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Silberpfeil mit Ryzen-Sechszylinder

Autor: Klaus Länger

Acer setzt im silbernen 14-Zoll-Notebook Swift 3 als Prozessor den AMD Ryzen 4500U ein. Die Hexacore-CPU beschert dem schlanken Aluminium-Mobilrechner in unserem Hands-on-Test sehr gute Leistungswerte, die aktuelle Intel-Notebooks alt aussehen lassen.

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In dem silbernen Aluminiumgehäuse des Acer Swift 3 schlägt als Prozessorherz ein AMD Ryzen Renoir mit sechs Cores.
In dem silbernen Aluminiumgehäuse des Acer Swift 3 schlägt als Prozessorherz ein AMD Ryzen Renoir mit sechs Cores.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Gleich zwei unterschiedliche Swift-3-Varianten hat Acer an den Start geschickt: Ein 13,5-Zoll-Modell mit Intel Ice-Lake-Prozessor und ein 14-Zoll-Gerät mit AMD Ryzen 5 4500U als CPU. Dieses Modell haben wir von dem Hersteller für eine Testfahrt erhalten. Das 18 mm flache und 1,2 kg leichte Aluminium-Notebook ist mit der Hexacore-Variante der unter dem Codenamen Renoir entwickelten Zen-2-Prozessoren bestückt. Der 7-nm-Prozessor arbeitet mit 2,3 GHz Basistakt und kann im Turbo-­Modus bis zu 4 GHz erreichen. In der reinen Prozessorleistung lässt das Swift 3 SF314-42 auch ohne SMT-Unterstützung Notebooks mit dem vergleichbaren Intel Core i5-10210U mit 9,62 Punkten gegenüber 5,16 Zählern im CPU-Test des Cinebench R11.5 weit hinter sich.

In der Anwendungsperformance, gemessen mit PCMark 10, schneidet das Swift 3 mit 4.666 Punkten ebenso gut ab. Dazu trägt auch die integrierte Radeon-Vega-GPU mit sechs Kernen ihren Teil bei. Sie beschert dem Notebook eine mehr als doppelt so ­hohe Grafikperformance als bei Geräten mit Intels Comet Lake und dessen UHD-Grafikeinheit. So kann das Ryzen-Notebook sogar neuere Spiele einigermaßen flüssig darstellen, wenn man sich mit HD-Auflösung und niedrigen Details begnügt. Überzeugend ist auch die Akkulaufzeit mit 7,75 Stunden unter Last.

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Arbeitsspeicher nicht erweiterbar

Das Testgerät ist mit acht GB LPDDR-3200 als Arbeitsspeicher bestückt. Die Speicherchips sind aufgelötet, und der Speicher ist nicht erweiterbar. Gesteckt ist dagegen die schnelle Samsung-M.2-SSD mit NVMe-­Interface und 512 GB Kapazität, die man ebenso wie den 48-Wh-Akku leicht austauschen kann, wenn man den Boden des Notebooks abschraubt. Ganz ohne Intel kommt aber auch die AMD-Version des Swift 3 nicht aus: vom großen Konkurrenten stammt das AX200-WLAN-Modul mit WiFi-6-Unterstützung und Bluetooth 5.1. Das 14-Zoll-Display mit OPS-Panel liefert die Full-HD-Auflösung, Es ist entspiegelt, aber auch bei maximaler Einstellung nicht besonders hell. An Schnittstellen stellt das Gerät drei USB-Ports, einen HDMI-Ausgang und eine Audiobuchse bereit. Einen Speicherkartenleser gibt es nicht. Von den beiden USB-Typ-A-Ports unterstützt einer USB 2.0 und einer USB 3.0. Die Typ-C-Buchse bietet den USB 3.2 Gen2 mit 10 Gbps, DisplayPort und eine Ladefunktion. Für das Netzteil ist allerdings eine separate Ladebuchse vorhanden.

Das Keyboard mit silbernen, hintergrundbeleuchteten Chiclet-Tasten erlaubt trotz des relativ kurzen Hubs ein angenehmes Schreibgefühl. Negativ fallen nur die kleinen Cursor- und Bildlauftasten auf. Darunter sitzt ein Fingerprintsensor mit schneller und zuverlässiger Erkennung. Das Touchpad mit Gestenerkennung verfügt über eine Glasoberfläche. Da es sich beim Swift 3 SF314-42 um ein Consumer-Notebook handelt, ist Windows 10 Home als Betriebssystem vorinstalliert. Neben Trial-Software gibt es ältere Versionen von Cyberlink PowerDirector und PhotoDirector als kostenlose Zugabe.

Fazit: Sehr schnell und trotzdem günstig

Mit dem Swift 3 SF314-42 bietet Acer ein ausgesprochen flottes und mit 749 Euro zudem günstiges Ryzen-Notebook an. Der schlanke und leichte 14-Zöller mit hochwertigem Aluminium-Gehäuse liefert eine höhere Anwendungs- und vor allem Grafikperformance als vergleichbare Geräte mit Intel-Core-CPUs der 10. Generation. Auch Akkulaufzeit und Ausstattung überzeugen. Als Kritikpunkte bleiben der nicht aufrüstbare Arbeitsspeicher, der fehlende Cardreader und das etwas dunkle Display.

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Redakteur