Umfrage von Arctic Wolf Sorge, Schuld und Sicherheit

Von Ira Zahorsky

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Die Inflation bedroht die Wirtschaft, der Ukraine-Krieg verstärkt die geopolitische Unsicherheit. Wie sich Führungskräfte unter diesen Bedingungen in puncto Cybersicherheit verhalten, hat Arctic Wolf in einer Umfrage herausgefunden. Das Ergebnis überrascht.

Bei einem Sicherheitsvorfall würden nur wenige Führungskräfte die Verantwortung übernehmen, so eine Umfrage von Arctic Wolf.
Bei einem Sicherheitsvorfall würden nur wenige Führungskräfte die Verantwortung übernehmen, so eine Umfrage von Arctic Wolf.
(Bild: vchalup - stock.adobe.com)

Die Cybersicherheit wird immer wichtiger. Den verantwortlichen Managern in Unternehmen scheint dies jedoch nicht bewusst zu sein. Denn trotz des IT-Fachkräftemangels hat gut ein Fünftel (22 %) der deutschen Unternehmen sogar Personal aus der IT- oder Sicherheitsabteilung entlassen. Dies ergab eine Umfrage von Arctic Wolf. Denn die größte Sorge der Befragten ist nicht die stetig steigende Zahl an Cyberangriffen. Nur ein Drittel sieht dies als Hauptherausforderung für das kommende Jahr.

Knapp die Hälfte (49 %) der Umfrageteilnehmer befürchtet, dass die Inflation Auswirkungen auf das Geschäft hat. Sechs Prozent mehr (55 %) könnten sich einen Cyber-Gegenschlag von Russland vorstellen, sollte der Ukraine-Krieg beendet werden oder sich verlangsamen. Russland liegt als größte angenommene Bedrohungsquelle mit 43 Prozent auch deutlich vor China mit 23 Prozent.

Sicherheitsvorfälle an der Tagesordnung

Gut die Hälfte (53 %) der deutschen Unternehmen gesteht ein, im letzten Jahr mindestens einen größeren Sicherheitsvorfall gehabt zu haben. Bei 37 Prozent dieser Gruppe war eine Sicherheitslücke in der Cloud das Problem, weswegen dies auch die größte Angst der Verantwortlichen ist: 43 Prozent sorgen sich bezüglich Cloud-basierter Datenschutzverletzungen. Angriffe erfolgten auch durch

  • die Kompromittierung von Geschäftsmails,
  • betrügerischen Nachrichten aus sozialen Netzwerken sowie
  • Textnachrichten oder Mails von einem Absender, der sich als Führungskraft des Unternehmens ausgab.

Mangelnde Transparenz

War ein Cyberangriff erfolgreich, wird dies häufig vertuscht. Nicht einmal ein Viertel (23 %) der Befragten würde betroffene Kunden über einen Vorfall informieren. Nur 45 Prozent würden die eigene Führungsebene in Kenntnis setzen. Auch bei der Lieferkette lässt die Informationspolitik zu wünschen übrig: 23 Prozent der Dienstleister würde die kooperierenden Unternehmen über ein Datenschutzleck informieren. „Um sich gegen Ransomware, BEC und Cloud-basierte Angriffe zu verteidigen, müssen Führungskräfte ihre Sicherheitskultur von oben nach unten aufbauen und eine unternehmensweite Verantwortlichkeit für den Schutz ihrer Kunden, Mitarbeitenden und Partner sicherstellen“, empfiehlt Dr. Sebastian Schmerl, Director Security Services EMEA bei Arctic Wolf.

Wenn es um die Schuldfrage bei einem erfolgreichen Angriff geht, würde sich auch der Großteil der Führungskräfte vor der Verantwortung drücken. Nur 14 Prozent sähen diese bei sich. Knapp die Hälfte (47 %) gäbe die Schuld dem Cybersicherheits- oder IT-Team.

Über die Umfrage

In der von Arctic Wolf in Auftrag gegebenen Studie wurden 920 leitende IT-Entscheidungsträger und Führungskräfte in den USA (300), Großbritannien (300) und Deutschland (320) befragt. Der Artikel bezieht sich auf die Befragten aus Deutschland.

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