Angetestet: Asus Expertbook P5 (P5405) Copilot+-Notebook mit Intel inside

Von Klaus Länger 4 min Lesedauer

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Im 14-Zoll-Notebook Asus Expertbook P5 in unserem Hand-on-Test arbeitet als Prozessor ein Intel Core Ultra 7 258V. Die Lunar-Lake-CPU macht das Notebook nicht nur Copilot+-konform, sondern soll auch für eine hohe Leistung bei langer Laufzeit sorgen.

Asus setzt beim Expertbook P5 mit der Modellnummer P5404 beim Prozessor auf Intels Lunar Lake. Bei der 8-Kern-CPU mit integrierter 47-TOPS-NPU für lokale KI-Anwendungen sitzen 32 GB LPDDR5X als Arbeitsspeicher mit auf dem Base Tile. (Bild:  Vogel IT-Medien)
Asus setzt beim Expertbook P5 mit der Modellnummer P5404 beim Prozessor auf Intels Lunar Lake. Bei der 8-Kern-CPU mit integrierter 47-TOPS-NPU für lokale KI-Anwendungen sitzen 32 GB LPDDR5X als Arbeitsspeicher mit auf dem Base Tile.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Die Notebook-Hersteller und auch Microsoft setzen große Hoffnungen auf KI-fähige Notebooks, die bei herkömmlichen Anwendungen eine hohe Performance liefern und zusätzlich noch KI-Anwendungen lokal verarbeiten können. Die erste Generation dieser von Microsoft als Copilot+-PCs getauften Mobilrechner nutzen exklusiv Qualcomms Snapdragon-X-Prozessoren mit ARM-Architektur, da nur hier eine NPU mit mehr als 40 TOPS Leistung integriert ist. Intel war mit Meteor Lake und dessen 16-TOPS-NPU erst mal aus dem Spiel. Die neuen Lunar-Lake-Prozessoren verfügen nun sogar noch über eine etwas flottere NPU und sollen den ARM-Prozessoren auch bei Anwendungsperformance und Effizienz den Schneid abkaufen. Ob das funktioniert, wollen wir mit dem Hand-on-Test des 14-Zoll-Business-Notebooks Asus Expertbook P5 herausfinden.

In der Testkonfiguration ist der 1,29 kg leichte Mobilrechner mit einem Intel Core Ultra 7 258V bestückt. Die CPU verfügt wie alle Lunar-Lake-CPUs über insgesamt acht Kerne. Vier davon sind schnelle Lion-Cove-P-Cores, die anderen vier sind effiziente aber laut Intel trotzdem sehr flotte E-Cores der Skymont-Generation, die im Alltag den Löwenanteil der Rechenarbeit übernehmen. Hyperthreading beherrschen die P-Cores prinzipiell nicht, daher kann die CPU nur acht Threads parallel verarbeiten. Weitere Bestandteile des Core-Ultra-2-Prozessors sind die schon erwähnte NPU, die Xen-2-Grafikeinheit Arc 140V und der 32 GB große Arbeitsspeicher. Der ist bei Lunar-Lake Teil der CPU, um niedrigere Latenzen und einen höheren Speichertakt zu ermöglichen.

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Sehr schnell bei Office-Anwendungen

