Klare Aufteilung angestrebt: Profex für Händler, Safaya für Retailer Lintec stellt Weichen für Eigenmarken
Zweigleisig. Mit Profex hat der Tauchaer Fertiger Lintec eine reine Fachhandelsmarke samt Resellerprogramm aufgelegt. Die bislang über alle Kanäle vertriebenen Safaya-Produkte sollen künftig ausschließlich beim Retail über die Ladentheken gehen. Das Spiffy-Label soll auslaufen.
Anbieter zum Thema
Der Lintec-Konzern setzt große Hoffnungen in den Neuzugang Uwe Schmitz, der Anfang Oktober in die Unternehmensleitung berufen wurde. Er soll die Geschäftsführung der in Gründung befindlichen Lintec Systems GmbH übernehmen. Unter deren Dach soll künftig das gesamte Handels- und Eigenmarkengeschäft abgewickelt werden.
Reseller-Linie Profex
Im Unterschied zum bisherigen Konzept wird es künftig zwei unterschiedliche Marken für den Fachhandel und die Retail-Ketten geben. Mit der Profex-Linie bietet das Unternehmen Fachhändlern und Systemhäusern Notebooks, PCs, Workstations, Server und Storage-Systeme samt entsprechender Peripherie-Geräte an. Noch in diesem Jahr soll der Profex-Online-Konfigurator auf der Lintec-Website frei geschaltet werden.
Endkunden können hier ihr Wunschsystem allerdings nur entwerfen – Preisabfragen oder direkte Bestellmöglichkeiten gibt es für sie nicht. Die sind ausschließlich den Partnern vorbehalten, für die der Konfigurator außerdem auch als Shop-in-Shop-Lösung zur Verfügung stehen wird.
Auf die gesamte Profex-Linie gewährt der Hersteller 36 Monate Garantie inklusive Vorabtausch defekter Komponenten. Zum Start der Linie spendiert der Hersteller jenen Partnern einen 32-Zoll-Safaya-LCD-TV, die bis Ende 2006 mindestens 10 000 Euro Umsatz mit Profex-Produkten generieren. Parallel zu der neuen Linie wurde auch das „Profex-Professional-Partner-Programm“ (PPP) aufgelegt. PPP-Partner erhalten ab der ersten Bestellung einen Sofortrabatt sowie einen Jahresbonus bei Zielerreichung und obendrein die Ware frachtfrei. Wer sich zudem als Profex-Service-Center-Partner zertifiziert, kann die bei Service-Aufträgen anfallenden Fahrt- und Reparaturkosten über Lintec abrechnen.
Safaya kommt, Spiffy geht
Die Marke Safaya geht ab sofort ausschließlich an Retailketten oder TV-Homeshopping-Kanäle. Sie umfasst außerdem nicht mehr nur CE-Produkte, sondern auch IT-Geräte wie beispielsweise PCs. Die bisherige Retail-Marke Spiffy, unter anderem Grafikkarten, TV-Tuner, Lautsprecher, Joysticks verkauft wurden, liegt derzeit auf Eis.
Trading ankurbeln
Unter dem Dach der Lintec System GmbH soll außerdem künftig das Distributionsgeschäft wieder angekurbelt werden. Direktverträge bestehen laut Lintec-Aussagen mit Canon, Online-USV, Raidsonic und AOC. Hier will man Profex-Partnern künftig möglichst viele ergänzende Peripherieprodukte anbieten, und so müht man sich in Taucha, weitere Lieferanten an Bord zu holen.
Zweite Säule Service
Daneben sieht Lintec in der Fremdfertigung für Dritte seit rund drei Jahren ein zweites Standbein. Dieses Geschäft wird von der Lintec Service GmbH abgewickelt. Die mit Gericom gestartete Fertigung von LCD-TVs wurde allerdings nach einem halben Jahr wieder eingestellt.
Angesichts der Fusion mit Maxdata hat auch Yakumo die Zusammenarbeit mit Lintec eingestellt und wird künftig am Maxdata-Standort Marl fertigen.
Im Gegenzug sicherte sich Lintec kürzlich Aufträge der singapurianischen Contel Investment und der chinesischen THTF Digital Co. Für Contel werden DVD-Recorder gefertigt und für THTF übernimmt der Tauchaer Fertiger die Endmondtage der Flachbild-Fernseher. Wrb
(ID:2000841)