Die Nobix Group wächst bundesweit durch gezielte Akquisitionen und verbindet regionale Kundennähe mit zentralen Synergien. CFO Dominik Welz und Andreas Török erklären ihre As-a-Service-Strategie für den Mittelstand.
Nobix-CEO Andreas Török (l.) und Dominik Welz, CFO der Nobix
(Bild: Nobix Group)
Die Nobix Group positioniert sich als ganzheitlicher Service Provider und setzt dabei auf eine klare Buy-and-Build-Strategie. Teil dieser Strategie ist die regionale Kundennähe bei gleichzeitiger Nutzung zentraler Synergien im Hintergrund. Mit diesem Ansatz konnte der IT-Dienstleister seit der Gründung 2022 bereits gut wachsen. Mittlerweile sind Unternehmen wie Huth Communications, Digital Mountain und Brainguards, Bissinger, KKS Kemmler Kopier Systeme, Druck-Los und Kuhn IT Teil der Group.
Ganzheitlicher Ansatz mit regionalem Gesicht
Dabei verfolgt Nobix einen klaren Ansatz im hart umkämpften MSP-Markt. „Wir verstehen uns als ganzheitlicher Service Provider für den Mittelstand – sowohl technologisch als auch im ganzen Service-Lifecycle“, erklärt Andreas Török, CEO der Nobix Group. Das Unternehmen unterstützt Kunden von der Infrastruktur über Security bis hin zu Kerngeschäftsapplikationen, und das entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
„Den bewussten Spagat zwischen regionaler Nähe und zentralen Synergien“, sieht Török dabei als Alleinstellungsmerkmal. „Nach außen bleiben unsere Gesellschaften die direkten Ansprechpartner mit starkem lokalem Bezug. Im Hintergrund schaffen wir aber Skaleneffekte bei Portfolio und Leistungserbringung, die für den Kunden unsichtbar, aber spürbar sind“, so Török weiter.
Strukturierte Akquisitionsstrategie mit menschlichem Fokus
Die Gruppe hat in den vergangenen Jahren einen strukturierten Kriterienkatalog für Übernahmen entwickelt, wie CFO Dominik Welz erklärt. Neben strategischem Fit bei Produkten, Services und Geografie stehen solide Finanzen im Fokus: „Wir suchen Unternehmen, die mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen. Wir sind kein Restrukturierer, sondern wollen uns auf Augenhöhe begegnen.“
Mitarbeiter sind das wertvollste Gut der übernommenen Unternehmen.
Dominik Welz, CFO der Nobix Group
Entscheidend ist jedoch, dass die Unternehmenskulturen harmonieren. „Das wichtigste Kriterium ist die menschliche Komponente. Durch unseren dezentralen Ansatz ist es essenziell, dass der Verkäufer – oft Geschäftsführer und Gründer – an Bord bleibt und menschlich zu uns passt“, betont Welz. Der Grund, warum IT-Dienstleister Teil der Nobix werden möchten: Viele erfolgreiche Mittelständler stoßen an natürliche Wachstumsgrenzen. Dabei werde häufig das Backoffice zum Flaschenhals und qualifiziertes sowie spezialisiertes Personal sei schwer zu finden oder zu finanzieren. „Kleine IT-Dienstleister kämpfen mit dem Fachkräftemangel, besonders bei kritischen Skills wie Security, Cloud oder KI. Talentierte Fachkräfte werden von Teams mit gleichwertigen Kollegen und spannenden Projekten angezogen – das gelingt in größeren Strukturen einfacher,“ führt Török aus.
Mitarbeiter-Integration als Schlüssel zum Erfolg
Die Integration übernommener Teams erfolge behutsam. „Mitarbeiter sind das wertvollste Gut der übernommenen Unternehmen. Unser erster Schritt nach der Vertragsunterzeichnung ist daher der persönliche Dialog“, beschreibt Welz das Vorgehen.
