Kontron K3881-C und K3882-C Sockel-1700-Server-Mainboards made in Germany

Von Klaus Länger 2 min Lesedauer

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Kontron erweitert die Serie der in Deutschland hergestellten Mainboards um zwei für den industriellen Einsatz geeignete Server-Platinen. Das K3881-C und das K3882-C sind für Sockel-1700-Xeon-CPUs ausgelegt und mit OpenBMC für das Management ausgerüstet.

Das Server-Mainboard K3881-C basiert auf dem Intel-C266-Chipsatz. Die Micro-ATX-Platine ist mit einem Intel-E610-XAT2-Controller für zwei 10GbE-Ports sowie zwei weiteren GbE-Ports ausgestattet. Der fünfte LAN-Port dient für das Remote-Management mit Kontrons OpenBMC-Implementierung. (Bild:  Kontron)
Das Server-Mainboard K3881-C basiert auf dem Intel-C266-Chipsatz. Die Micro-ATX-Platine ist mit einem Intel-E610-XAT2-Controller für zwei 10GbE-Ports sowie zwei weiteren GbE-Ports ausgestattet. Der fünfte LAN-Port dient für das Remote-Management mit Kontrons OpenBMC-Implementierung.
(Bild: Kontron)

Kontron ist nach der Übernahme eines Teils der Mainboard-Sparte von Fujitsu einer der wenigen Hersteller, die noch Mainboards in Standard-Formaten für PCs und Server in Europa herstellen. Die Kontron-Mainboards laufen in Mauerstetten bei Kaufbeuren vom Band. Der Hersteller hat den vormaligen Lohnfertiger Katek im August 2024 übernommen. Kontron verspricht für die Platinen eine langfristige Verfügbarkeit und eine lückenlose Lieferkettentransparenz. Mit den Micro-ATX-Platinen K3881-C und K3882-C bringt das Augsburger Unternehmen zwei für den industriellen Einsatz geeignete Server-Mainboards auf den Markt, die beide mit Kontron OpenBMC für das Remote-Management ausgerüstet sind. Sie sind auch für Systemintegratoren und Rechnerhersteller interessant, die auf in Deutschland oder anderen europäischen Staaten hergestellte Komponenten Wert legen.

Mainboards für Raptor-Lake-Xeon-CPUs

Die beiden Platinen sind für Intel-Xeon-Prozessoren der Einstiegsklasse mit Sockel 1700 bestimmt. Die CPUs der Xeon-Serie E-2400 und der neueren Serie E-6300P zählen beide zur Raptor-Lake-Familie. Im Gegensatz zu den Core-Prozessoren kommen allerdings ausschließlich P-Cores zum Einsatz und es wird DDR5-SDRAM mit ECC unterstützt.

Das K3881-C basiert auf dem Intel-C266-Chipsatz mit insgesamt 28 PCIe-Lanes. Das Board kann mit bis zu 128 GB DDR5 5600 bestückt werden. Zudem bietet es insgesamt drei PCIe-Slots, einer davon mit 16 PCIe-Gen5-Lanes und vier M.2-Schnittstellen.

Ein Intel-E610-XAT2-Ethernet-Controller stellt zwei 10GbE-Ports bereit. Außerdem sind zwei weitere GbE-Ports verhanden, die von einem Intel I210AT bedient werden. Als Grafikchip für den direkten Anschluss eines Displays via DisplayPort ist ein Aspeed 2600 zuständig. Das System-Management erfolgt allerdings primär remote mittels Kontron OpenBMC und integrierter KVM-Funktion sowie Unterstützung für IPMI und dessen Nachfolger Redfish. Ein eigener Management-Port ist ebenfalls vorhanden.

Das robuste Mainboard ist laut Kontron nicht nur für Server- und Storage-Anwendungen geeignet, sondern auch für Edge-Anwendungen in Bereichen wie Factory Automation, Healthcare und Broadcasting.

Das günstigere Kontron K3882-C ist mit einem Intel-C262-Chipsatz bestückt. Es bietet zwei GbE-Ports und ebenfalls OpenBMC für das Management.(Bild:  Kontron)
Das günstigere Kontron K3882-C ist mit einem Intel-C262-Chipsatz bestückt. Es bietet zwei GbE-Ports und ebenfalls OpenBMC für das Management.
(Bild: Kontron)

Für geringere Anforderungen an die Konnektivität bringt Kontron das günstigere K3882-C mit Intel-C262-Chipsatz auf den Markt. Der Chipsatz bietet insgesamt 16 PCIe-Lanes, daher gibt es nur insgesamt drei PCIe- und drei M.2-Steckplätze sowie zwei GbE-Ports. Kontron OpenBMC mit einem eigenen GbE-Management-Port gehört auch hier zur Ausstattungsliste. Der Hersteller nennt Webhosting, Entry-Edge-Gateways sowie digitale Video-Recorder-Lösungen als Einsatzszenarien.

Die beiden Mainboards sind bereits verfügbar. Empfohlene Endkundenpreise gibt der Hersteller nicht an.

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