Speichermarkt im Ungleichgewicht
Speicherkrise und wie Distributoren damit umgehen

Von Mihriban Dincel 5 min Lesedauer

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Mit dem KI-Rennen startet auch jenes um Speicherkapazitäten. KI- und Cloud-Riesen sichern sich Kontingente, während andere leer ausgehen. Das Ungleichgewicht am Speichermarkt nimmt zu: Angebot deckt Nachfrage nicht, Preise steigen – auch für Distributoren.

Der Speichermarkt befindet sich derzeit in einem Ungleichgewicht. Steigende Preise und unbeständige Lieferzeiten beeinflussen auch das Geschäft der Distributoren. (Bild:  Canva / KI-generiert)
Der Speichermarkt befindet sich derzeit in einem Ungleichgewicht. Steigende Preise und unbeständige Lieferzeiten beeinflussen auch das Geschäft der Distributoren.
(Bild: Canva / KI-generiert)

Die Speicherkrise zieht sich durch die gesamte IT-Branche sowie den IT-Channel. Nutzer moderner RAM-Technik sind davon besonders betroffen, wie eine Auswertung des Vergleichsportals guenstiger.de zeigt. Demnach lag der Durchschnittspreis für DDR5 RAM im Januar 2026 um 100 Prozent höher als im November 2025. Auch bei DDR4 RAM (+46 %) sowie DDR3 RAM (+28 %) gibt es Erhöhungen.

Rocco Frömberg, Leiter Vendor Development & Operations bei TIM, kann das bestätigen. Die Engpässe konzentrieren sich auf „DRAM und NAND-Flash als Basiskomponenten.“ Auch Nikolai Laubstein, Head of Category Management & Sales bei TD Synnex GCC, berichtet: „Aktuell zeigen HDDs, ausgewählte SSD-Segmente sowie DRAM-Komponenten eine eingeschränkte Verfügbarkeit und Preiserhöhungen.“ Dem schließt sich Julian Meyer, Head of Sales & Marketing bei Bytec, an: „Vor allem Flash-basierte Storage-Komponenten wie SSDs sowie RAM-Module stehen aktuell unter Preisdruck. Hier sehen wir steigende Einkaufspreise und teilweise verlängerte Lieferzeiten.“