Der Migrationsspezialist SNP SE stellte auf seiner Hausmesse mit SNP Kyano eine signifikante Erweiterung seiner CrystalBridge-Lösung vor. Sie öffnet den SNP-Markt für Non-SAP-Datenquellen und macht SNP attraktiver für Partner.
Jens Amail stellte mit SNP Kyano eine neue Plattform mit erweiterten Funktionen und Fähigkeiten vor, darunter KI. „Die Plattform SNP Kyano optimiert Digitale Transformationen und Unternehmensagilität.“
(Bild: SNP)
„In einer Welt, die sich durch Themen wie Klimawandel, regionale Konflikte, Fachkräftemangel und die wachsende Bedeutung von KI immer schneller wandelt, wird es für Unternehmen zunehmend wichtiger, agil auf Veränderungen reagieren zu können“, betonte SNP CEO Jens Amail in seiner Eröffnungsrede. „SNP unterstützt geschäftliche Transformationen mit unserer Software seit 2010.“ Diese Transformationsexpertise sei heutzutage relevanter als jemals zuvor. SNP habe sich von einer Service- zu einer Software-getriebenen Firma gewandelt. „Wir planen, die Marktkategorie für selektive Datenmigration, die wir über viele Jahre hinweg im SAP-Umfeld geprägt haben, weiter auszubauen.“
Um sein Personal und Fachwissen zu erweitern, hat SNP das Beratungsunternehmen Trigon Consulting gekauft und mit CDQ und SmartShift Partnerschaften geschlossen. CDQ ist ein Schweizer Spezialist für Datenqualität und SmartShift ein „führender Anbieter von KI-gestützten Automatisierungslösungen für die Extraktion, Analyse, Transformation und Sicherheit von SAP Custom Code“. Custom Code ist eines der größten Hindernisse bei der Migration auf eine moderne Plattform, beispielsweise von SAP ECC auf S4/HANA, und besonders für den Mittelstand relevant.
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„Die Kombination der leistungsstarken Data Transformation Plattform CrystalBridge von SNP mit der Intelligent Automation Plattform von SmartShift ermöglicht es den Partnern, integrierte Lösungen anzubieten, die Transformationen, Migrationen und Modernisierungen im SAP-Umfeld vereinfachen, optimieren und Risiken reduzieren“, ließ Amail verlauten.
Amail in seiner Keynote weiter: „In den letzten 18 Monaten haben wir bei SNP die operativen Grundlagen geschaffen, um jetzt unsere Vision weiter auszubauen.“ Damit meinte Amail die Öffnung von SNP-Lösungen für Non-SAP-Datenquellen. „Mit konkreten Innovationen können wir bereits heute unsere Kunden dabei unterstützen, ihre geschäftliche Agilität zu erhöhen.“ Amail sprach von SNP Kyano. Die SNP-Produktmanagerin Tara von Metzen stellte sie in einer gesonderten Präsentation vor.
SNP Kyano
Mit dem Framework Kyano will es SNP sowohl Technologiepartnern als auch Systemintegratoren ermöglichen, auf effizientere Weise Mehrwerte für Kunden zu schaffen. Die Plattform, die das hauseigene „Bluefield“-Konzept umsetzt, umfasst SNP Glue, SNP CrystalBridge, einen Partner-Marketplace, KI- und Analyse-Funktionen sowie eine Wissensdatenbank.
Die IAM-Lösung von Xiting trage zur Validierung und Verbesserung von Berechtigungskonzepten und SAP-Sicherheit bei, und CDQ werde zum Optimieren der Transparenz und Qualität der Geschäftspartnerdaten benötigt. Die Lösung samQ von VOQUZ Labs werde für das Lizenzmanagement in SAP gebraucht, bevor RISE with SAP umgesetzt werde. Lizenzmanagement ist eine Achillesferse der SAP-Kunden, die sie viel Geld kostet. Je früher es vor bzw. bei der Migration bzw. Transformation angepackt wird, desto besser für den Kunden.
