Entrust-Studie zeigt Sicherheitstrends auf Multi-Cloud-Modelle kurbeln Verschlüsselungsstrategien an

Von Martin Hensel

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Die Studie „Global Encryption Trends 2022“ des Ponemon Institutes im Auftrag von Entrust zeigt aktuelle Trends im Kampf gegen zunehmende Sicherheitsbedrohungen auf. Unter anderem nahm die Zahl der Unternehmen mit vorhandener Verschlüsselungsstrategie zu.

Die Anzahl der Unternehmen mit einer durchgängigen, firmenweiten Verschlüsselungsstrategie nimmt laut der Entrust-Studie zu.
Die Anzahl der Unternehmen mit einer durchgängigen, firmenweiten Verschlüsselungsstrategie nimmt laut der Entrust-Studie zu.
(Bild: Gerd Altmann / Pixabay )

Demnach stieg die Zahl der Firmen, die über eine konsistente und unternehmensweite Verschlüsselungsstrategie verfügen, im Vorjahresvergleich von 50 auf 62 Prozent. Als Treiber gilt vor allem der Wunsch nach einer stärkeren Kontrolle von Daten, die über mehrere Cloud-Umgebungen hinweg verteilt sind. 61 Prozent der Befragten erhalten dabei Unterstützung von ihren Führungskräften. Zudem werden die Hindernisse etwas besser als bislang bewältigt: Gegenüber dem Vorjahr klagten nur noch 55 statt 65 Prozent der Teilnehmer über Schwierigkeiten beim Auffinden von Daten. Probleme bei der Klassifizierung nannten nur 27 statt 34 Prozent der Befragten.

Lücken gibt es dagegen noch bei der Implementierung von Verschlüsselungslösungen innerhalb bestimmter, sensibler Kategorien. So verschlüsseln nur 34 Prozent der Teilnehmer Datencontainer oder IoT-Plattformen umfassend, bei Big-Data-Repositories ist dies sogar nur bei 31 Prozent der Fall. Hardware-Sicherheitsmodule (HSMs) werden von 63 Prozent aller Befragten als wichtiger Bestandteil einer Verschlüsselungs- und Schlüsselverwaltungsstrategie eingestuft – aber nur die Hälfte nutzt HSMs auch tatsächlich.

Mehr Kontrolle über Cloud-Daten erwünscht

Die „Global Encryption Trends 2022“ zeigen außerdem, dass die Verteilung sensibler Daten über mehrere Cloud-Umgebungen hinweg Unternehmen zu erhöhter Sicherheit in diesem Bereich zwingt. Laut Entrust gelte dies insbesondere für containerisierte Anwendungen, bei denen der HSM-Einsatz mit 40 Prozent ein Allzeithoch erreicht hat. 55 Prozent der Unternehmen übertragen sensible oder vertrauliche Daten in die Cloud, unabhängig von deren Verschlüsselungsstatus. Weitere 27 Prozent wollen dies im Lauf der kommenden ein bis zwei Jahren tun.

Ruhende Daten werden bei 44 Prozent der IT-Experten erst in der Cloud verschlüsselt. 38 Prozent erledigen das bereits vor der Übertragung in die Cloud und nutzen dazu eigene, selbstverwaltete Schlüssel. 21 Prozent gaben an, eine Form von „Bring Your Own Key“ (BYOK) zu nutzen. Laut Entrust zeigen die Studienergebnisse, dass die Vorteile des Cloud Computings die Risiken einer Übertragung vertraulicher Daten in die Cloud überwiegen. Verschlüsselung und Datenschutz werden dabei zunehmend von den Unternehmen selbst gehandhabt.

Mitarbeiter bleiben Gefahrenquelle

Knapp die Hälfte (47 Prozent) der Sicherheitsexperten nennen nach wie vor Fehler von Mitarbeitern als größte Bedrohung, die zur Preisgabe sensibler Daten führen könnte. Auch System- oder Prozessstörungen (32 Prozent) und Hacker (29 Prozent) gelten als besonders kritisch. Rund drei Viertel (72 Prozent) der Unternehmen hat bislang mindestens eine Datenschutzverletzung erlitten.

„In den 17 Jahren, in denen wir die weltweiten Trends beim Thema Verschlüsselung analysieren, haben wir einige grundlegende Veränderungen innerhalb der Branche beobachten können. Die diesjährigen Ergebnisse der Entrust 2022 Global Encryption Trends Study zeigen, dass die Unternehmen in einer immer komplexer und dynamischer werdenden IT-Landschaft zunehmend proaktiv und nicht nur reaktiv mit dem Thema Cybersicherheit umgehen“, erklärt Dr. Larry Ponemon, Vorsitzender und Gründer des Ponemon Institutes.

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