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Microsoft: Mit Azure und 5G zum Edge

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Die 5G-Technologie soll neue Impulse bei der Edge-Technologie setzen.
Die 5G-Technologie soll neue Impulse bei der Edge-Technologie setzen. (Bild: areebarbar - stock.adobe.com)

Der 5G-Standard wird Edge Computing vorantreiben. Microsoft zeigt mit einer Preview-Version von „Azure Edge Zone“, wie das Unternehmen über die eigene Cloud-Plattform in diesem Umfeld ein wichtiger Marktakteur werden will, der Infrastruktur bereitstellt.

Der Ausbau des 5G-Mobilfunks schreitet voran. Folgt man dem „Annual Internet ­Report“ von Cisco werden 2023 in Deutschland 18,4 Prozent aller mobilen Verbindungen auf 5G basieren. Demnach wird es in den kommenden drei Jahren 47,4 Millionen Geräte geben, die mit 5G angesteuert werden. Die durchschnittliche Geschwindigkeit soll 736,2 Mbit/s betragen. Das ist 13 Mal höher als beim jetzigen 4G-Standard.

Von dieser Entwicklung wird auch das Edge Computing als technologisches Trendthema profitieren. Beim Edge Computing werden Daten zur weiteren Verarbeitung nicht gleich in die Cloud oder an ein zentrales Rechenzentrum übertragen. Vielmehr werden sie sozusagen vor Ort am Rand des Netzwerks (Edge = Rand) verarbeitet. Dies reduziert die Latenz und die Reaktionszeit.

Service-Provider finden in diesem Umfeld neue Geschäftsmöglichkeiten, indem sie Dienste über verteilte Architekturen anbieten können, beispielsweise die Verteilung bestimmter Netzwerkfunktionen wie Cloud Radio Access Network für 5G oder das Hosting IoT-basierter Anwendungen.

Niedrige Latenzzeit und Edge Computing

Edge Computing ist insbesondere bei Anwendungen mit niedriger Latenzzeit interessant, also einem geforderten, niedrigen Zeitraum zwischen einer Aktion oder einem Ereignis und dem Eintreten einer Reaktion. Denn wenn man so will, führen diese Anforderungen dazu, dass vor Ort, statt in einem Rechenzentrum gerechnet wird. Beispiele für Anwendungsfälle mit 5G-Bezug und niedrigen Latenzzeiten sind das autonom fahrende Auto, kabellose Greif-Roboterarme oder mobiles Gaming.

Mit Edge Computing können Service-Provider Dienste als Infrastructure-as-a-Service (IaaS) oder Platform-as-a-Service (PaaS) vermarkten. Dies funktioniert jedoch nicht über die herkömmliche Public Cloud, sondern bedarf 5G-Technologie.

Die Entwicklung von Edge Computing steht zwar noch am Anfang, doch in den kommenden Jahren dürften viele IoT-Anwendungsfälle alltäglich werden. So integrieren etwa Anwendungen in den Bereichen Augmented Reality (AR), Virtual Reality (VR) und Mobile Gaming bereits Edge-Computing-Funktionen. Sie erhöhen damit deutlich die Reaktionsfähigkeit.

So stellt sich Microsoft auf

Microsoft will in diesem Marktumfeld mit der Azure-Cloud-Plattform zu einem wichtigen Akteur werden. So kündigte das ­Unternehmen eine Preview-Version von „­Azure Edge Zones“ an. Der neue Dienst kombiniert die 5G-Technik sowie Angebote bekannter Netzbetreiber und Ausrüster mit Microsoft Azure. Daraus ergeben sich neue Einsatzszenarien für Entwickler, Kunden und Partner. Azure Edge Zones wird in drei Varianten verfügbar sein:

  • „Azure Edge Zones“ bietet Azure-Dienste, eine App-Plattform und Management-Funktionen bis ins Edge, um neue 5G-Anwendungen zu ermöglichen.
  • „Azure Edge Zones with carriers“ soll es ermöglichen, Azure-Dienste direkt mit 5G über die Rechenzentren der Netzbetreiber zu verbinden. Auf diese Weise soll es den Entwicklern ermöglicht werden, optimierte und skalierbare Anwendungen mit Azure zu erstellen, die direkt mit 5G-Netzen verbunden sind. Microsoft zielt dabei darauf ab, die Vorteile der durchgängigen Azure-APIs und Werkzeuge für diese Zwecke besser nutzbar zu machen, die in der Public Cloud verfügbar sind.
  • „Azure Private Edge Zones“ stellt Microsoft-Kunden ein privates 5G/LTE-Netzwerk in Kombination mit der verwaltenden Azure-Appliance „Azure Stack Edge“ bereit.

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