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Qualifikationsmanagement mit Skeddle Über Kartoffelsalat zu Qualifikationen

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Das Startup Skeddle startete mit einer App für die Planung von Grillfeiern oder Ausflügen. Inzwischen wird damit „Qualifikationsmanagement“ betrieben. Zielgruppe sind letztlich alle Branchen, in denen es Fortbildungen zu organisieren gibt.

Mitarbeiter-Qualifikationen können in einem Unternehmen per Excel gemanaged werden – es gibt aber Alternativen.
Mitarbeiter-Qualifikationen können in einem Unternehmen per Excel gemanaged werden – es gibt aber Alternativen.
(Bild: tomertu - stock.adobe.com _ Skeddle - (M) Carin Boehm)

Skeddle wurde vor vier Jahren gegründet. Als Startup brachte das Unternehmen eine App für private Event- und Gruppenplanung auf den Markt, mit der Grillfeiern oder Ausflüge organisiert werden konnten. „Wer bringt was mit et cetera. Kartoffelsalatmanagement, wenn man so will“, witzelt Michael Kaufmann, Gründer und Gesellschafter bei Skeddle. „Schnell hatten wir dann Akteure aus dem Direktvertrieb, die nach dem Prinzip von Tupperware- oder Thermomix-Partys arbeiten, auf dem Radar.Für sie haben wir die Lösung angepasst.“

Selbstfindung

Eine entscheidende Station für die Entwicklung des Unternehmens waren die Bedürfnisse von Versicherungsmaklern. Vor dem Hintergrund einer europäischen Versicherungsmaklerrichtlinie müssen Versicherungsvermittler – wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen – mindestens 15 Stunden Fortbildung im Jahr absolvieren. „So kamen wir zu unserem heutigen und eigentlichen Unternehmenszweck, dem software-gestützten Qualifikationsmanagement“, blickt Kaufmann zurück. „Der organisatorische Bedarf bei Fortbildungen ist teilweise immens“, so der Startup-Gründer. Bei der Auswahl der Weiterbildung stellen sich Fragen:

  • In welchem Bereich ist der zu Schulende tätig?
  • Welche Schulungen wurden bereits gemacht?
  • Wie bauen die Schulungen aufeinander auf?
  • Welche Standorte kommen in Frage?

Mit einem Versicherungsunternehmen, das bis dahin derlei Fragestellungen mit Excel-Tabellen gelöst hatte, wurde der Proof-of-Concept erbracht und das Ganze in SaaS-Manier umgesetzt. Skeddle, als Tool für Qualifikationsmanagement, schlägt automatisiert dem so genannten Schulungsleiter in einem Unternehmen – man könnte auch Power-User sagen – die Teilnehmer vor, die für die entsprechende Schulung in Frage kommen. Ferner wird die Organisation der Schulungen digitalisiert, indem Teilnehmerlisten erstellt, die Korrespondenz unterstützt, Zertifikate versendet und ein Feedbackprozess zur Bewertung der Weiterbildung angeboten wird.

IT-Channel ist gefragt

Zu Beginn setzte man bei Skeddle rein auf Direktvertrieb, „aber jetzt gilt es die vertrieblichen PS auf die Straße zu bringen. Dafür wollen wir die Multiplikatorwirkung des IT-Channels nutzen. Parallel laufen Gespräche mit einer großen Systemhausgruppe und einem großen Distributor“, so Kaufmann. „Hier ist noch vieles im Aufbau und wir suchen praktisch Partner, also VARs und Systemhäuser, der ersten Stunde. Die Provisionierung ist davon abhängig, ob der Partner den Kunden selbst betreut oder nur vermittelt.“

Gesucht werden aber nicht nur reine Tippgeber aus dem IT-Channel: „Wir sind ein Startup und wollen Systemhauspartner mit Branchen-Knowhow auch dahingehend einspannen, zusammen mit uns neue Branchen zu erschließen, denn hier ist Prozesswissen gefragt.“ Dass sich der IT-Channel tendenziell immer mehr in Richtung Unternehmens- beziehungsweise Prozessberatung entwickelt, gilt schon als Binsenweisheit.

Branchenübergreifend

„Nehmen Sie die Prozesse in einem Systemhaus, die mit Qualifizierungsmanagement einher gehen: Um ein bestimmtes Partnerlevel zu erhalten, sehen die Partnerprogramme der Hersteller vor, eine bestimmte Anzahl von Mitarbeitern technisch beziehungsweise vertrieblich zu schulen – das können wir abdecken.“ In anderen Branchen sei Spezialwissen zu den Prozessen gefragt, die Systemhäuser einbringen können, beispielsweise in der Pflegebranche, dem Bildungs- oder Energiesektor.

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Über den Autor

Dr. Stefan Riedl

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Leitender Redakteur