In der Praxis funktioniert das tatsächlich, wie der Benchmark PCMark 10 von UL Solutions belegt. Im Extended-Lauf des Benchmarks erzielt das Expertbook P5 mit dem neusten V310-BIOS mit 7.220 Punkten ein etwa 14 Prozent besseres Ergebnis als ein Gerät mit einem Core Ultra 7 155H aus der Meteor-Lake-Generation, ohne dabei laut zu werden. Mit 14.180 Punkten im PCMark 10 Applications übertrifft das Asus-Notebooks die bisher von uns getesteten Snapdragon-X-Geräte und hat zudem den Vorteil, dass alle Windows Programme performant laufen. Bei den ARM-Geräten ist da nur bei Anwendungen der Fall, die an deren Architektur angepasst sind. Alle anderen laufen in einem langsameren Emulationsmodus. Die Akkulaufzeit war im Test mit 16 Stunden und 56 Minuten bei 60 Hz Bildwiederholfrequenz ebenfalls sehr überzeugend und liegt ungefähr auf dem Niveau der Snapdragon-X-Notebooks. Das im neuen Elitebook P5 verwendete, entspiegelte IPS-Panel mit 2.560 x 1.600 Pixel schafft auch 144 Hz Bildwiederholrate. Eine automatische Einstellung abhängig von Applikation oder Stromversorgung gibt es leider nicht.

Spiele sind nicht die Domäne eines Business-Notebooks mit im Prozessor integrierter Grafik. Die 35.157 Punkte im 3DMark Night Raid zeigen aber, dass das Asus-Notebook durchaus spieletauglich ist, wenn es nicht die anspruchsvollsten Games sein müssen. Da die GPU Intels KI-Upscaling-Technik XeSS beherrscht, können unterstützte Spiele flüssiger laufen.

Viel Speicherplatz und viele Schnittstellen

Auf dem Mainboard des Testgeräts waren gleich zwei Western-Digital-SSDs vom Typ SN5000 mit jeweils einem TB Kapazität gesteckt: Eine im M.2.2280-Format für das Betriebssystem und eine zweite in kurzer M.2.2230-Bauform für zusätzliche Daten. Im Handel gibt es diese Konfiguration derzeit allerdings nicht, sondern nur eine Variante mit einer SSD für etwa 1.340 Euro. Allerdings hat man hier die Option einer späteren Nachrüstung. Zusätzlich findet sich auf der Hauptplatine noch eine Intel-BE201-Karte gemeinsam mit dem Prozessor für Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4. Eine 5G- oder LTE-Option bietet Asus beim Expertbook P5 nicht.

Umfangreich ist die Schnittstellenausstattung mit zwei Thunderbolt-4-Ports, zwei USB-Typ-A-Buchsen und einem HDMI-Ausgang. Einen LAN-Port gibt es nicht mehr. Die beiden nach unten gerichteten Lautsprecher klingen satt, sofern das Notebook auf einer festen Unterlage steht. Über dem Panel sitzt eine qualitativ gute Full-HD-Webcam mit Infrarot-Sensor für Windows Hello und einer Anwesenheitsfunktion, die über die MyAsus-App gesteuert wird. Die auf der NPU laufenden Windows-Studio-Effekte werden ebenfalls unterstützt. Das beleuchtete Keyboard mit großen Tasten ist in der Mitte etwas nachgiebig, das sehr große Touchpad arbeitet präzise und bietet zusätzliche konfigurierbare Gesten.

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Schnell, ausdauernd und relativ günstig

Mit einem Straßenpreis von rund 1.340 Euro für die Variante mit einer 1-TB-SSD ist das Asus Expertbook P5 gemessen an seiner Ausstattung und Leistung verhältnismäßig günstig. Mit seinem Lunar-Lake-Prozessor und 32 GB schnellem Arbeitsspeicher liefert das Asus-Notebook bei Office-Anwendungen eine sehr hohe Leistung und ist mit seiner schnellen NPU für aktuelle und zukünftige KI-Anwendungen gut gerüstet. Mit AI ExpertMeet bringt das Gerät eine eigene KI-Anwendung für die Transkription, Zusammenfassung und Echtzeit-Übersetzung von Meetings mit. Überzeugend ist die Akkulaufzeit mit 16,75 Stunden bei Office-Nutzung. Weitere Pluspunkte sind das 16:10-Panel mit 2,5K-Auflösung und 144 Hz, der große Massenspeicher. Kleine Schwächen sind die etwas nachgiebige Tastatur und die fehlende 5G-Option.

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