Videoüberwachung

SeeTec und der Umsatzfaktor „innere Sicherheit“

| Redakteur: Dr. Stefan Riedl

SeeTec ist besonders in Großprojekten stark vertreten.
SeeTec ist besonders in Großprojekten stark vertreten. (Bild: SeeTec)

Dass die innere Sicherheit zur politischen Baustelle wurde, bringt der Videoüberwachungsbranche ein dickes Umsatzplus. SeeTec kennt die Tücken in der Praxis bei Großprojekten.

Zu den Gewinnern der aktuellen Kraftanstrengungen um mehr innere Sicherheit in Deutschland zählt eindeutig die Videoüberwachungsbranche. Insbesondere bei größeren Installationen in den Marktsegmenten Transport, Logistik, Handel oder in Justizvollzugsanstalten ist die 1996 gegründete SeeTec mit Hauptsitz in Bruchsal ein wichtiger Marktakteur. Das Unternehmen bekam 1997 die Anfrage einer großen ­Drogeriemarktkette, ob es nicht die Möglichkeit gebe, vier von SeeTec ausgelieferte Kameras gleichzeitig auf einem Bildschirm darzustellen, was die Standard-Software zu dem Zeitpunkt nicht in befriedigender Weise zu leisten imstande war.

Ergänzendes zum Thema
 
Video-Management von SeeTec

Firmenhistorie und Wertschöpfung

Andreas Beerbaum, Geschäftsführer, SeeTec
Andreas Beerbaum, Geschäftsführer, SeeTec (Bild: SeeTec)

Wenn man so will, war das die zentrale Weichenstellung für das Unternehmen. SeeTec rüstete sich mit einer entsprechenden Eigenentwicklung aus und brachte – eigenen ­Angaben zufolge – im Jahr 1999 die erste plattformunabhängige IP-VMS (Video-Management-Software) auf den Markt, die darauf aufbaute. Andreas Beerbaum, Geschäftsführer von SeeTec, betont den ganzheitlichen Blick auf einzelne Projekte. Das zeige sich in der Wertschöpfung, die Partner mit Unterstützung des Herstellers konkret leisten. Beerbaum spricht von „Projekt-Engineering“, in dem Planung, Beratung und Konzeptionierung der Topologie und Systemarchitektur eine wichtige Rolle spielen.

Ob es sich um die Zusammenarbeit mit ­Zutrittskontrollsystemen oder um ein video­basiertes Industrie-4.0-Projekte handelt, bei dem an bestimmten Stellen in der Produktion Barcodes ausgelesen werden, im VMS-Projektgeschäft wird viel branchenspezifisches Knowhow benötigt. Vor diesem Hintergrund sei das Unternehmen permanent auf der Suche nach versierten Partnern und Mitarbeitern. Derzeit sind bei SeeTec 35 Stellen offen.

Beispiel Domplatte in Köln

Das Unternehmen versucht, sich versachlichend in die politische Debatte rund um Video-Überwachung einzubringen, so der SeeTec-Geschäftsführer. Das Beispiel rund um die Silvester-Ereignisse im Jahr 2015 auf der Domplatte in Köln verdeutliche recht gut die Praxisprobleme der Verantwortlichen. So liegt dort beispielsweise das Hausrecht im Bahnhof bei der Deutschen Bahn und hoheitsrechtlich bei der Bundespolizei. Für den Vorplatz hingegen sind Kommune, der ÖPNV-Betreiber und hoheitsrechtlich die Landespolizei zuständig. Konstellationen wie diese können dazu führen, dass unabhängige Inselsysteme ­installiert werden, was die Gesamtsicht und die Koordination von Maßnahmen ­erschwert.

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