Kontinuität stehe dabei im Vordergrund. „Der Schlüssel ist die Kontinuität der Führung. Viele Mitarbeiter haben einen starken Bezug zum Gründer – diesen durch eine Gruppenvision zu ersetzen wäre kontraproduktiv. Stattdessen ergänzen wir“, erklärt Török. Quartalsweise Townhall-Meetings, monatliche Newsletter und ein Gruppen-Intranet sollen Verbindungen schaffen, ohne die gewachsenen Strukturen zu zerstören. Dieses Vorgehen nehmen die Mitarbeitenden gut auf. Das Feedback sei durchwegs positiv, wie Törok und Welz betonen.
Strategisch setzt Nobix konsequent auf As-a-Service-Modelle. „Wir sind extrem puristisch: Unser Ziel sind hochstandardisierte As-a-Service-Produkte. Viele mittelständische Kunden haben keine eigene IT-Abteilung und wollen IT so einfach wie möglich konsumieren“, erläutert Török die Portfolio-Strategie.
Diese Fokussierung hat jedoch auch Einschränkungen: „Dieses Modell hat eine natürliche Grenze: Ab einer gewissen Unternehmensgröße werden die Anforderungen so komplex, dass Standards nicht mehr ausreichen. Deshalb bleiben wir bewusst im Mittelstand, wo unser Ansatz optimal funktioniert“, begründet der CEO.
Bei Cloud-Services setzt das Unternehmen auf Partnerschaften statt Eigenentwicklung. Die Zusammenarbeit mit Ionos ergänzt um Microsoft Azure soll den deutschen Mittelstandskunden eine DSGVO-konforme Alternative zu den großen Hyperscalern bieten.
Stand: 08.12.2025
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Unser Ziel sind hochstandardisierte As-a-Service-Produkte. Viele mittelständische Kunden haben keine eigene IT-Abteilung und wollen IT so einfach wie möglich konsumieren.
Andreas Török, CEO der Nobix Group
Proaktive Security-Sensibilisierung
Das Thema Security geht Nobix proaktiv an. „Digitale Souveränität ist definitiv ein Thema – manche Kunden sprechen es bewusst an, andere instinktiv. Leider entwickeln viele erst nach einem Vorfall das entsprechende Bewusstsein“, beobachtet Török.
Als Antwort darauf, hat die Nobix Group ein ganzheitliches Security-Assessment entwickelt, das inzwischen kostenlos allen Kunden angeboten wird. „Security ist sehr segmentiert – ein Penetrationstest beleuchtet nur einen kleinen Bereich. Unser Assessment betrachtet die gesamte Security-Landschaft und zeigt auf, wo Nachholbedarf besteht“, so Török weiter.
Geografisch will sich Nobix von der aktuellen Konzentration auf Süddeutschland lösen. „Frankfurt steht im Fokus – IT-technisch sehr spannend, und wir führen bereits Gespräche. Auch der Norden interessiert uns stark“, erklärt Török die Expansionspläne.
Dabei soll das geografische wie auch thematische Wachstum entsprechend der Buy-and-Build-Strategie durch Zukäufe erfolgen. Unterstützt wird der Service Provider dabei durch das Münchner Private-Equity-Unternehmens Liberta Partners. „Auswahl und Prozess haben wir im Griff, auch Geschwindigkeit können wir. Das Interesse, Teil der Nobix Gruppe zu werden, wächst stetig“, ist Welz überzeugt. Gleichzeitig weiß er, dass Akquisitionen auch mit Hürden einhergehen, unter anderem bei der Integration der Unternehmen: „Was auf dem Papier skizziert ist, erweist sich in der Realität meist als komplexer und langwieriger. Wir kaufen Unternehmen mit starken individuellen Kulturen – und müssen parallel eine einheitliche Nobix-Kultur aufbauen.“
Der Zeitfaktor spielt daher eine entscheidende Rolle: „Es braucht Zeit, bis Mitarbeiter zwei Herzen in der Brust schlagen haben – für ihr ursprüngliches Unternehmen und für die Gruppe.“ Positive Überraschungen gibt es dennoch: „Mitarbeiter gehen oft schneller in den gruppenweiten Austausch als erwartet. Sie suchen sich proaktiv Support von Kollegen in anderen Gesellschaften.“