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Die Welt in 2030

Mensch-Maschine-Zusammenarbeit ungewiss

| Autor: Sarah Böttcher

Was die Zukunft bringen mag, bietet Raum für Spekulationen. Eine neue Ära der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine ist jedoch bereits angebrochen.
Was die Zukunft bringen mag, bietet Raum für Spekulationen. Eine neue Ära der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine ist jedoch bereits angebrochen. (Bild: gemeinfrei/Pixabay / CC0)

Mensch und Maschine werden in nicht allzu ferner Zukunft Hand in Hand zusammenarbeiten. Doch wie sich diese Partnerschaft auszeichnen wird und welche Folgen sich daraus ergeben, ist für die meisten Führungskräfte noch unklar.

Der Beginn einer neuen Ära der Partnerschaft zwischen Menschen und Maschinen steht kurz bevor. Doch über mögliche Konsequenzen herrscht Uneinigkeit. Zu diesem Ergebnis kam eine aktuelle internationale Studie von Vanson Bourne im Auftrag von Dell Technologies.

Auch der Alltag wird vor dem Einfluss der Maschinen nicht verschont bleiben.
Auch der Alltag wird vor dem Einfluss der Maschinen nicht verschont bleiben. (Bild: Dell)

Demnach erwarten 50 Prozent der Befragten, dass automatisierte Systeme mehr freie Zeit schaffen werden, während die andere Hälfte diese Auffassung nicht teilt. Ähnlich gespalten äußern sich die Führungskräfte zur künftigen Arbeitszufriedenheit: 42 Prozent von ihnen glauben, dass durch die Auslagerung von ungeliebten Aufgaben an intelligente Maschinen die Arbeitszufriedenheit zunehmen wird. 58 Prozent erwarten dies nicht.

Optimisten vs. Pessimisten

Ob sich mehr Chancen oder Bedrohungen durch eine engere Zusammenarbeit ergeben werden, bietet Raum für Spekulationen. 48 Prozent der Studienteilnehmer sind davon überzeugt, dass eine steigende Abhängigkeit auch die Risiken von Cyberangriffen erhöhen wird. Die Hälfte der teilnehmenden Führungskräfte wünschen sich klare Protokolle, falls autonome Maschinen versagen sollten.

Die Umfrage im Business-Bereich zeigt klar die Uneinigkeit der Führungskräfte.
Die Umfrage im Business-Bereich zeigt klar die Uneinigkeit der Führungskräfte. (Bild: Dell)

„Unsere Studie zeigt, dass nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die Wirtschaft polarisiert ist“, kommentiert Doris Albiez, Senior Vice President & General Manager Dell EMC Deutschland. „Es gibt zwei ganz unterschiedliche Zukunftsperspektiven: die pessimistische, die den Menschen gefährdet sieht, und die optimistische, die meint, dass Technologie die größten sozialen Probleme lösen kann. Diese unterschiedlichen Standpunkte könnten Veränderungen behindern und es Unternehmen erschweren, sich auf die Zukunft vorzubereiten.“

Notwendige Transformation

Führungskräfte erkennen die Notwendigkeit zur Transformation, glauben aber mehrheitlich nicht an eine schnelle und umfassende Umsetzung. So glauben nur 27 Prozent der Unternehmen, dass die Digitalisierung in allen ihren Aktivitäten verwurzelt ist. 42 Prozent wissen nicht, ob sie in den nächsten zehn Jahren noch wettbewerbsfähig sein werden. Und 57 Prozent der Unternehmen glauben, dass sie Mühe haben werden, mit der Geschwindigkeit des digitalen Wandels Schritt zu halten.

Als Haupthindernisse für die Transformation zu einem erfolgreichen digitalen Business bis zum Jahr 2030 gelten bei den Befragten:

  • 1. Fehlen einer digitalen Vision und Strategie: 61 Prozent
  • 2. Mangel an Bereitschaft der Mitarbeiter: 61 Prozent
  • 3. Technische Hindernisse: 51 Prozent
  • 4. Zeit- und Geldbeschränkungen: 37 Prozent
  • 5. Gesetze und Vorschriften: 20 Prozent

Trotz der Hindernisse glaubt der Studie zufolge die Mehrheit der Unternehmen daran, die Herausforderungen in den nächsten fünf Jahren meistern zu können.

Innerhalb dieser Zeit halten sie es für wahrscheinlich, Folgendes zu erreichen:

  • Wirksame Maßnahmen zur Cybersicherheit ergriffen zu haben: 94 Prozent
  • Das Produktangebot als Service bereitzustellen: 90 Prozent
  • Den Übergang zu einem Software-definierten Unternehmen abzuschließen: 89 Prozent
  • Forschung und Entwicklung als Treiber des Unternehmens zu etablieren: 85 Prozent
  • Hyper-Connected Customer Experiences mit Virtual Reality (VR) bereitzustellen: 80 Prozent
  • KI einzusetzen, um Kundenanforderungen vorwegzunehmen: 81 Prozent

Umdenken in der Bildung

Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer glauben nicht, dass es durch die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine eine Verbesserung der Arbeitszufriedenheit geben wird.
Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer glauben nicht, dass es durch die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine eine Verbesserung der Arbeitszufriedenheit geben wird. (Bild: Dell)

Angesichts dieser umfassenden Veränderungen – beschleunigt durch exponentiell wachsende Datenmengen und neue technische Möglichkeiten, diese zu nutzen – glauben 56 Prozent der Befragten, dass es auch ein Umdenken in der Bildung braucht: Schulen sollten lehren, wie und nicht was man lernt, um Schüler auf Berufe vorzubereiten, die in den kommenden Jahren erst entstehen. Das entspricht auch den Ergebnissen der Vorgängerstudie aus dem vergangenen Sommer, die geschätzt hatte, dass es rund 85 Prozent der Jobs des Jahres 2030 derzeit noch gar nicht gibt.

Zur Studie

Die Studie wurde von Dell Technologies in Auftrag gegeben und von Vanson Bourne, einem unabhängigen Forschungsunternehmen, durchgeführt. Von Juni bis August 2017 wurden 3.800 Führungskräfte aus mittleren bis großen Unternehmen in 17 Ländern befragt. Die Teilnehmer kamen aus zwölf Branchen und Schlüsselfunktionen – von Inhabern bis zu Entscheidungsträgern in den Bereichen IT, Marketing, Kundenservice, Forschung und Entwicklung oder Finanzen.

Diese Umfrage ist die Fortsetzung der Dell-Technologies-Studie „Realizing 2030: The Next Era of Human-Machine Partnerships“ aus dem vergangenen Sommer, die vorausgesagt hat, dass neue Technologien bis 2030 dafür sorgen werden, dass Menschen und Maschinen noch enger und intensiver zusammenarbeiten werden als jemals zuvor. Die aktuelle Untersuchung bestätigt diese Prognose: 82 Prozent der Führungskräfte erwarten, dass Menschen und Maschinen bereits in fünf Jahren als „integrierte Teams“ innerhalb ihrer Unternehmen kooperieren werden.

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