Presse- und Medienarbeit erfolgreich betreiben Public Relations ist der Schlüssel zu mehr Umsatz

Autor / Redakteur: Edith Horton und Axel Oppermann / Katrin Hofmann

Public Relations sowie Presse- und Medienarbeit unterstützen Unternehmen im IT-Channel, ihre Geschäftsziele zu erreichen. Voraussetzung dafür ist eine strategische und langfristige Planung.

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Der Geschäftsführer eines Systemhauses ärgert sich wieder einmal, dass er mit seinem innovativen Dienstleistungskonzept bei der Presse kein Interesse generieren konnte. In der Praxis kommt so etwas leider häufiger vor. Von daher ist es verständlich, wenn sich in solchen Situationen Frust und Unmut einstellen. Obwohl viele Systemhäuser, Internet Service Provider (ISV) oder Value Added Reseller (VARs) neue und pfiffige Eigenentwicklungen, Lösungen oder Dienstleistungskonzepte vorweisen können, finden sie in der Branchen- oder Fachpresse kaum ein regelmäßiges Forum. Hier sind oftmals nur die „Platzhirsche“ der IT-Industrie wie Microsoft, Apple oder Google anzutreffen. Doch woran liegt es, dass eine viel bessere Lösung – beispielsweise zum Archivieren von Daten – in den Medien keine Berücksichtigung findet? Ein Grund ist, dass viele kleine und mittelständische Unternehmen im IT-Channel auf ein strategisches Management von Public Relations verzichten oder es nur halbherzig betreiben.

Was ist Public Relations?

Bei PR (Public Relations / Öffentlichkeitsarbeit) geht es im Kern darum, die Meinung anderer in Bezug auf das eigene Unternehmen positiv zu beeinflussen. Denn der Ruf des Unternehmens wird immer mehr zum Wettbewerbs- und Erfolgsfaktor. Ein schlechter Ruf kann also Zweifel und Zurückhaltung bei Kunden auslösen und Demotivation bei Mitarbeitern bewirken. Deshalb ist es so wichtig, am guten Ruf beziehungsweise Image kontinuierlich zu arbeiten. Imagebildung ist jedoch nicht auf Knopfdruck möglich, sondern ein Prozess, der durch regelmäßige Kommunikationsmaßnahmen die Grundlagen dafür schafft, das Unternehmensbild in der Öffentlichkeit positiv zu beeinflussen. Diese Aktivitäten wirken sich natürlich auch auf das Verhalten von Konsumenten oder Entscheidern aus.

Warum Public Relations?

Es gibt ganz unterschiedliche Motive, die Unternehmen veranlassen, PR aktiv zu betreiben: Informationsdefizite bei Geschäftspartnern oder Mitarbeitern, ein schlechtes Image des Unternehmens oder Probleme am Standort mit Behörden, Bürgerinitiativen oder Nachbarn. Aber auch absatzorientierte Motive können Auslöser für PR-Arbeit sein. So eignet sich PR beispielsweise für eine begleitende Marketing-Politik oder um Vertrauen bei den Zielöffentlichkeiten aufzubauen.

Ein weiteres zentrales Motiv ist häufig aber auch die notwendige Tatsache, sachliche Informationen in den Markt zu tragen. Hierbei kann es sich um Informationen zu Produkten handeln oder Entwicklungen, Chancen und Risiken, die das Unternehmen betreffen. Egal, welche Motive ausschlaggebend für PR sind, der Köder muss immer ein Leckerbissen für den Fisch sein – und nicht für den Angler. Das heißt, das Informationsangebot muss stets mit den Augen des Kunden, nämlich denen des Journalisten, betrachtet werden, damit der tatsächliche Wert und Nutzen für den Journalisten offensichtlich ist.

Unterschiedliche Interessensgruppen adressieren

Public Relations ist ein Werkzeug, welches unterstützend eingesetzt wird, um Unternehmensziele zu erreichen. Dabei richten sich die Aktivitäten an diverse Interessensgruppen. Die Maßnahmen lassen sich nach Motiven oder Zielgruppen segmentieren. Diese sind:

  • Interne PR: Die interne PR wird dann eingesetzt, wenn es darum geht, das gegenseitige Verständnis zwischen Mitarbeitern und Unternehmensführung zu verbessern. Ziel ist es, den Informationsfluss zu fördern und die Motivation zu verbessern. Interne PR bei einem Systemhaus mit einer Vielzahl an Niederlassungen in Deutschland ist daher genauso wichtig wie für einen ISV (Independent Software Vendor) mit „nur“ einem Standort. Bewährte Instrumente sind hierbei Mitarbeiterzeitschriften oder web-basierte soziale Netzwerkstrukturen.
  • Externe PR: Die externe PR richtet sich an externe „Stakeholder“ („interessierte Kreise“) des Unternehmens. Hierzu zählen Geschäftspartner, Politiker oder Kunden. Das beabsichtigte Ziel ist, Akzeptanz für das Unternehmen bei den einzelnen Zielgruppen zu etablieren. Häufig eingesetzte Instrumente sind Kundenzeitschriften, persönliche Gespräche oder Vorträge.
  • Investor Relations (Unterstützung finanzpolitischer Ziele eines Unternehmens), dem PR-Krisenmanagement (reaktive oder präventive PR in Krisensituationen), Produkt-Publicity (öffentlichkeitswirksame Tätigkeiten für ein Produkt-Image) sowie Issues Management (Positionierung von Meinungen des Unternehmens im Rahmen der öffentlichen Diskussion)
  • Presse- und Medienarbeit: Hier geht es darum, Multiplikatoren nachhaltig und kontinuierlich mit Informationen über das eigene Unternehmen und dessen Produkte und Lösungen „zu versorgen“. Zielgruppen sind hierbei unter anderem Journalisten, Blogger oder Redakteure.

Wie mit Journalisten umgegangen werden sollte, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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