Hersteller erschließt Potenzial im gehobenen Mittelstand

ServiceNow sucht Partner für Service-Management aus der Cloud

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Kürzere Implementierungszeit

Der Vorteil des Cloud-Modells von ServiceNow gegenüber herkömmlichen ITSM-Suiten besteht nach Weidmanns Worten darin, dass Unternehmen deutlich schneller – teilweise schon innerhalb von drei Monaten – einzelne Module implementieren können, weil sie dafür keine eigene Infrastruktur aufbauen müssen. ITSM wird zwar auch mit ServiceNow keine triviale Angelegenheit, die Einführungszeit verkürzt sich aber dem Experten zufolge um etwa die Hälfte.

ITSM als Service bieten inzwischen auch andere an. Große Hersteller wie BMC und HP haben ihre Systeme dafür mit Web-Frontends ausgestattet. Allerdings basieren die Produkte selbst, deren Source-Code in den 80er und 90er Jahren entstand, noch auf dem klassischen Client-Server-Modell. Die neuere Software ist daher laut WSP-Chef Weidmann wesentlich flexibler. „Bei ServiceNow lässt sich vieles konfigurieren, was man bei anderen Produkten durch aufwändiges Customizing anpassen muss.“

Der Channel spielt im Vertriebsmodell von ServiceNow eine wesentliche Rolle. Nicht nur, dass der US-Anbieter über Partner wie WSP in Deutschland präsent war, ehe er im März 2010 hierzulande eine Vertriebsorganisation gründete. Auch soll der Channel künftig verstärkt dazu beitragen, die ehrgeizigen Wachstumspläne von ServiceNow umzusetzen.

Ausbau des Partnerkanals

Für den Vertrieb in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) zeichnet Michael Lindner seit April 2011 als Regional Sales Director verantwortlich. In der Region gebe es mehr als 1.000 Unternehmen, die einen Jahresumsatz von mehr als 500 Millionen Euro erzielen, rechnet der Manager vor. „Diesen Markt könnten wir mit unserer eigenen Vertriebsmannschaft gar nicht allein abdecken.“ Doch nicht nur im Segment der größeren Unternehmen will Lindner stärker auf den Channel setzen. Auch im Mittelstand – insbesondere im gehobenen – sieht er großes Potenzial für ServiceNow, das er durch Partner erschließen möchte.

Daher hat Lindner gerade einen Channel-Manager eingestellt, der von April an den indirekten Vertrieb systematisch aufbauen soll. Bei dem Neuzugang handelt es sich um Peter Kohlauf, der die vergangenen neun Jahre beim ITSM-Spezialisten IET Solutions beschäftigt war, zuletzt als Channel Manager EMEA.

Bislang arbeitet ServiceNow in der DACH-Region erst mit acht Partnern zusammen. Wie stark die Zahl künftig steigen soll, lässt der Sales-Chef derzeit offen. In jedem Fall strebt er aber einen indirekten Anteil von mindestens 50 Prozent an.

Wie Partner mit ServiceNow zusammenarbeiten, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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