Hersteller erschließt Potenzial im gehobenen Mittelstand ServiceNow sucht Partner für Service-Management aus der Cloud

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Michael Hase / Michael Hase

Der Software-Hersteller ServiceNow hat sich erfolgreich mit IT-Service-Management aus der Cloud etabliert. Jetzt beginnt das Unternehmen damit, sein Angebot in Deutschland über Partner an einen breiteren Kundenkreis zu vertreiben. Ein Channel-Manager soll von April an systematisch den indirekten Vertrieb aufbauen.

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Der Hersteller ServiceNow hat die Entwicklung seiner IT-Service-Management-Software frühzeitig auf das Cloud-Modell ausgerichtet. (© frank peters - Fotolia.com)
Der Hersteller ServiceNow hat die Entwicklung seiner IT-Service-Management-Software frühzeitig auf das Cloud-Modell ausgerichtet. (© frank peters - Fotolia.com)

Mit Software für das IT-Service-Management (ITSM) kennt sich wohl kaum jemand besser aus als Fred Luddy. Der Veteran zeichnete 13 Jahre lang als CTO für die Technologieentwicklung von Peregrine Software verantwortlich. In diese Zeit fällt auch das Intermezzo, während dessen Remedy, der andere große ITSM-Spezialist, zu Peregrine gehörte.

Als der Anbieter 2002 pleite ging, verkaufte er Remedy an BMC. 2005 wurde Peregrine schließlich von HP übernommen. In der Zwischenzeit hatte Luddy das Unternehmen verlassen, um 2003 sein eigenes Start-up zu gründen: ServiceNow. Seiner Disziplin blieb er damit treu. Mit dem neuen Unternehmen wollte Luddy nicht alles anders, aber vieles besser machen.

Für das Web designt

Die Idee hinter der Neugründung bestand darin, IT-Service-Management als Service bereitzustellen. Luddy designte die Software daher von Anfang an vollständig für das Web. Für die Produktentwicklung legte der Visionär drei weitere maßgebliche Prinzipien fest. Zum einen sollen alle Module der Software aus einem Guss sein. Technologie zu kaufen und zu integrieren, gehört nicht zur Produktstrategie von ServiceNow. Zum anderen soll die Software die Prozesse des De-facto-Standards ITIL (siehe „Ergänzendes zum Thema“) unterstützen. Zum dritten sollen Upgrades automatisiert bereitgestellt werden, damit Anwender neue Funktion einfach in Betrieb nehmen können.

Erfolgreiches Geschäftsmodell

Bislang ist ServiceNow mit dem Geschäftsmodell sehr erfolgreich gefahren und über die Zeit enorm gewachsen. Bereits 2011 übertraf das Start-up die Umsatzmarke von 100 Millionen Dollar, schneller als jeder andere Anbieter von Enterprise-IT. Im gleichen Jahr bezeichnete das Wall Street Journal das Unternehmen zum zweiten Mal in Folge als „Next Big Thing“.

Für eine große Sache hält auch Frank Weidmann, Geschäftsführer des ServiceNow-Partners WSP Consulting aus dem südhessischen Trebur, den Anbieter und seinen ITSM-Ansatz. „Man erkennt darin deutlich die alte Handschrift wieder“, sagt der Chef des Beratungshauses, der früher selbst bei Peregrine beschäftigt war. „Aber das Know-how wurde auf eine komplett neue Plattform gehoben.“

Lesen Sie mehr über die Vorteile von ITSM aus der Cloud gegenüber klassischen Produkten.

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