OnePlus-Umfrage Smartphone ist wichtiger als eine Niere

Autor: Heidemarie Schuster

Dass das Smartphone zu einem wichtigen Begleiter geworden ist, ist nichts Neues. Interessant ist aber, wie wichtig das Mobiltelefon für den einen oder anderen wirklich ist. Würden Sie lieber auf ihre Niere verzichten als auf ihr Smartphone?

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In Europa würden fünf Prozent lieber ihren Partner als ihr Handy aufgeben.
In Europa würden fünf Prozent lieber ihren Partner als ihr Handy aufgeben.
(Bild: andrea lehmkuhl - stock.adobe.com)

Smartphones sind durch die Corona-Pandemie für viele Menschen sehr wertvoll geworden – und werden in einigen Fällen sogar als wichtiger angesehen als der eigene Partner. Das jedenfalls ergab eine von OnePoll für OnePlus durchgeführte Umfrage unter 9.000 Smartphone-Nutzern in Europa, bei der danach gefragt wurde, wie sich der Lockdown auf die Handynutzung auswirkt.

Bei der Studie kam heraus, dass mehr als 95 Prozent mit dem Smartphone im selben Raum schlafen, fast acht von zehn haben es jederzeit in direkter Reichweite, und 77 Prozent überprüfen es innerhalb der ersten 15 Minuten nach dem Aufwachen zum ersten Mal.

Außerdem wollen Nutzer ihre Ladegeräte stets in Reichweite haben. 43 Prozent laden ihr Smartphone zwei- oder mehrmals am Tag auf. Mehr als 170 Befragte in ganz Europa gaben sogar an, dass sie in 24 Stunden das Smartphone fünf Mal oder öfter an den Strom anschließen. Die Umfrage zeigte auch, dass Deutsche im europäischen Vergleich das Smartphone eher spät ans Ladekabel hängen – erst bei einem Akkustand von elf bis 20 Prozent.

Deutschen ist das Smartphone wichtiger als eine Niere oder der Partner

Bizarre Antworten gaben die Teilnehmer auch bei der Frage, wofür sie ihr Smartphone eintauschen würden: 44 der deutschen Befragten gaben an, lieber eine ihrer Nieren aufzugeben als das Smartphone, prozentual mehr als in Frankreich und Italien zusammen. In ganz Europa würden sogar fünf Prozent lieber ihren Partner als ihr Handy aufgeben. Hier gibt es allerdings große regionale Unterschiede: 13 Prozent der Finnen verzichten lieber auf ihr Auto, 44 Prozent der Niederländer auf Schokolade und 31 Prozent der Franzosen auf Fernsehen. Weniger als zwei Prozent der Italiener ziehen das Smartphone dem Partner vor – der niedrigste Wert in ganz Europa.

Steigende Smartphone-Nutzung wegen Lockdown

Die Umfrage ergab auch, dass die Smartphone-Nutzung auf dem gesamten Kontinent in die Höhe geschossen ist: Mehr als sieben von zehn Befragten verwenden ihr Mobiltelefon seit Beginn der Lockdowns häufiger als zuvor. Insbesondere junge Menschen aus drei Ländern erklärten, 2020 viel mehr Zeit vor dem Display verbracht zu haben – in Frankreich 55 Prozent, in Italien 56 Prozent und in Spanien 51 Prozent.

Nomophobie nimmt zu

OnePlus fragte auch junge Menschen, ob „Nomophobie“, eine anerkannte Erkrankung, die die Angst beschreibt, kein funktionierendes Mobiltelefon zu haben, im Lockdown-Leben auftritt. Die Ergebnisse sind eindeutig: Die Briten spüren die Angst am stärksten. 32 Prozent würden sich selbst die Diagnose Nomophobie stellen – mehr als in jedem anderen europäischen Land. Auch 30 Prozent der Befragten aus Spanien gaben an, unter Nomophobie zu leiden. In Deutschland stimmten dieser Aussage knapp 25 Prozent zu.

Die Umfrage ergab außerdem, dass junge Menschen regelmäßig der Gefahr von Nomophobie ausgesetzt sind. 13 Prozent antworten nicht auf eine Nachricht, um Akku zu sparen, während nur sieben Prozent keinerlei Maßnahmen ergreifen, um zu verhindern, dass ihr Telefon ausgeht. Wenige der jungen Menschen nutzen Alternativen, wie einen Fremden zu bitten, sein Telefon nutzen zu dürfen (9 %) oder ein Münztelefon in Betracht zu ziehen (6 %).

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