Welpen und funktionsfähige Rechner Technik, die funktioniert, senkt das Stresslevel

Redakteur: Ulrike Ostler

Versagt die Technik, sind Mitarbeiter schnell frustriert und gestresst. Wie wichtig es für ihr Wohlbefinden und ihre Produktivität ist, dass Computer reibungslos funktionieren, zeigt ein Experiment von Dell Technologies.

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Das Anschauen von Videos mit Hundewelpen löst positive Emotionen aus; das Niveau ist vergleichbar mit dem Umstieg auf einen neuen, besseren Computer.
Das Anschauen von Videos mit Hundewelpen löst positive Emotionen aus; das Niveau ist vergleichbar mit dem Umstieg auf einen neuen, besseren Computer.
(Bild: laurapuig4 auf Pixabay)

Kaum etwas nervt Mitarbeiter so sehr wie veraltete Computer, die den Arbeitsfluss durch eine lahme Performance und viele Fehler ausbremsen. Dennoch verzichten Unternehmen aus Kostengründen oft auf eine regelmäßige Erneuerung der Ausstattung und nehmen frustrierte Mitarbeiter sowie Produktivitätseinbußen in Kauf. Dabei sollte die Schlussfolgerung, dass eine bessere Technik zu motivierteren Mitarbeitern und besseren Arbeitsergebnissen führt, eigentlich naheliegend sein.

Ein Experiment von Dell Technologies aus dem vergangenen Jahr belegt, wie sehr die Arbeit und das Wohlbefinden von Mitarbeitern unter veralteter und fehleranfälliger Technik leiden und welche positiven Effekte reibungslos funktionierende Geräte auslösen können. In Zusammenarbeit mit Emotiv, einem Bioinformatik-Spezialisten, der mobile EEG-Headsets (Elektroenzephalografie) und Anwendungen für die Auswertung der Gehirnaktivitäten mit Hilfe von Machine Learning entwickelt, untersuchte Dell Technologies die Reaktionen von rund 30 Teilnehmern auf gute und schlechte Arbeitserfahrungen an Computern.

Dabei zeigte sich, dass die Erledigung einer Aufgabe doppelt so stressig war, wenn die Technik nicht mitspielte. Beim Umstieg auf ein modernes Arbeitsgerät hingegen sank das Stresslevel signifikant und die Mitarbeiter wurden deutlich produktiver. Sie konnten die Aufgaben viel schneller erledigen und pro Arbeitsstunde fast 23 Minuten einsparen – bei einer 40-Stunden-Woche wären das 15 Stunden.

Login-Probleme und Datenverluste sorgen für hohe Frustration

Für das Experiment mussten die Teilnehmer, die zwischen 19 und 58 Jahre alt waren und unterschiedliche Computerkenntnisse mitbrachten, einige herausfordernde Aufgaben erst an einem „schlechten“, dann an einem „guten“ Rechner erledigen. Der schlechte hinderte sie mit geringer Performance, einem komplizierten Login sowie typischen Arbeitsplatzproblemen wie dem Ausfall der Internet-Verbindung und einem Datenverlust beim Speichern einer Datei am flüssigen Arbeiten und damit am Erreichen der finanziellen Belohnung für das Erledigen möglichst vieler Aufgaben.

Der gute PC wartete dagegen mit aktueller Leistung auf und machte keinerlei Probleme. Darüber hinaus bekamen die Teilnehmer im Laufe der Untersuchung Videos von Hundewelpen und Verkehrsunfällen gezeigt sowie entspannende Musik vorgespielt, um Vergleichswerte für ihre emotionalen Reaktionen zu erhalten und zu ermitteln, wie schnell sie stressige Situationen hinter sich lassen können.

Schwierigkeiten bei der Anmeldung am Rechner ließen das Stresslevel der Teilnehmer binnen weniger Sekunden um 31 Prozent ansteigen, der Ausfall der Internet-Verbindung und der Datenverlust beim Speichern sorgten für einen Anstieg von jeweils 17 Prozent. Diese Frusterlebnisse wirkten zudem nicht nur kurzzeitig, sondern nachhaltig und beeinträchtigten dadurch auch die folgenden Aufgaben.

Wie Videos von Hundebabies

Dabei zeigten nicht nur die Hirnströme die Frustration der Probanden – einige machten ihrem Ärger auch verbal Luft. Der Umstieg auf einen neuen, besseren Computer löste bei den Teilnehmern ähnlich positive Emotionen aus wie das Anschauen von Videos mit Welpen und rief mehr Begeisterung hervor als der Erhalt der finanziellen Belohnung für das Abarbeiten der Aufgaben.

Quer durch alle Altersgruppen lag die Produktivität an alten und fehleranfälligen Rechnern deutlich unter der an aktuellen, fehlerfrei laufenden Systemen. Besonders deutlich war der Unterschied bei den Teilnehmern unter 26 Jahren: Sie lieferten mit modernen Geräten bessere Ergebnisse als die älteren Teilnehmer ab, waren mit veralteter Technik aber nicht einmal halb so produktiv wie diese.

 

Zudem ergab die Untersuchung, dass Mitarbeiter mit großer Computer-Erfahrung mit schlechter IT-Ausstattung auf einem ähnlichen Leistungsniveau agieren wie Mitarbeiter mit wenig Computererfahrung. Erst mit zeitgemäßer Technik können sie ihre Expertise nutzen und mehr leisten als unerfahrene Kollegen.

Junge und erfahrene Mitarbeiter profitieren am meisten

Für positive Erlebnisse am Arbeitsplatz braucht es nicht nur aktuelle Hardware, sondern auch durch smarte Software und Services. So optimiert die Software „Dell Optimizer“ beispielsweise im Hintergrund die Performance und Akkulaufzeit von Computern, passt Audio-Einstellungen selbstständig an und wählt automatisch die beste verfügbare Internet-Verbindung aus, um zähe Datentransfers und stockende Videokonferenzen zu verhindern.

„Dell Support Assist“ überprüft den Zustand eines Client-Rechners kontinuierlich, um Probleme zu entdecken und die Fehlerbehebung einzuleiten, bevor der Anwender überhaupt etwas bemerkt. Hinzu kommen Beratungsdienste, die Unternehmen beim Erstellen von Mitarbeiterprofilen und der Auswahl der passenden Arbeitsgeräte helfen. Mit „Dell PCaaS“ erhalten sie die PCs, nach Herstellerangaben zu „gut planbaren“ monatlichen Kosten. Sie können aber auch vorgeben, dass die Geräte alle 36 Monate erneuert werden.

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