Europaweiter OEM-Vertrag mit EMC Matthias Steinkamp äußert sich zu den diesjährigen Fokusthemen bei TAROX

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Das Interview führte Sarah Maier / Sarah Gandorfer

Einen Tag vor dem DFB-Finalspiel fand im Heimatstadion von Borussia Dortmund zum achtem Mal die TAROX-Hausmesse „Inside“ statt. Rund 1.000 Besucher kamen ins Dortmunder Signal Iduna Stadion. TAROX-Vorstand Matthias Steinkamp erklärte, was sein Messe-Highlight war.

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Matthias Steinkamp, Geschäftsführer bei Tarox
Matthias Steinkamp, Geschäftsführer bei Tarox

ITB: TAROX ist sowohl Hersteller wie auch Distributor. Wo sehen Sie sich eigentlich eher positioniert?

Steinkamp: Wir sehen uns mehr als Hersteller positioniert. Dabei bieten wir sinnvolle Lösungen rund um unsere Eigenmarke.

ITB: Vergangenes Jahr hieß es, dass Sie die 120-Millionen-Umsatz-Marke knacken möchten. Haben Sie das geschafft?

Steinkamp: Bei weitem, aber genaue Zahlen geben wir nicht preis. Allerdings kann ich so viel sagen, dass wir unseren Umsatz im Vergleich zum Jahr 2010 um 27 Prozent steigern konnten.

ITB: TAROX hat im April eine neue B2B-Plattform gelauncht. Warum war das nötig?

Steinkamp: Eine Umfrage bei unseren Partnern hat ergeben, dass wir zwar sehr gute Wertungen bei Logistik- und Vertriebsthemen bekamen, aber beim Shop und der Content-Bereitstellung lediglich mittelmäßig bewertet wurden. Die neue Plattform bietet nicht nur einen Online-Shop für unsere Fachhändler, sondern beinhaltet Konfiguratoren sowie die Abbildung von Geschäftsprozessen auf elektronischer Basis, wie zum Beispiel die Warenverfolgung. Außerdem können wir über die Plattform unseren Resellern auch Inhalte wie Produktinformationen bereitstellen.

ITB: Sie haben gerade den Konfigurator erwähnt. Wie lange brauchen Sie eigentlich, bis ein Server oder eine Workstation im Built-to-Order-Verfahren bei Ihnen gebaut wird?

Steinkamp: In der Regel steht der Server nach der Zusage innerhalb von 96 Stunden beim Kunden.

ITB: Welche Themenschwerpunkte haben Sie sich für dieses Jahr noch gesetzt?

Steinkamp: Weitere Themen werden uns seitens der Hersteller vorgegeben. Darunter fallen beispielsweise die neuen Intel-Chipsätze. Außerdem gewinnen Ultrabooks immer mehr an Bedeutung. Hinzu kommt natürlich noch Windows 8, sowohl im mobilen Bereich wie auch für Server. Für PCs und Desktops ist das neue Microsoft-Betriebssystem nicht ganz so relevant, da es zum einen auf Touch-Screens ausgelegt ist und zum anderen viele Nutzer gerade erst auf Windows 7 umgestiegen sind.

ITB: Was wird überhaupt aus den Desktops?

Steinkamp: Auch wenn Cloud Computing und Thin Clients immer populärer werden, gibt es trotzdem Aufgaben, die sich nur durch eine PC-Architektur abbilden lassen. Dennoch werden sich Desktops in Form und Design ändern.

ITB: Lohnt es sich überhaupt in Deutschland zu produzieren?

Steinkamp: Bei geringer Stückzahl und im Build-to-Order-Verfahren ist es in Asien genauso teuer, wie hier zu produzieren. Das ändert sich allerdings, wenn es um große Stückzahlen geht – sagen wir einmal, um 5.000 identische Geräte. Ab dann wird es in Asien vielleicht günstiger. Allerdings haben auch wir hierzulande massiv automatisiert.

Auf der nächsten Seite erklärt Steinkamp, wo er Vorteile gegenüber großen multinationalen Herstellern sieht und was sein Messe-Highlight war.

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