Wie Unified Communications die Sicherheitslage verändert Mit starker Abwehr auch unter neuen Vorzeichen sicher

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Immer mehr Unternehmen bündeln ihre Kommunikationsstrukturen und setzen auf Unified Communications (UC). Das stellt neue Anforderungen an die Netzwerksicherheit. Joachim Zubke, Senior Consultant bei Avodaq, erklärt, wie sich Unternehmen gegen mögliche Gefahren rüsten können.

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Sicherheit im Bereich Unified Communications (UC) gewinnt erst seit Kurzem an Bedeutung. Warum wurde diesem Thema bislang relativ wenig Beachtung geschenkt?

Joachim Zubke: In den Anfangszeiten von UC stellten die Systeme aufgrund der geringen Marktdurchdringung kein interessantes Ziel für Hacker dar. Aber mit steigender Anzahl von installierten Lösungen wachsen nun die Gefahren. Laut Prognosen von McAfee, Weltmarktführer für Antivirensoftware, werden die Angriffe auf UC-Systeme noch weiter zunehmen – und damit wächst das allgemeine Problembewusstsein.

Sind beim Thema Sicherheit die Unterschiede zwischen UC und klassischer Telefonie bereits ausreichend bekannt?

Joachim Zubke: Nein, hier ist sicher auf allen Ebenen noch einiges aufzuklären. Denn während sich klassische Telefonanlagen allein durch zugangsgeschützte Räume schon gut absichern lassen, stellt UC völlig andere Sicherheitsanforderungen. Schließlich nutzen diese neuen Systeme öffentliche Medien wie das Internet, auf die eine große Anzahl von Anwendern und damit auch potenzielle Hacker zugreifen können.

Außerdem erbt UC durch die Verschmelzung von Telekommunikation und IT alle bekannten Mängel und Sicherheitsprobleme der IP-basierten Netze. Gefahren sind beispielsweise Denial-of-Service-Angriffe, bei denen Server mit Anfragen überflutet werden, sowie Man-in-the-Middle-Übergriffe, die dem Abhören des Sprachverkehrs entsprechen. Aber auch zeitraubende SPIT-Anrufe (Spam over IP Telephony) – also Sprachwerbung per Telefon – werden zunehmen.

Was bedeuten diese Gefahren für Unternehmen, die UC einsetzen möchten?

Joachim Zubke: Je mehr sich die Kommunikationskanäle in einer Organisation verzweigen, desto unwirksamer werden isolierte Maßnahmen zur Netzwerksicherheit. Deshalb wächst die Bedeutung erstklassiger Systeme, gut geschulter Mitarbeiter und individueller Beratung durch Experten. Wenn Firmen UC-Technologien einführen wollen, sollten sie schon in der Planung mit unseren Security-Spezialisten sprechen. Denn falsche strategische Weichenstellungen lassen sich im Nachhinein oft nur schwer wieder korrigieren.

weiter mit: Universalstrategie gegen Angriffe

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