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Netzausbau in Deutschland Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser genehmigt

Autor: Ann-Marie Struck

Die beiden Netzbetreiber Inexo und Deutsche Glasfaser haben sich zur „Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser“ zusammengeschlossen. Hinter der Gruppe stehen die Investoren EQT und OMERS. Das Ziel: 6 Millionen Glasfaser-Anschlüsse.

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Glasfasern werden zur optischen Übertragung von Daten verwendet.
Glasfasern werden zur optischen Übertragung von Daten verwendet.
(Bild: © nikkytok - stock.adobe.com)

Es gibt Aufschwung für das deutsche Glasfasernetz. Die zuständigen Wettbewerbsbehörden haben den Erwerb von Deutsche Glasfaser durch die Investoren EQT und OMERS genehmigt. Zusammen mit Inexo bilden die beiden Netzbetreiber ab sofort die „Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser“. Die Gruppe plant in den nächsten Jahren 7 Milliarden Euro zu investieren und mehr als 6 Millionen Glasfaseranschlüsse für Privathaushalte, Unternehmen und staatliche Einrichtungen in Deutschland zu bauen. Die beiden deutschen Netzverbände VATM und Breko befürworten den Zusammenschluss.

VATM: Schub für deutsche Netze

Der Telekommunikationsverband VATM begrüßt die Genehmigung. In der öffentlichen Stellungnahme heißt es: „Das wird dem privatwirtschaftlichen Glasfaserausbau in Deutschland einen enormen Schub geben und den Infrastrukturwettbewerb weiter beleben." Besonders wichtig sei dabei, dass die Investoren verstanden hätten, dass es ökonomisch sinnvoll sei, sich auf die un(ter)versorgten weißen und grauen Flecken in den ländlichen Bereich zu konzentrieren." Nach Ansicht des Telekommunikationsverbandes seien mit der neuen Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser, Vodafone und EWE TEL die drei Unternehmen im VATM-Präsidium vertreten, die den Gigabit-Ausbau in Deutschland in den nächsten Jahren maßgeblich vorantreiben werden.

Breko: Treiber des Glasfaserausbaus

Aber auch der Glasfaserverband Breko bewertet den Start „als ein Zeichen für die Leistungsfähigkeit des eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbaus in Deutschland." Dr. Stephan Albers, Geschäftsführer bei Breko, sieht den Startschuss für die neue „Glasfaserfabrik“ als eine Bestätigung, dass die Breko-Unternehmen die maßgeblichen Treiber des echten Glasfaserausbaus sind. Zugleich ist Albers auch bewusst: „Dort wo es nicht anders geht, brauchen wir eine ergänzende staatliche Förderung, allerdings nicht mit der ‚Gießkanne‘, sondern punktgenau für die immer noch unterversorgten Gebiete.“

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 Ann-Marie Struck

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Redakteurin