Im Gespräch mit Emmanuel Fromont Nachhaltigkeit ist Unternehmensziel

Bis in welche Details man Nachhaltigkeit ausbauen kann, zeigt Acer anhand seines neuen Notebooks Aspire Vero. Wie das Unternehmen seine Zukunft und die der Channel-Partner sieht, darüber spricht Emmanuel Fromont, Präsident EMEA bei Acer.

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Produktion, Logistik, Wiederverwertung – die Nachhaltigkeitskette ist lang. Acer hat mit dem Aspire Vero die Messlatte hoch gelegt.
Produktion, Logistik, Wiederverwertung – die Nachhaltigkeitskette ist lang. Acer hat mit dem Aspire Vero die Messlatte hoch gelegt.
(Bild: © troyanphoto - stock.adobe.com)

Es sind noch 14 Jahre. Bis dahin will Acer zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien setzen. Der Anfang ist längst gemacht. Im Jahr 2012 begann Acer mit der Festlegung von CO2-Reduktionszielen durch Energiemanagement und Nutzung grüner Energie, wobei das Jahr 2009 als Basisjahr genommen wurde. 2020 konnte der taiwanische Hersteller 44 Prozent seines Bedarfs mit erneuerbaren Energien decken und die CO2-Emissionen um 60 Prozent senken.

Emmanuel Fromont, President EMEA bei Acer
Emmanuel Fromont, President EMEA bei Acer
(Bild: Acer)

Emmanuel Fromont, Präsident EMEA von Acer betont: „Wir haben Nachhaltigkeit bereits seit Jahren auf unserer Agenda. Aber eben nicht nur für uns als Unternehmen, sondern auch in Bezug auf unsere Geräte, unsere gesamte Lieferkette und den Endkunden. Da geht es um viele kleine Dinge, mit denen man etwas für Nachhaltigkeit tun kann. Zum Beispiel ist das die Verpackung unserer Geräte oder die Robustheit für eine längere Lebensdauer. Und mit dem Aspire Vero haben wir unser erstes Notebook vorgestellt, bei dem das Gehäuse zum größten Teil aus recyceltem Plastik besteht. Zudem kann man es aufschrauben, um wichtige Komponenten auszutauschen und später auch eine einfachere Wiederverwertung der Material zu ermöglichen.“ Doch es reicht nicht, wenn sich nur ein Unternehmen dieses Ziel setzt. „Die Regulierungen, die die Politik gerade vornimmt, werden uns auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit voranbringen“, ist der Manager überzeugt.

Nachhaltigkeits-Initiative

Mit dem Aspire Vero hat Acer zudem unlängst das erste Notebook vorgestellt, das aus der unternehmenseigenen Nachhaltigkeitsinitiative Earthion heraus entstanden ist. Sowohl die Gehäuseabdeckung als auch die Tastatur des Tiger-Lake-Notebooks bestehen aus Post-Consumer-Recycling-Kunststoff (PCR). Er ist laut Acer zudem frei von Farbstoffen und flüchtigen organischen Verbindungen. Die Verpackung besteht zum Großteil aus recyceltem Papierzellstoff und für alle Aufdrucke wird Sojatinte verwendet. Dieses ökologische Bewusstsein will Acer auch auf Zulieferer und Partner ausdehnen. Tiffany Huang, Co-Chief Operating Officer bei Acer: „Wir haben bereits das Engagement von AUO, Compal, Innolux und Quanta und freuen uns darauf, weitere Partner willkommen zu heißen, die sich der Acer-Earthion-Mission anschließen, um die Entwicklung umweltfreundlicher Designs und Prozesse zu beschleunigen.“ Und Fromont ergänzt: „Auf diesem Weg wollen wir auch unsere Channel-Partner mitnehmen. Hier geht es beim Thema CO2-Fußabdruck beispielsweise um die Logistik, um Recycling- und Service-Modelle.“

Education und Commercial

Bislang läuft es für Acer ohnehin gut. „Wir haben trotz der Chip-Knappheit einen guten Weg gefunden, um durch die vergangenen Monate zu kommen. Denn wir konnten dank unserer Lagerkapazitäten vieles bevorraten und sind dadurch lieferfähig geblieben“, beschreibt Fromont die Lage. Gut lief es auch im Education-Markt. Dabei helfen natürlich auch die Gelder, die vom Staat als Fördermittel kommen, entweder über den DigitalPakt Schule oder über die Corona-Sofortmaßnahmen für Bildung. Speziell für den Bildungssektor hat der Hersteller kompakte und robuste Windows-Notebooks wie das Travelmate Spin B3 entwickelt, die zudem relativ günstig sind und so das Budget der Schulen nicht über Gebühr belasten.

Und noch einen weiteren Trend sieht der EMEA-Manager: „Bislang waren wir vor allem im Consumer-Umfeld stärker, aber gerade punkten wir auch im kommerziellen Bereich immer mehr und wollen hier zu einem starken Mitspieler werden. In den letzten 18 Monaten sind wir im Business Segment stark gewachsen. Das geht durch Produktinnovationen und eine Erweiterung des Produktportfolios. Das bedeutet aber auch eine stetige Neudefinition unserer Programme und die noch stärkere Fokussierung auf den Channel“, setzt Fromont ein klares Signal. Ein Baustein in dieser Strategie ist das noch junge Device-as-a-Service-Geschäft. „Mit den Chromebooks haben wir da einen Fuß in der Türe, mit den Windows-Geräten soll das nun mehr werden. Und mit Device-as-a-Service haben wir ein Zukunftsmodell am Start, in das wir gerade massiv in die nötige Infrastruktur investieren".

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 Klaus Länger

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