Samsung Mobile Partner Conference 2024 Samsung sieht’s sportlich

Von Margrit Lingner 4 min Lesedauer

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Samsung will die Digitalisierung nicht nur in Büros vorantreiben. Vielmehr sollen auch Frontline-Worker in der Logistik oder im Gesundheitsbereich von der digitalen Transformation profitieren. Um das zu erreichen, braucht Samsung verstärkt verlässliche Partner.

Auf der Mobile Partner Conference 2024 hat Samsung bekräftigt, den sportlichen Teamgeist zu fördern und die Zusammenarbeit mit Partnern zu intensivieren.(Bild:  IBEX.Media - stock.adobe.com)
Auf der Mobile Partner Conference 2024 hat Samsung bekräftigt, den sportlichen Teamgeist zu fördern und die Zusammenarbeit mit Partnern zu intensivieren.
(Bild: IBEX.Media - stock.adobe.com)

Auf der zweiten Samsung Partnerkonferenz des Mobile Experience Bereichs (B2B) hat der Technologie-Gigant die Bedeutung des Channels vor den 270 versammelten Partnern bekräftigt. Trotz des momentan eher schwierigen konjunkturellen Umfelds sieht Samsung vor allem bei mobilen Geräten großes Wachstumspotenzial. So schätzt auch Bitkom, dass ITK-Unternehmen in Deutschland 2024 ein Umsatzplus von insgesamt 4,4 Prozent erwirtschaften werden. Samsung ist dem letzten Quartalsergebnis zufolge im Geschäftsbereich Mobile (MX) und Networks gewachsen. Dabei ist die Nachfrage nach Smartphones im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht angestiegen, getrieben vom Premiumsegment.

Wachstumspotenzial sieht Tuncay Sandikci, Director IT & Mobile Communication B2B Samsung, aber auch bei robusten Mobilgeräten. Schließlich erwarten Analysten in dem Bereich eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 8,4 Prozent. Die Konkurrenz ist nicht zuletzt durch die Insolvenz von Catphones geschrumpft. Und taffe Tablets und Smartphones, wie das kürzlich vorgestellte Galaxy Tab Active 5 und das Galaxy Xcover 7 adressieren laut Sandikci genau den Markt, den Samsung mit Partnern im Visier hat: die Frontline-Worker.

Tuncay Sandikci, Director IT & Mobile Communication B2B Samsung(Bild:  Samsung)
Tuncay Sandikci, Director IT & Mobile Communication B2B Samsung
(Bild: Samsung)

Mit der notwendigen Motivation und sportlichem Teamgeist kann damit das Jahr 2024 zum Schlüsseljahr für eine erfolgreiche digitale Transformation werden

Tuncay Sandikci, Director IT & Mobile Communication B2B Samsung

Digitalisierung mobil denken

Während die Digitalisierung in den meisten Büros längst angekommen ist, hinken zum Beispiel Gastronomie, Logistik oder Healthcare bei der digitalen Transformation hinterher. Vorherrschend sind dort vielfach noch Insellösungen mit Geräten, die mit proprietären Betriebssystemen laufen. Problematisch sind sie unter anderem, weil die Anbindung an Unternehmensnetze schwierig ist. Zudem sind Funktionen und Bedienung nicht immer intuitiv und Schulungen erforderlich. Das geht zu Lasten von Produktivität, Kommunikation und nachhaltiger Mitarbeiterbindung. „In vielen mittelständischen und kleineren Unternehmen halten die Frontliner den Betrieb am Laufen – egal ob im Warenlager, im Lkw, am PoS, auf der Baustelle oder im ambulanten Pflegedienst“, führt der Mobile-Manager aus. „Doch sie brauchen mehr denn je eine umfassende digitale Integration in die Betriebsabläufe. Das kann mehr Effizienz und höhere Zufriedenheit schaffen“, führt Sandikci aus.

