NetApp Insight 2023 Neue Wege beim universellen Storage

Von Klaus Länger 3 min Lesedauer

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NetApp baut das Lösungsportfolio für einen universellen Data Storage aus. Auf der Insight 2023 in Las Vegas präsentierte der ­Hersteller ein neues SAN-System mit ­Capacity-Flash, neue ­Cloud-Storage-Angebote bei allen drei Hyperscalern und natürlich Lösungen für Workloads mit Künstlicher Intelligenz.

Die mit QLC-SSDs bestückten SAN-Systeme der ASA-C-Familie sind nicht ganz so schnell wie die der A-Serie, dafür aber günstiger. Sie sind ebenfalls für unternehmenskritische Anwendungen bestimmt.(Bild:  NetApp)
Die mit QLC-SSDs bestückten SAN-Systeme der ASA-C-Familie sind nicht ganz so schnell wie die der A-Serie, dafür aber günstiger. Sie sind ebenfalls für unternehmenskritische Anwendungen bestimmt.
(Bild: NetApp)

Vor zwei Jahrzehnten war NetApp Vorreiter beim Unified Storage, also der Kombination von File- und Block-Storage in einer Plattform. Später ist noch Object Storage hinzugekommen. Heute ist daraus eine übergreifende Storage-Umgebung geworden, die verschiedene On-Premises-Umgebungen und die führenden Hyperscaler umfasst, mit der Ontap-Software als verbindendem Element. Dabei adressiert der Hersteller mit Lösungen für KI und der Abwehr von Ransomware-Angriffen Themen, die Kunden und Channel auf den Nägeln brennen.

All-Flash-SAN mit Capacity-SSDs

Eine neue Produktfamilie für All-Flash-SAN-Storage im Datacenter ist die ASA-C-Serie. Anders als bei der A-Serie geht es hier nicht um die maximale Performance, sondern um ein optimales Verhältnis zwischen Leistung, Kostenersparnis und Nachhaltigkeit, so NetApp. Das Kürzel „C“ steht für „Capacity“: In den symmetrischen Active-Active-Systemen ASA C250, C400 und C800 arbeiten NVMe-SSDs mit QLC-NAND-Flash. Bestimmt sind sie für unternehmenskritische Anwendungen. NetApp garantiert dabei eine Datenverfügbarkeit von 99,9999 Prozent sowie eine Storage-­Effizienz von 4:1. Zudem sind die Systeme für Ransomware Recovery Guarantee von NetApp qualifiziert: Für den Fall, dass nach einem Ransomware-Angriff Daten aus den unveränderlichen Snapshots nicht wiederhergestellt werden können, leistet der Hersteller Kompensation.

Johannes Wagmüller, Senior Director Solutions Engineering EMEA bei NetApp(Bild:  Alex Schelbert)
Johannes Wagmüller, Senior Director Solutions Engineering EMEA bei NetApp
(Bild: Alex Schelbert)

Für Partner interessant ist ein Angebot, das sie bei der Ablösung von Systemen anderer Hersteller bei Kunden unterstützen soll, betont Johannes Wagmüller, Senior Director Solutions Engineering EMEA bei NetApp. Dazu zählen eine Evaluierung der bestehenden Architektur, kostenlose Datenmigration, Softwarelizenzen und Services oder drei Monate kostenloser Support während der Migration. Die Systeme bietet NetApp über Keystone auch als Service für das eigene Datacenter der Kunden an. Weiter ausgebaut wird das Storage-a-a-Service-Angebot etwa durch automatisiertes Daten-Tiering und Stornierung von Überprovisionierung. Das soll neben den Kosten auch den CO2-­Fußabdruck der Kunden verringern.

Ausbau bei Cloud und Kubernetes

Bereits 2014 hat NetApp die ersten Schritte mit Ontap in der Cloud gemacht. Seit August dieses Jahres ist das Unternehmen auch in der Google Cloud vertreten und hat damit das Hyperscaler-Trio komplettiert. Bei Amazon FSx für NetApp Ontap wird die Verbindung zu VMware Cloud on AWS durch VPC Peering einfacher und günstiger gemacht, Microsoft Azure NetApp Files verfügt nun über eine verbesserte Kapazitätsskalierung. Die in BlueXP integrierbare Analyse- und Monitoring-Lösung Cloud Insights wird durch Komponenten für Kubernetes ergänzt, mit denen sich etwa die Größe von Containern besser kalkulieren lässt.

Auf Microsoft Azure bietet die Kubernetes-Management-Lösung NetApp Astra nun zusätzliche Sicherheitsfunktionen: Apps und Volumes können End-to-End-­verschlüsselt und für den Ransomware-Schutz in einem unveränderlichen Backup gesichert werden.

Storage für KI: Kooperationen mit Nvidia und Google

Das Thema Künstliche Intelligenz spielte natürlich auch auf der NetApp Insight eine zentrale Rolle. Gemeinsam mit Nvidia hat der Hersteller den Ontap AI Converged Infrastructure Stack entwickelt. Er kombiniert Nvidias DGX-A100-Server und AI-Enterprise-Software, NetApps All-Flash-Storage mit Cloud-Integration, verbunden durch High-Performance-Switches von Mellanox. Die AFF-C-Serie kann nun ebenfalls für Ontap AI genutzt werden, was gegenüber der AFF-A-Serie die Kosten senkt, bei nur geringen Einschränkungen in der Performance.

Im KI-Sektor kooperiert NetApp mit Nvidia. Ontap AI kombiniert Nvidia-DGX-Server, NetApp All-Flash-Systeme und Netzwerkkomponenten von Mellanox.(Bild:  NetApp)
Im KI-Sektor kooperiert NetApp mit Nvidia. Ontap AI kombiniert Nvidia-DGX-Server, NetApp All-Flash-Systeme und Netzwerkkomponenten von Mellanox.
(Bild: NetApp)

Gemeinsam mit Google kündigt NetApp an, dass Vertex AI, die Managed-KI-Plattform des Hyperscalers, nun gemeinsam mit Google Cloud NetApp Volumes genutzt werden kann und so einen einfachen Datenaustausch mit NetApp-On-Premises-Systemen ermöglicht.

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