Neue Rechner mit und für KI sowie Gaming-Hardware vom Handheld bis zum Power-Notebook waren die Themen bei Lenovos Auftritt anlässlich der IFA in Berlin. Zudem präsentierte der Hersteller eine spannende Notebook-Studie mit Pivot-Funktion für das Display.
Die Lenovo-Pressekonferenz anlässlich der IFA in Berlin stand unter dem Motto „Smarter AI for all“. Luca Rossi, als Executive Vice President and President für die Intelligent Devices Group (IDG) verantwortlich, hob bei seiner Keynote das umfassende KI-Ökosystem bei Lenovo hervor.
(Bild: Vogel IT-Medien)
Auch der größte PC-Hersteller der Welt nutzt die IFA als Anlass für die Präsentation neuer Produkte und spannender Studien. Allerdings ist Lenovo nicht auf der Messe vertreten, sondern nutzte ein Hotel für seine Pressekonferenz, die unter dem Motto „Smarter AI for all“ stand. Bei ihr präsentierte das Unternehmen nicht nur Geräte mit NPU für die lokale KI-Nutzung, sondern auch eine Reihe von für die KI-Entwicklung nutzbaren Workstations sowie das Lenovo AI Agent Pilot Program für den Bau lokaler KI-Agenten. Dieses modulares Software-Toolkit, das auf dem AI Assistant Builder von Intel basiert, ist ein weiterer Baustein in Lenovos AI PC Fast Start-Lösung.
Ein mit starker NPU für die lokale KI-Nutzung ausgelegtes Notebook ist das schlanke auf der CES präsentierte ThinkPad X9 Aura Edition mit Intel-Lunar-Lake-Prozessor, das nun in einer limitierten Auflage in der Farbe Glacier White erscheint. Das ab 1.927 Euro (UVP) teure Gerät ist das erste weiße ThinkPad.
Traditionell in schwarz präsentiert sich die mobile Workstation ThinkPad P16 Gen 3 mit 16-Zoll-Display. Diese neue Generation des stärksten ThinkPad ist etwas leichter und dünner als der Vorgänger, aber trotzdem stärker. Auf dem Mainboard arbeitet ein von den Desktop-CPUs abgeleiteter Arrow-Lake-HX-Prozessor, der als Core Ultra 275HX mit 24 Cores (8 P und 16 E) aufwartet. Für KI- und 3D-Leistung sorgen professionelle Blackwell-Karten von Nvidia bis hin zur RTX Pro 5000 mit 10.496 und 24 GB ECC-GDDR7 als Grafikspeicher. Der Intel-Prozessor kann auf bis zu 192GB Speicher zugreifen. Mit ECC werden derzeit 128 GB unterstützt. Für das 16-Zoll-Display offeriert Lenovo eine Tandem-OLED-Option mit 3.200 x 2.000 Bildpunkten. Der Preis beginnt bei 3.450 Euro (UVP).
Zusätzlich gibt es einen Refresh der mobilen Workstation-Modelle: ThinkPad P1 Gen 8, ThinkPad P16v Gen 3, ThinkPad P16s i Gen 4 und ThinkPad P14s i Gen 6 sind nun mit Intel-Arrow-Lake-H-Prozessoren sowie mit Nvidia-GPUs der Blackwell-Generation ausgestattet.
ThinkBook-Studie mit Pivot-Display
Neben den neuen Serienmodellen zeigt Lenovo immer auch Studien, die zeigen, was in den Entwicklungslaboren des Herstellers erdacht wird. Dieses Jahr hat Lenovo das ThinkBook VertiFlex Concept nach Berlin mitgebracht. Das 14-Zoll-Panel ist mit einem raffinierten Mechanismus so mit dem Display-Deckel verbunden, dass man es ein Stück nach oben schieben und dann in die Vertikale drehen kann. Trotzdem ist das Notebook mit 17,9 mm Dicke und 1,39 kg Gewicht dünn und leicht geblieben. Weitere Studien waren der motorisierte Notebook-Ständer Lenovo Smart Motion Concept und das Lenovo NaturaSynth Display mit verbessertem Hardware-Blaulicht-Filter. Beim Smart Motion Concept folgt die Webcam des auf dem Ständer montierten Notebooks den Bewegungen des Nutzers, ähnlich wie manche Kameras in größeren Konferenzräumen. Dass es Studien auch in die Serie schaffen, zeigt das auf der CES präsentierte Widget-Display Magic Bay Tiko Pro-Konzept, das mit ausgewählten ThinkBook 16p Gen 6-Modellen auf den Markt kommen wird.
Eine spannende Neuerung in der Serie, die für einen geringeren Energieverbrauch sorgt, bietet der riesige 39,7-Zoll-Bildschirm ThinkVision P40WD-40 mit 2500R gekrümmtem IPS-Black-Panel. Es stellt 5.120 x 2.160 Pixel dar und kann mit einer Refresh-Rate zwischen 24 und 120 Hz. Mit DisplayPort Power Saving wird dabei bei Bildern ohne viel Bewegung die Bildwiederholrate reduziert, ohne dabei Qualität enzubüßen. Das spart laut Lenovo bis zu 34 % Strom.
Gamer können sich auf ein weiteres Seriengerät freuen, das auf der CES als Prototyp gezeigt wurde: den Gaming-Handheld Legion Go in der zweiten Generation. Das mobile Gaming.Rechner mit 8,8 Zoll-WUXGA-OLED-Display und AMD Ryzen Z2 Extreme Prozessor bietet verbesserte abnehmbare Controller sowie einen um 50 Prozent größeren Akku. Das Windows-11-Gerät wird laut Lenovo ab 999 Euro (UVP) kosten.
Für mobiles Gaming in größerem Maßstab kommt das Lenovo Legion Pro mit AMD-Ryzen-HX-Prozessor bis zum AMD Ryzen 9 9955HX3D mit 128 MB Zusatz-Cache. Das 16-Zoll-Notebook ist zudem mit einem 240-Hz-WQXGA-OLED-Panel lieferbar und maximal mit einer Nvidia-Geforce-RTX-5080-Karte ausgestattet. Es kommt im Oktober und kostet ab 2.899 Euro (UVP).
Weitere Gaming-Neuheiten sind die drei Monitore Legion Pro 32UD-10, 27UD-10 und 27Q-10 mit schnellen OLED-Panels sowie der kompakte Lenovo LOQ Tower 26ADR10 mit 26-Liter-Gehäuse, transparenter Seitenwand und RGB-Beleuchtung. Auf dem Mainboard arbeiten Ryzen-8000-Prozessoren und als Grafikkarte Nvidia-Modelle bis zur GeForce RTX 5700 Ti.
Stand: 08.12.2025
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Lenovo Yoga Tab
Gut zum AI-for-all-Ansatz passt das Lenovo Yoga Tab mit seinem Prozessor Snapdragon 8 Gen 3 Mobile Platform, der ein 20-TOPS-NPU für lokale KI-Anwendungen von Lenovo oder Google enthält. Das 11,1-Zoll-Tablet mit hellem 3,2K-144-Hz-Display kann zudem mit dem Lenovo Smart Capture kombiniert werden. Das 485 Gramm leichte Android-Tablet mit neuem Silizium-Kohlenstoff-Akku soll 499 Euro kosten.