Darüber hinaus, so Tara von Metzen, biete Kyano Systemintegratoren die Möglichkeit, Projektkonfigurationen auf „Low-code/No-code“ Basis durchzuführen und eigenen „Content“, also vorgefertigte Migrationsinhalte, effizient zu integrieren. An dieser Stelle können also GSIs ihre proprietären Inhalte und Skills einbringen und mit ihrem Personal bei SNP-Kunden implementieren.
Kyano setze zudem verstärkt auf Software-Assets aus der Datavard-Akquisition, die es erleichtert, Software-Funktionen zu deaktivieren (Application Retirement) sowie Active Archiving zu betrieben. Ein Kunde kann also mit „DataFridge“ vor der endgültigen Migration diverse Altlasten auf Daten- und App-Seite in den Ruhestand versetzen und mit einem „Clean Core“ zur Tat mit „RISE with SAP“ schreiten. Neukunden verwenden das SAP-Programm „Grow with SAP“. Kyano reichere Software-Assets zur Analyse von unbekannten Datenmodellen mit KI an.
Hier liegt laut Amail der Schwerpunkt in einem ersten Schritt auf der Migration von Non-SAP-Quellsystemen nach SAP: „Das unterstreicht SNPs Bestreben, die vielfältigen Datenmigrationsanforderungen im Markt breiter abzudecken.“ Die Any-to-SAP-Integration umfasst vier Funktionen, die diesen Vorgang beschleunigen sollen.
Von Hardware oder gar Plattformen war nicht die Rede, denn die Infrastruktur ist im Zeitalter des Cloud Computing eine „Commodity“. Sobald S4/HANA realisiert ist, ist die Cloud sowieso eine Voraussetzung für den SAP-Betrieb. SAP hat mit allen Hyperscalern entsprechende Partnerschaften geschlossen. Auf dieser Grundlage lässt sich das jeweilige „Composable Enterprise“ errichten. Es müsse laut Amail sowohl flexibel als auch agil sein, um sich den rasch ändernden in und um die Märkte anpassen zu können. So sei es durchweg eine Herausforderung, Fachkräfte zu finden, zugleich aber gesetzliche Anforderungen wie die DSGVO oder Nachhaltigkeit umzusetzen.
Stand: 08.12.2025
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Mit der Einführung des Agility Index biete Kyano zudem einen KI-gestützten, kontinuierlichen Cloud-Service, der die Unternehmensagilität auf der Grundlage intelligenter KPIs und Trendanalysen misst, bewertet und optimiert. Der Service ziehe Kenngrößen für die Agilität heran, so etwa Systemintegration oder Datenqualität. KI sei in jede Kenngröße eingebettet. Was läge da näher, als ebenfalls einen „Co-Pilot“ in Kyano zu integrieren? SNP konnte auf seinen Ständen einen Prototypen präsentieren, der auf Eingaben (Prompts) in natürlicher Sprache reagiert und Ergebnisse liefert. KI soll aber auch Content und Objekte erzeugen können, um die Produktivität der Nutzer zu steigern.
Eine neue Test-Lösung in Kyano soll dazu beitragen, die 30 bis 40 Prozent des Migrationsbudgets, die auf Tests entfallen, zu reduzieren. Sie könne nicht nur ABAP, sondern auch Cloud-SAP, sondern auch non-SAP verarbeiten. Zu den Partnern in dieser Kategorie gehören Crescent, Tricentis und die SAP-Tochter Signavio.
