Angetestet: Asus Proart PZ13 Robustes 2-in-1-OLED-Tablet mit Snapdragon X

Von Klaus Länger 3 min Lesedauer

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Asus beschreibt das Proart PZ13 als Windows-11-Tablet für Kreative. Es ist derzeit eines von zwei Tablets, das die Microsofts Copilot+-Vorgaben erfüllt. Wir nehmen das 13,3 Zoll große Detachable mit OLED-Panel und Octacore-Snapdragon-X-Plus-Prozessor im Hands-on-Test unter die Lupe.

Ein echtes Glanzstück beim Asus Proart PZ13 ist das 13,3 Zoll große OLED-Touch-Display mit 3K-Auflösung, also 2.880 x 1.800 Pixel. Stifteingaben erkennt das Panel ebenfalls.(Bild:  Vogel IT-Medien)
Ein echtes Glanzstück beim Asus Proart PZ13 ist das 13,3 Zoll große OLED-Touch-Display mit 3K-Auflösung, also 2.880 x 1.800 Pixel. Stifteingaben erkennt das Panel ebenfalls.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Derzeit gibt es nur zwei Windows-2-in-1-Tablets auf dem Markt, die die Anforderungen an einen Copilot+-Rechner erfüllen: Das Microsoft Surface Pro 11 und das von uns getestete Asus Proart PZ13 HT5306. Asus bewirbt das Proart PZ13 als Gerät für „aktive Kreative“. Denn es verfügt nicht nur über ein bis zu 500 Nits helles OLED-Panel mit 3K-Auflösung, sondern es ist auch noch IP52-zertifiziert und damit gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Die oberste Schicht des Touchscreens besteht aus kratzfestem Gorilla Glass NBT. Zudem soll das Tablet extreme Temperaturen zwischen +70 und -30 Grad Celsius verkraften.

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Qualcomm-Prozessor mit acht Kernen

In dem 9 mm dünnen Tablet arbeitet als Prozessor ein Qualcomm Snapdragon X Plus X1P-42-100 mit acht Cores, integrierter Adreno-GPU und 45-TOPS-Hexagon-NPU. Bei der ARM-CPU verzichtet Qualcomm auf die vier zusätzlichen Effizienz-Cores der Elite-CPUs und der Takt ist mit maximal 3,4 GHz niedriger. Das spiegelt sich im Anwendungs-Benchmark PCMark 10 wieder, der die ARM-Versionen der Microsoft-Office-Anwendungen nutzt. Das Proart PZ13 erzielt 12.334 Punkte, während ein Dell Latitude 7455 mit Snapdragon X Elite auf 14.602 Punkte kommt. Damit ist das mit 16 GB LPDDR5X bestückte Asus-Tablet bei für ARM-Prozessoren ausgelegten Anwendungen immer noch ein sehr flotter Mobilrechner, der zudem im Akku-Betrieb bei 80 Prozent Display-Helligkeit fast 16 Stunden Laufzeit schafft. CPU und GPU arbeiten dabei allerdings im Flüstermodus bei reduziertem Takt. Aber auch bei voller Leistung und hoher Last bleibt das aktiv gekühlte Proart PZ13 sehr leise. Die Leistung der Adreno-GPU mit 1,7 TFLOPS liegt mit knapp 16.000 Punkten im 3DMark Night Raid allerdings deutlich unter der eines Snapdragon X Elite mit 3,8-TFLOPS-GPU, der hier gut 10.000 Punkte mehr erzielt.

Hochauflösendes OLED-Panel

Das OLED-Panel mit einer Bildwiederholrate von 60 Hz und 2.880 x 1.800 Bildpunkten im 16:10-Format ist bei der VESA für Display HDR True Black 500 zertifiziert. Zudem deckt es den DCI-P3-­Farbraum zu 100 Prozent ab und ist Pantone-validiert. Für das Zeichnen auf dem Tablet oder die Retusche von Fotos gehört ein Asus Pen 2.0 mit 4.096 Druckstufen und auswechselbaren Spitzen mit unterschiedlicher Härte zum Lieferumfang. Zudem sitzt hinter einer Abdeckung auf der linken Seite des Metallgehäuses ein SD-Card-Reader, der den schnellen SD-Express-7.0-Standard unterstützt. Als Massenspeicher ist eine WD-SN740-SSD mit einem TB Speicherplatz eingebaut. Solo ist das Tablet 850 Gramm leicht. Mit angedocktem Keyboard und magnetisch befestigtem Ausklapp-Standfuß bringt es 1,4 kg auf die Waage. Das dünne Keyboard mit beleuchteten Tasten ist ordentlich, zeigte im Test aber gelegentlich Verbindungsprobleme nach dem Andocken. Das große Touchpad ist sehr gut. Die Lautsprecher klingen etwas dünn. Mager ist auch die Schnittstellenausstattung mit nur zwei USB-4-Ports im USB-C-Format und dem SD-Card-Leser. Als Netzwerkschnittstelle dient auch hier der Wi-Fi-7-Chip von Qualcomm. Über dem Display sitzt eine hochwertige 5-MP-Webcam. Die rückseitige 8-MP-Kamera ist dagegen nur für Schnappschüsse brauchbar.

Tolles Display und gute Akkulaufzeit

Das Proart PZ13 gefällt durch seine robuste Bauweise, das hervorragende OLED-Display mit Stifterkennung und eine gute Performance bei ARM-Anwendungen. Bei für x86-Prozessoren ausgelegten Anwendungen bremst allerdings die notwendige Emulation. Die Akkulaufzeit ist mit fast 16 Stunden sehr gut, der fast lautlose Betrieb ein echter Pluspunkt. Die NPU wird zukünftig bei immer mehr Grafikanwendungen eine Rolle spielen, etwa bei Adobe-­Programmen, die zudem nativ auf ARM laufen. Weniger gut haben uns die magere Schnittstellenausstattung sowie die fehlende 5G-Option gefallen, gerade beim angepeilten Einsatzgebiet. Dafür ist das Tablet mit knapp 1.600 Euro vergleichsweise günstig, vor allem da Keyboard und Stift bereits zum Lieferumfang zählen.

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