„Mobile first“ lautet also die Devise und abgestimmt darauf hält Samsung die passenden Geräte bereit. Das neue Galaxy XCover7 und das Tab Active 5 der Enterprise Edition sind robust, bei Nässe und Regen einsetzbar, ebenso wie bei extremeren Temperaturen (zertifiziert nach MIL-STD-810H und IP68). Sie lassen sich auch mit Handschuhen bedienen und sollten dabei genauso leistungsstark sein wie herkömmliche Smartphones oder Tablets. Abgesehen davon laufen sie mit Android als Betriebssystem.

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Ebenfalls für Frontliner interessant dürfte das neue Flaggschiff-Smartphone das Galaxy S24 sein. Es ist nicht nur zertifiziert nach IP68 und mit Wasser- und Staubschutz versehen. Vielmehr will Samsung damit den Eintritt in die KI-Ära einläuten. Integriert ist ein Chipsatz, der für eine effiziente KI-Verarbeitung sorgen soll. Und mit an Bord sind zudem Funktionen wie die AI-Live-Übersetzung. Damit können Audio- oder Textinhalte nahezu in Echtzeit übersetzt werden. Diese KI-basierte Übersetzung dürfte für Mitarbeiter in der Gastronomie, Logistik oder Gesundheitsbereich interessant sein. Wann diese Funktion aber auch beispielsweise in die robusten Mobilgeräte von Samsung Einzug halten wird, ist allerdings noch nicht bekannt.

Doch gibt der Samsung B2B-Chef zu bedenken, dass KI-Funktionalitäten gerade im Geschäftsumfeld auf dem Gerät selbst laufen müssten. Schließlich blockierten verschiedene Unternehmen bereits generative KI-Tools wegen Sicherheitsbedenken. Genau das soll mit den neuen Premium-Phones möglich sein.

Integrierte Sicherheit

Für die Einbindung von Samsungs Mobilgeräten in Unternehmensprozesse und Kommunikation sprechen auch die Sicherheitsfunktionen. Mit der Knox-Plattform, die bereits vor elf Jahren eingeführt wurde, sind laut Hersteller vom Chip und der Firmware an aufwärts Sicherheitsmechanismen eingebaut. Darüber hinaus stellt Samsung für mittelständische Unternehmen die Knox Suite bereit. Dabei handelt es sich um eine Device-Management-Plattform für die Überwachung mobiler Geräte und das Patch-Management.

Sandikci ist überzeugt, dass „die sichere Einbindung mobiler Geräte in Unternehmensprozesse und Kommunikation technologisch und wirtschaftlich machbar ist – genauso wie die Personalisierung an spezifische Anforderungen, zum Beispiel mit Hilfe unserer Software-Development-Kits“. Gelingen könne das aber nur mit der Unterstützung von Partnern. Durch die fortschreitende Digitalisierung und die zunehmenden Cyberbedrohungen sind „Partner aber immer mehr gefordert, Expertise zu zeigen“, führt der Samsung-Manager aus. Sie müssten Beratungskompetenz aufbauen und Knowhow vermitteln.

Partner unterstützen

Um das leisten zu können, will Samsung die Arbeit mit und für Partner verstärken. Bereits jetzt habe sich die Partnerstruktur bei Samsung Mobile verändert und der Anteil von Systemhäusern stark zugenommen. Profitiert hätten Samsung dabei unter anderem auch durch den Rückzug von Fujitsu aus dem Client-Geschäft. Praktischerweise bieten die Koreaner inzwischen wieder Notebooks an, die das Mobile-Ökosystem ergänzen und erweitern.

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Um mit den Systemhauspartnern intensiver auch an Leuchtturmprojekten arbeiten zu können, gibt es seit Anfang 2024 ein neues Partnerteam mit sechs Account-Managern im Außendienst in sechs Regionen in Deutschland. „Mit der notwendigen Motivation und sportlichem Teamgeist kann damit das Jahr 2024 zum Schlüsseljahr für eine erfolgreiche digitale Transformation werden“, erklärt Tuncay Sandikci.

Im Rahmen der Mobile Partner Conference kürte Samsung zudem die Partner des Jahres 2023 und vergab neun Awards. Ausgezeichnet wurden Brodos, Cancom, Deutsche Telekom, Hermann Müller Elektrogrosshandel, Komsa, MR Datentechnik, Parfümerie Douglas, SoftClean und Vodafone.

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