Cloud Computing, Touchscreen-Schreibtische und eine starke Banking-Sparte Microsoft und die Zukunft – Robert Helgerth unter vier Augen

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

»Das Merkwürdige an der Zukunft ist die Vorstellung, dass man unsere Zeit einmal die gute alte Zeit nennen wird.« Dieses Zitat wird Ernest Hemingway zugeschrieben. Über die Microsoft-Zukunft in der Cloud, bei Schreibtisch-Betriebssystemen und die Folgen der Finanzkrise sprach IT-BUSINESS mit Robert Helgerth, Mitglied der Microsoft-Geschäftsleitung und zuständig für den Mittelstand.

Firmen zum Thema

Microsoft-Geschäftsführer Robert Helgerth ist für den Mittelstand zuständig.
Microsoft-Geschäftsführer Robert Helgerth ist für den Mittelstand zuständig.
( Archiv: Vogel Business Media )

Bis 2011 wird der Anteil an geschäftlicher Software, die aus der Cloud bereitgestellt wird, weltweit auf ein Viertel angestiegen sein. Microsoft-Geschäftsführer Robert Helgerth schließt sich dieser Meinung von Gartner nicht uneingeschränkt an: »So wie ich manchen meiner Kunden einschätze, muss noch einiges passieren, bis diese Daten über ihre Kreditoren und Debitoren in die Cloud stellen.« Dass das Wachstum in den nächsten Jahren aber auch in Deutschland groß sein wird, ist für den Microsoft-Manager unbestritten. Immerhin hat der Software-Konzern zur CeBIT neue Unternehmensanwendungen im Cloud-Computing-Segment vorgestellt, darunter Exchange Online, Sharepoint Online und Office Live Meeting.

Die Gretchenfrage: Google oder Microsoft

Den Wettbewerb mit Google Apps, die nun über ein Resellernetzwerk vertrieben werden, scheut Helgerth nicht. »Ich bin davon überzeugt, dass wir besser zu den Standards bei den eingesetzten Produktivitäts-Tools in den Unternehmen passen«, so Helgerth, der damit zurecht meint, dass vielerorts bereits Office 2007 installiert ist, mit dem die neuen Cloud-Anwendungen bestens kooperieren. Auch aufgrund von Compliance-Richtlinien sei Microsoft in Vorteil: »Wir erfüllen die Datenschutzrichtlinien der EU, somit haben Firmen aus Deutschland in der Regel keine Probleme, wenn ihre Unternehmensdaten auf unseren Servern in Amsterdam oder Dublin gesichert werden«, sagt der Manager. Beim US-Unternehmen Google sei die Situation schon komplexer. Helgerth räumt aber ein, dass es in speziellen Segmenten, beispielsweise bei Steuerberatern in Deutschland auch bei externer Datenhaltung außerhalb der Bundesrepublik rechtlichen Klärungsbedarf gibt.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zur Cloud-Strategie und die Rolle der Partner.

(ID:2019947)