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„Intelligent Workplace Report“ von NTT Mitarbeiterbedürfnisse haben höchste Priorität

Autor: Heidemarie Schuster

Homeoffice in der Corona-Pandemie war für viele Mitarbeiter eine große Herausforderung. Der „Intelligent Workplace Report“ von NTT zeigt auf, dass dadurch Unternehmen umdenken und das Wohlbefinden der Mitarbeiter in den Mittelpunkt rücken.

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Der Arbeitsplatz der Zukunft soll Mitarbeiter zufriedener machen.
Der Arbeitsplatz der Zukunft soll Mitarbeiter zufriedener machen.
(Bild: thingamajiggs - stock.adobe.com)

Der NTT-Bericht „Intelligent Workplace Report“ zeigt, dass Covid-19 das Employee Empowerment ganz oben auf die Tagesordnung von Unternehmen gebracht hat. Fast vier Fünftel der weltweit befragten Firmen sind sich einig, dass Homeoffice während der Pandemie eine Herausforderung für die Mitarbeiter war. Arbeitsplatz- und Konnektivitätsprobleme, das Gefühl der Isolation und der Mangel an dedizierten Arbeitsplätzen haben dazu beigetragen.

Laut dem Bericht, für den 1.350 Teilnehmer in 19 Ländern befragt wurden, glauben 87 Prozent aller Befragten und 80 Prozent der Umfrageteilnehmer aus der EU, dass die Bedürfnisse der Mitarbeiter im Mittelpunkt der zukünftigen Arbeitsplatzgestaltung stehen werden. 75 Prozent (EU: 68 %) der Unternehmen sind der Meinung, dass die Mitarbeiter gerne die Wahl und Möglichkeit hätten, in einem Büro zu arbeiten, wenn dies sicher ist. 89 Prozent (EU: 85 %) sind überzeugt, dass Zeit für Face-to-Face-Besprechungen für Teamarbeit oder bei Kundengesprächen wichtig ist.

Nachhaltigere Strategien notwendig

Unternehmen sind nach wie vor mit zahlreichen Corona-bedingten Herausforderungen konfrontiert und müssen deshalb eine nachhaltigere Strategie entwickeln, um ihren räumlich verteilten Mitarbeitern dauerhaft einen sicheren und komfortablen Arbeitsplatz zu bieten. Während 89 Prozent (EU: 84 %) der Unternehmen die Bedeutung der Employee Experience als wichtiges strategisches Unterscheidungsmerkmal einschätzen, sind nur 38 Prozent (EU: 35 %) mit ihren Fähigkeiten in diesem Punkt sehr zufrieden.

Bislang hat weniger als ein Drittel aller Unternehmen (insgesamt: 31 %, EU: 29 %) seine IT-Strategie angepasst, um so die Arbeitsumgebung für die Mitarbeiter an die neuen Bedingungen anzupassen, und deutlich weniger als die Hälfte (insgesamt: 43 %, EU: 42 %) hat bereits neue Kommunikations- und Produktivitätswerkzeuge eingeführt. In vielen Fällen wurde es den Mitarbeitern überlassen, ihre persönlichen Geräte und Anwendungen zu nutzen, was das Risiko von Sicherheitslücken massiv erhöht hat. Tatsächlich haben nur 46 Prozent (EU: 38 %) ihre IT-Security-Kapazitäten erhöht, um die Sicherheit ihrer Organisation und ihrer Mitarbeiter zu gewährleisten.

„Der vernetzte Mitarbeiter – sein Wohlbefinden und die Employee Experience – müssen im Mittelpunkt der künftigen Arbeitsplatzstrategie stehen. Den Menschen zu helfen, in Verbindung zu bleiben und ihre Daten sicher zu halten, ist der Schlüssel zur Betreuung der Belegschaft und zur Aufrechterhaltung von Produktivität und Effektivität“, kommentiert Marilyn Chaplin, Chief Human Resources Officer, NTT Ltd. „Dies muss jedoch durch eine langfristige Strategie für die Digitale Transformation untermauert werden, mit der Einführung neuer Technologien, Richtlinien und natürlich Schulungen, damit sich die Mitarbeiter mit den neuen Plattformen wohlfühlen.“

Arbeitsplatzstrategie für das Büro von morgen

Laut dem Report überprüfen bereits 44 Prozent (EU: 40 %) der Unternehmen die generelle Bürogestaltung und die Frage, wie sie am besten auf die neuen Bedürfnisse der Mitarbeiter abgestimmt werden kann.

Hinsichtlich des Umgangs mit Büroräumen im Allgemeinen sind die Befragten gespalten:

  • Mehr als ein Drittel (34 %) der weltweiten Führungskräfte auf C-Level will die Bürofläche verkleinern, auf der anderen Seite plant fast ein Viertel (24 %) eine Vergrößerung. Die meisten sind sich jedoch darin einig, dass der physische Raum dedizierter und flexibler genutzt wird, um eine kooperativere Umgebung zu ermöglichen.
  • 45 Prozent (EU: 38 %) der Unternehmen wollen Videokonferenz-/Video-Collaboration-Räume installieren, um Mitarbeiter an entfernten Standorten und Mitarbeiter in den Büros zusammenzubringen.
  • 31 Prozent (EU: 25 %) wollen Kreativitäts-/Denkräume einrichten.
  • Über ein Viertel (insgesamt: 27 %, EU: 26 %) will den Platz für individuelle Arbeitsplätze im Büro reduzieren, während es für 30 Prozent (EU: 29 %) der Befragten mehr Besprechungsräume geben sollte.

Zeit für den Arbeitsplatz der Zukunft

Nachdem sie ihr Unternehmen in den letzten Monaten an die Herausforderungen, verursacht durch die Pandemie, angepasst haben, ist mehr als die Hälfte (55 %) der weltweiten Führungskräfte auf C-Level der festen Überzeugung, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, den Arbeitsplatz der Zukunft zu schaffen.

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