Der Bildungssektor tickt anders

Schul-IT-Projekte überzeugend verkaufen

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3. Welche Parteien sind davon betroffen?

Moderne und zeitgemäße Unterrichtsmethoden, fassen wir sie einmal unter dem Schlagwort „Schule 2.0“ zusammen, betreffen alle an der Bildung beteiligten Parteien: Lehrer, Schulleitung, Schüler – aber auch Eltern und die zuständigen Sachaufwandsträger der kommunalen Ebene (Gemeinde, kreisfreie Städte, Landkreise).

Die Sachaufwandsträger und Schulleitungen müssen für eine adäquate Ausstattung der Schule 2.0 mit neuen Medien sorgen, sie müssen die nötigen finanziellen Mittel bereitstellen. Als Finanzgeber haben sie den entscheidenden Einfluss auf die konkrete Ausstattung der Schulen. Zumeist werden hier regional verbindliche Vorgaben ausgearbeitet, die dann in Rahmenverträgen festgeschrieben werden. Eine größere finanzielle Einbindung der Länder und des Bundes wäre hier wünschenswert. Doch das ist Zukunftsmusik: Hier ist die Politik gefragt, erst einmal die nötigen Änderungen im föderalen Bildungssystem zu schaffen.

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Lehrer müssen sich mit den neuen Möglichkeiten digitaler Medien auseinandersetzen, die nicht selten den klassischen Unterricht vollkommen auf den Kopf stellen. Hier entsteht ein erheblicher Weiterbildungs- und Schulungsbedarf, um die Lehrkräfte nicht zu überfordern. Laut Angaben der Bildungsstudie „Digitale Medien in der Schule“ der Initiative D21 können derzeit nur 17,7% der Lehrer auf individuelle Seminare für technische Fragen beim Einsatz digitaler Hilfsmittel zurückgreifen – gerne in Anspruch nehmen würden dies jedoch 51,2%. Nur mit engagierten und überzeugten Lehrern werden die neuen Medien auch im Schulalltag eingesetzt!

Schüler hingegen benötigen in der Regel keine Motivationsnachhilfe: Sie nutzen digitale Medien in ihrer Freizeit und entdecken mit Neugierde und Spaß deren Möglichkeiten.

Hausaufgaben oder angefangene Projekte können digital mit nach Hause genommen oder gar per Mail heimgeschickt werden. Von den 500 befragten Schülern der BITKOM-Studie „Bildung 2.0 – Digitale Medien in Schulen“ machen bereits 29% täglich ihre Hausaufgaben mit dem Computer, weitere 46% nutzen ihn mindestens einmal pro Woche.

So werden zusehends der schulische und private Bereich immer mehr miteinander verwoben. Hier kommen auch die Eltern ins Spiel. Als „privater Financier“ müssen sie die Verantwortung für die IT-Ausstattung ihrer Kinder zu Hause übernehmen. Darüber hinaus sind Eltern auch bereit, einen gewissen Beitrag für die schulische Ausstattung beizusteuern. Rund die Hälfte der in einer Studie der Initiative D21 befragten Lehrer geht davon aus, dass Eltern sich aktiv an den Investitionen für elektronische Hilfsmittel in der Schule beteiligen würden. Während Lehrer in den neuen Bundesländern von durchschnittlich 88 Euro pro Kind und Jahr ausgehen, sind Lehrer in den alten Bundesländern der Ansicht, dass Eltern im Durchschnitt bereit wären, 133 Euro jährlich in die technische Ausstattung ihres Kindes zu investieren.

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