Die Partnerstrategie
„Unser Partnergeschäft ist und bleibt ein zentraler Wachstumshebel“, sagte Jörg Petzhold, Vice President Global Marketing & Communication und CMO von SNP. „Im Jahr 2022 hielten sich das Wachstum im Direkt- und Partnergeschäft mit jeweils rund 10 Prozent in etwa die Waage. Im Jahr 2023 ist der Auftragseingang über Partner um 51 Prozent gewachsen. Damit hat sich unser indirektes Geschäft deutlich dynamischer entwickelt als unser Direktkunden-Geschäft mit 30 Prozent Wachstum. Mittlerweile setzen 17 der gemäß Gartner Top-20-SAP-Systemintegratoren auf eine Zusammenarbeit mit SNP.“
Petzhold weiter: „Auf der einen Seite hilft uns das, global zu skalieren. Auf der anderen Seite ist das auch eine Markt-Rückmeldung zur Qualität unserer Software-Plattform. Alle diese globalen Unternehmen – wie IBM, Ernst & Young oder Accenture usw. - haben alle Wahlmöglichkeiten und entscheiden sich für eine Partnerschaft mit der SNP.“
„Auf unserer Kunden- und Partnerveranstaltung – der Transformation World – begrüßten wir mehr als 700 Partner in Heidelberg“, so Petzhold weiter. „Unsere Partner können Datenmigrationsprojekte auf Basis unserer Software zunehmend eigenständig liefern. Zum Beispiel die All-for-One ((https://www.all-for-one.com/de/)) im Mittelstand, Accenture im Großkundenbereich insbesondere in der DACH-Region oder Fujitsu in Japan. Außerdem wachsen wir zunehmend mit ‚Technologiepartnern‘. Hier verfolgen wir zwei Ziele: Wir wollen zum einen den funktionalen Umfang unserer Migrationslösungen erweitern. Und zum anderen wollen wir Kunden und Systemintegratoren die Arbeit mit unserer Software erleichtern.“
Für die Partner biete die neue Plattform zahlreiche Vorteile: „Mit Kyano ermöglicht es SNP Technologiepartnern und Systemintegratoren, auf effizientere Weise Mehrwerte für Kunden zu schaffen. Die Plattform bietet bereits wichtige Partner-Integrationen, wie zum Beispiel smartShift, um das Custom-Code-Management zu unterstützen und die Clean-Core-Strategie zu fördern, die Lösung von Xiting zur Validierung und Verbesserung von Berechtigungskonzepten und SAP-Sicherheit, oder CDQ zum Optimieren der Transparenz und Qualität der Geschäftspartnerdaten.
Die Welt der Partner
Über 1.500 Teilnehmer kamen zur Transformation World in den Heidelberger SNP Dome. Unter dieser Kuppel mussten sie sich nach der Keynote zwischen drei Bühnen und mehreren Foren entscheiden. Vorzügliche Vorträge hielten beispielsweise Vorwerk, Frosta, BMW, Hunkemöller, Coop, Hapag-Lloyd, die Deutsche Bahn, die Automobilzulieferer Mahle International und SHW, der Filtrationsexperte Mann+Hummel, der Medizintechnikhersteller Smith+Nephew, der Automatisierungstechnikexperte Festo und der Elektrogroßhändler Sonepar.
Ausbaupläne
Alexander Arnold, Chief Revenue Officer bei SNP, verriet etwas über die Ausbaupläne von SNP. „Wir sind heute in den USA, der EU, Großbritannien, dem asiatisch-pazifischen Raum sowie Lateinamerika vertreten. Aber wir werden große Investitionen in fünf strategische Märkte tätigen und zusammen mit SAP und unseren Partnern hineingehen: Brasilien, Mexiko, Skandinavien, Frankreich – dort sind wir derzeit kaum mit eigenen Mitarbeitern präsent – und der Mittlere Osten.“ Die betreffenden Produkte und Programme seien insbesondere für die Migration zu S/4HANA mit „RISE with SAP“ wichtig. „Wir rechnen damit, dass 2027 der Großteil des Geschäfts auf RISE entfallen wird, der Rest auf Systemharmonisierung und -konsolidierung sowie auf die Unterstützung von Mergers und Carve-outs“, sagte Arnold.