise mit monatlichen Zahlungen, die direkt vom Github-Profil oder einem Open-Source-Projekt aus eingerichtet werden können. Letztendlich gehe es darum, Github nicht nur als Infrastruktur für Code und Projektmanagement zu ­betreiben, sondern auch als finanzielle ­Infrastruktur aufzubauen.

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Über den Autor

Dr. Stefan Riedl

Dr. Stefan Riedl

Leitender Redakteur