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Neue Kollektion für besseren Datenfluss Versandhaus Heine erneuert Infrastruktur

| Redakteur: Sarah Gandorfer

Das traditionsreiche Versandhaus Heinrich Heine hat in den vergangenen Jahren seine IT-Strukturen gründlich überarbeitet. Ausfallsicherheit und Lastverteilung für die Oracle-Datenbanken standen dabei insbesondere im Fokus.

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Das Firmensitz von Heine ist in Karlsruhe.
Das Firmensitz von Heine ist in Karlsruhe.
( Archiv: Vogel Business Media )

Auf dem Firmenfest will Frau Maier besonders hübsch aussehen und bestellt das schicke, dunkelviolette Kleid aus dem Heine-Katalog. Im Versandhaus werden sofort alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das Kleidungsstück schnellstmöglich der Kundin zuzusenden. Bei diesem logistischen Akt muss die IT entsprechend mitspielen.

Früher sah es dabei in der IT-Welt bei der Heinrich Heine GmbH in Karlsruhe folgendermaßen aus: Es gab rund 20 Server für ebenso viele Datenbanken, und jeder Fachbereich kümmert sich um seinen eigenen Systembetrieb. Dann planten die Verantwortlichen allerdings ein groß angelegtes Konsolidierungsprojekt. In diesem Rahmen zentralisierte man im ersten Schritt die IT-Aktivitäten organisatorisch. Im Nachgang wurde in einem mehrstufigen strategischen Prozess das technische Umfeld harmonisiert. Heine nahm dazu das Karlsruher Systemhaus Hunkler mit ins Boot, das als erster offizieller Oracle-Partner in Deutschland bereits weit reichende Projekterfahrung in dieser Größenordnung besitzt.

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Das Thema Ausfallsicherheit stand ganz oben auf der Liste. „Bis dato hatten wir die meisten Datenbanken rein logisch über Oracle Server Tool Export gesichert“, erklärt Ralf Kallenborn, Leiter der Abteilung Entwicklung und Datenbanken bei Heine. „Das heißt, wir haben das Abbild eines Datenbestands genommen, der den Zeitpunkt x repräsentiert. Bei einem Serverausfall danach wären alle zwischenzeitlichen Dateiänderungen verloren gegangen.“

Zunächst bewegten sich die Planungen in Richtung Oracle Data Guard. „Das Tool ermöglicht den einfachen Rollentausch bei geplanter und unvorhergesehener Downtime“, erklärt Andreas Karlin, Consultant bei Hunkler. „Eine Standby-Datenbank übernimmt den produktiven Betrieb von der primären Datenbank. Speichert man alle Transaktionen seit dem letzten Sicherungszeitpunkt in einem Journal, kann man sie auf der primären Datenbank per Online-Redo-Funktion einfach nachziehen, so dass dort wieder der aktuelle Datenstand erreicht wird. Damit sind eigentlich alle Anforderungen für die Verfügbarkeit erfüllt.“

Hohes Lastaufkommen

Dennoch kamen die Planer zu dem Entschluss, einen anderen Weg einzuschlagen. „Bei Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit wären wir auch mit Data Guard bestens gefahren“, bestätigt Ralf Kallenborn. „Ein weiterer zentraler Punkt für uns war jedoch die Lastverteilung. Und da hätte die Lösung nicht weit genug gegriffen.

Die Bedeutung dieses Themas ergibt sich aus den Zuständigkeiten des Karlsruher IT-Bereiches. Er betreibt unter anderem eine vom Zoll zertifizierte Anwendung, die alle Aus- und Einfuhren für den gesamten Otto-Konzern regelt, zu dem das Versandhaus seit 1976 gehört.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr über die Lastenverteilung.

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