Hitachi Vantara Virtual Storage Platform One und der Channel Mehr Gewicht für das Midrange-Segment

Von Klaus Länger 3 min Lesedauer

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Mit der Virtual Storage Platform One hat Hitachi Vantara eine einheitliche Speicherplattform für die hybride Cloud gestartet, zunächst für Block-Storage. Dennis Frank, EMEA-Chef für strategische Partner, erläutert, was das dem Channel bringen soll. Mit Hitachi iQ kommt zudem eine Storage-Lösung für KI.

Mit VSP One will Hitachi Vantara Partnern und Kunden eine universelle Storage-Plattform für die hybride Cloud zur Verfügung stellen. (Bild:  MD Media - stock.adobe.com / KI-generiert)
Mit VSP One will Hitachi Vantara Partnern und Kunden eine universelle Storage-Plattform für die hybride Cloud zur Verfügung stellen.
(Bild: MD Media - stock.adobe.com / KI-generiert)

Anfang April wurde die IT Platform Products Management Division von Hitachi Vantara reorganisiert. Und jetzt soll sich das Unternehmen unter der neuen Führung von Sheila Rohra, zuvor Chief Business Strategy Office, auf das Geschäft mit Datacenter- und Hybrid-Cloud-Lösungen und Diensten konzentrieren. Das Lösungsgeschäft für Cloud, IoT und die IT-OT-Integration wurde in die Hitachi Digital Services als eigene Firma ausgelagert, die natürlich mit Hitachi Vantara kooperiert. Parallel dazu sind mit dem vormaligen HPE-Manager Ayman Abouelwafa und mit Octavian Tanase, zuvor bei NetApp, ein neuer CTO und ein neuer Chief Product Officer in die ­Führungsriege eingezogen.

Mit der Reorganisation geht auch eine neue Produktstrategie einher: Mit der Virtual Storage Platform One hat das Unternehmen eine einheitliche Speicherplattform für alle Datentypen und die hybride Cloud ins Leben gerufen. Sie soll Block-, File- und Cloud-Storage umfassen, und zwar sowohl in der Private, als auch in der Public Cloud. Zudem sollen sich Mainframes einbinden lassen. Das KI-­gestützte Management für alle Daten einschließlich eines Schutzes vor Ransomware-Angriffen läuft dabei direkt auf den Appliances.

VSP One Block und ergänzende Services für den Midrange-Markt

Die jüngste Komponente der neuen Plattform ist die Storage-All-Flash-­Appliance VSP One Block, flankiert von einer ganzen Reihe an Services für Integration, Migration, Datenschutz und Managed Services. Erhältlich ist sie auch als Teil des Storage-as-a-Service-Angebots Everflex. Für Dennis Frank, Vice President für Strategic Partners & Alliances bei Hitachi Vantara EMEA, ist sie „eine Rückbesinnung auf Storage & Data Infrastructure“ und zudem eine Lösung für den Midrange-Markt, den der Hersteller ausschließlich über seine Partner bedient. Der EMEA-Manager sieht in Deutschland derzeit im Mittelstand einen Trend zu Wartungsverlängerungen statt des Kaufs neuer Systeme. Trotzdem ist dieser Markt laut Frank sehr lukrativ, aber „hart umkämpft“.

Mit der im Mai angekündigten Block-Storage-Appliance als Teil der Virtual Storage Platform One adressiert Hitachi Vantara auch Kunden aus dem Mittelstand, die über den Channel bedient werden. Virtual Storage Platform One ist eine Hybrid-Cloud-Plattform.(Bild:  Hitachi Vantara)
Mit der im Mai angekündigten Block-Storage-Appliance als Teil der Virtual Storage Platform One adressiert Hitachi Vantara auch Kunden aus dem Mittelstand, die über den Channel bedient werden. Virtual Storage Platform One ist eine Hybrid-Cloud-Plattform.
(Bild: Hitachi Vantara)

As-a-Service als Option für Partner

Deutschland ist zwar Vorreiter bei Everflex, aber wie Frank betont, ist „As-a-Service nur eine Geschmacksrichtung“ für die Partner. Der Hersteller überlasse den Systemhäusern die Wahl des Vertriebskonzepts. „Wir sind flexibel, wir geben den Partnern, was sie wollen“. In Deutschland sei auch der Anteil des indirekten Geschäfts mit mehr als 80 Prozent höher als im gesamten EMEA-Raum mit 76 Prozent Channel-Business. Die Zahl der Partner will Frank weiter erhöhen und ihnen dafür das Leben so einfach wie möglich machen, etwa durch ein AI-­Pricing-Tool für schnelle realistische Preise und durch Augenmaß bei den Zertifizierungen. Dabei legt der Manager besonderen Wert auf die Zusammenarbeit mit der Presales-Mannschaft bei den Partnern und unterstützt sie durch das eigene Presales-Team. „Wir müssen um die Partner kämpfen“, sagt Frank dazu. Zu dieser Strategie gehört auch die Reaktivierung ehemaliger Partner und die Ausweitung auf Beratungsfirmen. In der Distribution setzt der Hersteller in Deutschland weiter auf TD Synnex als einzigen Partner, nicht zuletzt wegen des großen Support-Teams.

Dennis Frank, Vice President für Strategic Partners & Alliances bei Hitachi Vantara EMEA. Seine Firma will gemeinsam mit den Partnern das Geschäft im Midrange-Segment ausbauen.(Bild:  Hitachi Vantara)
Dennis Frank, Vice President für Strategic Partners & Alliances bei Hitachi Vantara EMEA. Seine Firma will gemeinsam mit den Partnern das Geschäft im Midrange-Segment ausbauen.
(Bild: Hitachi Vantara)

Storage-Lösungen für KI

Eine gute Beratung ist gerade im Geschäft mit Storage-Lösungen für KI-Systeme nötig, die Hitachi Vantara gemeinsam mit Nvidia vorantreibt. Ende Juli hat der Hersteller die Verfügbarkeit für Hitachi iQ und den AI Discovery Service angekündigt. Hitachi IQ ist ein Portfolio aus KI-fähiger Infrastruktur, Lösungen und Services, einschließlich einer Zertifizierung für Nvidia DGX BasePod. Demo-Systeme sind laut Frank gerade im Zulauf. Eine Unterstützung für Partner und Kunden ist der AI Discovery Service. Er soll dabei helfen, sinnvolle Anwendungsfälle für KI zu identifizieren, die Tauglichkeit der Datenstrukturen beim Kunden zu bewerten und eine Roadmap für die KI-Implementierung zu erstellen. Hier arbeitet Hitachi Vantara daran, Partner mit den passenden Fähigkeiten zu identifizieren und einzubinden.

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