Der Dienstleister für Energie und Kommunikation SPIE verkündet die Vereinbarung zum Erwerb von 75,1 Prozent am IT-Beratungsunternehmen BridgingIT. Das derzeitige Management-Team bleibt Gesellschafter und will die Geschäftsentwicklung weiter vorantreiben.
Klaus Baumgärtner, Markus Holzke, Geschäftsführer/CEO von SPIE Deutschland & Zentraleuropa, Dr. Frank Wallner, Geschäftsführer BridgingIT und Michael Hartung, Leiter des Geschäftsbereichs ICS von SPIE Deutschland & Zentraleuropa (v.l.n.r.)
(Bild: SPIE)
Die Geschichte des französischen Unternehmen SPIE reicht bis in das Jahr 1900 zurück. Dies spiegelt sich auch im Namen wieder, denn SPIE steht kurz für Société Parisienne pour l'Industrie Electrique und wurde ursprünglich gegründet um die Elektrifizierung der Pariser Métro zu gewährleisten. Über die Jahre hinweg hat sich der französische Dienstleister kontinuierlich weiterentwickelt und in verschiedenen Bereichen etabliert.
Als Tochtergesellschaft der SPIE-Gruppe bietet SPIE Deutschland & Zentraleuropa technische Dienstleistungen für Gebäude, Anlagen und Infrastrukturen an. Nach eigenen Angaben ist das Unternehmen mit rund 18.000 Mitarbeitern an 250 Standorten in den Ländern Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn unabhängiger Anbieter für multi-techische Dienstleistungen in den Bereichen Energie und Kommunikation.
Energiewende und Digitalisierung im Fokus
Damit agiert das Unternehmen als zweite Säule innerhalb der SPIE-Gruppe, wobei sich der Fokus vor allem auf die die Felder Energiewende und Digitalisierung richtet. Laut Unternehmenswebsite soll in hier in den nächsten Jahren ein klarer Wachstumskurs verfolgt werden, um das Leistungsspektrum der Tochtergesellschaft stetig zu erweitern und zu vertiefen.
Der Erwerb an 75,1 Prozent von BridgingIT, einem Beratungs- und Dienstleistungs-Unternehmen für Digitale Transformation, ist somit ein logischer Schritt. Mit Sitz in Mannheim und rund 700 Mitarbeitern an zehn Standorten in Deutschland bietet BridginIT seinen Kunden ein breites Spektrum an. Dazu gehören strategische Beratung, digitale Geschäftsmodelle, IT-Beratung und Umsetzungen wie Digitale Plattformen und Architekturen, Software-Engineering oder Analytics und datengetriebene Lösungen sowie Managed Services.
Potenziale des Neuzugangs
BridgingIT profitiert von der wachsenden Nachfrage nach Dienstleistungen für die Digitale Transformation, insbesondere für die Migration in die Cloud und die Cybersicherheit. Dementsprechend geht die Tochtergesellschaft der SPIE Gruppe davon aus, dass das IT-Beratungsunternehmen in den nächsten Jahren schnell wachsen und noch höhere Margen erzielen wird. Der erwartete Umsatz in diesem Jahr liegt bei rund 140 Millionen Euro und einer hohen einstelligen EBITA-Marge.
Stimmen zum Zukauf
Markus Holzke, CEO von SPIE Deutschland & Zentraleuropa erklärt: „Die Digitale Transformation ist neben dem Klimawandel der wichtigste Treiber für unsere Kunden. Wir freuen uns sehr, mit BridgingIT unsere Digitalisierungskompetenz deutlich zu erweitern und zu stärken.“
Michael Hartung, Leiter des Geschäftsbereichs Information & Communication Services (ICS) von SPIE Deutschland & Zentraleuropa, ergänzt: „Dadurch erweitern wir unser Leistungsangebot um wichtige Zukunftsfelder. Wir sind überzeugt, dass sich unsere Stärken in den IT-Solutions und Communication & Collaboration Solutions mit der Expertise von BridgingIT sehr gut ergänzen.“
Auf der Seite von BridingIT möchte man von der starken Marktposition von SPIE im europäischen Raum profitieren. Dr.Frank Wallner und Klaus Baumgärtner, Gründer und Geschäftsführer von BridgingIT, erklären: „Wir sind beeindruckt von den langjährigen und vertrauensvollen Kundenbeziehungen von SPIE und glauben fest daran, dass wir mit unserer umfassenden Digitalisierungsexpertise einem nun viel breiteren Kundenstamm einen erheblichen Mehrwert bieten können.“
Der endgültige Abschluss der Transaktion wird voraussichtlich Anfang des vierten Quartals 2023 erfolgen und steht lediglich unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die Kartellbehörden.
Übernahme von ECS derweil abgeschlossen
Eine andere Übernahme ist derweil bereits in trockenen Tüchern. Im Juni verkündete der französische Dienstleister die Vereinbarung zum Erwerb der Enterprise Communications & Services GmbH (ECS). Inzwischen haben die zuständigen Behörden dem Kauf zugestimmt.
Mit diesem Schritt holte man sich zusätzliche Expertise im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik sowie der Netzwerk-Lösungen an Bord. Das Unternehmen ECS mit Sitz in Leipzig bietet Lösungen rund um Telekommunikation und Unified Communications and Collaboration (UCC), Netzwerk-Lösungen (Routing, Switching, WLAN) und Lösungen im Healthcare-Bereich an. Mit rund 130 Mitarbeitern erwirtschaftete das Unternehmen im Jahr 2022 einen Umsatz von rund 22 Millionen Euro. Mit dem Verkauf an SPIE zieht sich der Gründer Peter Severin aus dem operativen Geschäft zurück und begleitet die Phase des Übergangs.
Stand: 08.12.2025
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