KI im Mehrspielermodus Salesforce stellt Slack Code vor

Von Alexander Siegert 3 min Lesedauer

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Mit Slack Code will Salesforce die Entwicklung mit KI-Agenten aus individuellen Umgebungen in die Teamarbeit holen. Projektbezogene Code-Kanäle bündeln Gespräche, Arbeitspläne, Code-Änderungen und Live-Vorschauen und sollen so die Zusammenarbeit erleichtern.

Mit Slack Code integriert Salesforce KI-gestützte Softwareentwicklung in die Teamkollaboration. Entwickler, Designer und Produktmanager sollen in gemeinsamen Code-Kanälen zusammenarbeiten.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Mit Slack Code integriert Salesforce KI-gestützte Softwareentwicklung in die Teamkollaboration. Entwickler, Designer und Produktmanager sollen in gemeinsamen Code-Kanälen zusammenarbeiten.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Salesforce will die Entwicklung von Software mit KI-Agenten stärker in die tägliche Teamarbeit integrieren. Dafür stellt der Konzern Slack Code vor. Die neue Arbeitsumgebung soll KI-gestützte Softwareentwicklung in eigenen Code-Kanälen innerhalb von Slack bündeln. Neben Entwicklern sollen sich damit auch Produktmanagement, Design und weitere Fachbereiche am Entwicklungsprozess beteiligen können.

Entwicklung und Review in einem Kanal

Für eine Entwicklungsaufgabe beziehungsweise ein Projekt kann Slack einen eigenen Code-Kanal anlegen. Wird ein KI-Agent in einer Unterhaltung angesprochen, erstellt Slack den entsprechenden Kanal automatisch. Dort werden Diskussion, Aktionsplan, Code-Änderungen und -Abgleiche sowie eine Live-Vorschau der Anwendung zusammengeführt. Die Beteiligten können damit den Entwicklungsprozess verfolgen, Ergebnisse prüfen und Feedback geben. Nach Abschluss einer Aufgabe wird der Code-Kanal archiviert. Das Prüfprotokoll bleibt jedoch erhalten und kann weiterhin durchsucht werden. Separate Ansichten für Diskussion, Aktionsplan, Code-Diffs und Live-Vorschau sollen dabei für Transparenz sorgen. So lässt sich laut Salesforce nachvollziehen, welche Arbeitsschritte ein Agent ausführt und welche Änderungen am Code vorgenommen wurden.

Vom Copiloten zur Teamarbeit

Mit Slack Code erweitert Salesforce den Einsatz von KI-Coding-Agenten über den klassischen Entwicklerarbeitsplatz hinaus. Produktmanager, Designer und nicht-technische Teammitglieder sollen Agenten anstoßen, Ergebnisse prüfen und sich in den Entwicklungsprozess einbringen können. Als mögliche Einsatzbereiche nennt Salesforce unter anderem Routineaufgaben und Fehlerbehebungen. Die gemeinsame Arbeitsumgebung soll zudem Kontextwechsel und Abstimmungsschleifen reduzieren. Änderungen können direkt in Slack geprüft und freigegeben werden. Anschließend kann ein Agent beispielsweise einen Pull Request öffnen. Das im Projekt entstehende Wissen bleibt dabei in Slack verfügbar und kann auch später wieder abgerufen werden. Salesforce positioniert Slack Code damit nicht nur als Entwicklerwerkzeug, sondern als gemeinsamen Arbeitsbereich für Entwickler und andere Projektbeteiligte. Die Ergebnisse der Agenten sollen für das Team sichtbar und nachvollziehbar bleiben.

Mehrere Coding-Agenten integriert

Die Lösung setzt auf ein offenes Ökosystem und unterstützt zum Start mehrere Coding-Agenten. Dazu gehören Claude Code von Anthropic, Devin von Cognition, GitHub Copilot, ChatGPT von OpenAI sowie die Agenten von Vercel. Die Anbindung erfolgt über APIs. Salesforce will diese Schnittstellen künftig auch für weitere Agenten und unternehmensspezifische Lösungen öffnen. Einsetzen lassen sich die individuellen Enterprise-Agenten dem Anbieter zufolge in Fachbereichen wie Recht und Marketing. Damit beschränkt sich der Ansatz nicht auf die klassische Softwareentwicklung. Die Code-Kanäle dienen zunächst als Anwendungsfall für die Zusammenarbeit mit Agenten, sollen perspektivisch aber auch andere agentische Arbeitsprozesse unterstützen.

Sicherheitsmodell von Slack bleibt bestehen

Bei der Zusammenarbeit mit KI-Agenten greift Slack Code auf das bestehende Sicherheits- und Berechtigungsmodell der Plattform zurück. Die Agenten sollen damit innerhalb der vorhandenen Administrations- und Zugriffsstrukturen arbeiten. Die Kontrolle über die Ergebnisse bleibt beim Menschen. Teammitglieder können einen Agenten jederzeit pausieren, umleiten oder stoppen. Für kritische Änderungen ist weiterhin eine menschliche Freigabe erforderlich. Das betrifft beispielsweise den Schritt, bei dem Code in eine produktive Umgebung überführt wird. Die Agenten übernehmen damit bestimmte Arbeitsschritte innerhalb des Entwicklungsprozesses. Die Entscheidung über deren Umsetzung und insbesondere über kritische Änderungen bleibt bei den beteiligten Mitarbeitern.

Slack Code und die neuen Code-Kanäle sind ab sofort in allen Slack-Versionen verfügbar. Für die Nutzung der angebundenen Partner-Agenten ist jeweils ein separater Zugang zu dem entsprechenden Dienst erforderlich.

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