Worauf Reseller bei der Implementierung von VoIP und Unified Communications achten sollten Sollbruchstellen der Kommunikation bieten Chancen

Redakteur: Dr. Andreas Bergler

Welche Möglichkeiten und Schwierigkeiten Unified-Communications-Technologien heute bieten, erläutert Martin Dombrowski, System Engineer bei Entrada.

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ITB: Mit welchen Gefahren haben Unternehmen bei Unified Communications und VoIP zu rechnen?

Dombrowski: Bei UC- und VoIP-Projekten gibt es zwei Sollbruchstellen: die Performance und die Sicherheit. Unter Performance-Gesichtspunkten stellt gerade VoIP im WAN eine Herausforderung dar. Unternehmen müssen die Bandbreiten und Latenzen genau im Auge behalten. Oft ist es erforderlich, einige Zeit mit den QoS-Einstellungen zu experimentieren, bis die Performance passt. Auch unter Security-Gesichtspunkten ist VoIP nicht ohne Tücken. Die ProtokolleUDP und SIP gehen nicht immer mit den vorhandenen Firewalls und Verschlüsselungssystemen zusammen. Jede SIP-Nebenstelle ist ein zusätzlicher Endpoint – und damit ein zusätzlicher Angriffspunkt. Unternehmen sollten mit ihrem Security-Dienstleister klären, welche ihrer Systeme sich für die VoIP-Absicherung eignen und wo sie zusätzliche Technologien benötigen.

ITB: Spielen TCO-Betrachtungen bei VoIP-Implementierungen im Mittelstand noch eine Rolle?

Dombrowski: Früher war eine niedrige Total Cost of Ownership das Hauptargument, das Reseller bei VoIP-Projekten ins Feld führten. Das ändert sich: Die Kostenargumentation steht angesichts sinkender Gebührenentgelte auf tönernen Füßen. Dafür sprechen vermehrt funktionale Argumente für eine VoIP-Migration: Moderne UC-Technologien eröffnen den Anwendern viele Optionen, die früher nicht machbar oder nicht bezahlbar waren. Fachhandelspartner sollten bei der Akquise nicht mehr alles auf die Kosten-Karte setzen, sondern stärker die technischen Chancen einer nahtlos integrierten Kommunikationslösung hervorheben – vom Video-Conferencing über das Presence-Management bis hin zur komfortablen VoWLAN-Telefonie am Notebook.

ITB: Welche Potenziale bieten Ihnen die IT-SECURITY Partner Solution Days 2008 & IT-Entscheider Kongress?

Dombrowski: Die IT-Security-Branche lebt vom Austausch. Als Value-Added-Distributor schätzen wir die Partner Solution Days als Branchentreff, auf dem wir mit Resellern und Systemintegratoren über aktuelle Projekte und innovative Lösungsansätze diskutieren können.

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